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Warum Pep Guardiola darauf verzichtete, Cristiano Ronaldo bei Man City unter Vertrag zu nehmen

Pep Guardiolas Amtszeit bei Manchester City war weniger von großen Namen geprägt als von taktischer Disziplin. Von Anfang an baute er seine Teams auf Positionsspiel, kollektives Pressing und Spieler, die bereit waren, ihre individuellen Rollen einem größeren System unterzuordnen. Diese Philosophie liefert einen hilfreichen Kontext für einen vielbeachteten Transfer, der nie zustande kam.

Nach seinem Abschied von Manchester United zog Cristiano Ronaldo verschiedene Optionen in Betracht in einem späten Abschnitt seiner Karriere. Trotz seines Rufs als einer der treffsichersten Spieler der Fußballgeschichte hing sein nächster Schritt ebenso sehr von taktischer Passgenauigkeit wie von seiner Bekanntheit ab. Manchester City, zu diesem Zeitpunkt bereits als Europas dominante Mannschaft etabliert, war einer der Vereine, die er in Erwägung zog.

Eine angebliche Chance und eine Absage

Laut einem Bericht der Daily Mail legt ein 2024 erschienenes Buch über Guardiolas Zeit bei City nahe, dass Ronaldo ablösefrei zu haben war und offen für einen Wechsel zum englischen Meister. Vermittler, so heißt es, informierten den Club über sein Interesse.

Guardiola entschied sich jedoch dagegen. Der Bericht legt dar, dass der City-Trainer zwar Ronaldos Abschlussstärke und seine körperliche Verfassung bewunderte, aber Zweifel daran hatte, ob dessen Spielweise mit der über Jahre hinweg fein abgestimmten Struktur des Teams vereinbar wäre.

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Wie es im Bericht heißt:

„Er bot sich City letzten Sommer an, aber Pep war nicht interessiert. Es besteht kein Zweifel daran, dass Guardiola seine außergewöhnliche Abschlussqualität und seine hervorragende physische Verfassung schätzt aber wie sollte ein Spielertyp wie er in die Präzisionsmaschine passen, die der Katalane in City mit so viel Sorgfalt und Strategie aufgebaut hat? Danke, aber nein danke, Cristiano.“

Taktische Passung statt kommerzieller Reiz

Ein Wechsel innerhalb Manchesters wäre angesichts von Ronaldos Status bei United höchst ungewöhnlich gewesen. Der Daily Mail zufolge war der Spieler bereit, die damit verbundenen Konsequenzen in Kauf zu nehmen vorausgesetzt, City hätte Interesse gezeigt.

Für Guardiola stand jedoch das interne Gleichgewicht im Vordergrund. Citys Angriffsspiel basiert auf abgestimmtem Pressing, Positionswechseln und Akteuren, die auch ohne zentrale Rolle effektiv agieren können.

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Im späteren Verlauf seiner Karriere wurde Ronaldo zunehmend zu einem Strafraumstürmer mit klar definierter Rolle. Diese Rolle brachte zwar weiterhin Tore, verlangte aber auch strukturelle Anpassungen ein Kompromiss mit Gewicht.

Das Buch beschreibt Guardiola als nicht bereit, ein System aufzugeben, das kollektive Synchronisation in der Offensivreihe verlangt gerade zu einer Zeit, in der Citys Spielraum für Fehler an der europäischen Spitze ohnehin minimal war.

Auseinandergehende Wege

Ronaldo wechselte letztlich Ende 2022 zu Al-Nassr in Saudi-Arabien, wo er weiterhin regelmäßig trifft. Seine Leistungen dort bestätigen seinen anhaltenden Torinstinkt, auch wenn seine Aufgaben inzwischen klarer umrissen sind.

City hingegen setzte seinen Weg ohne eine zentrale Offensivfigur fort. Seit Guardiolas Amtsantritt 2016 hat der Club sechs Premier-League-Titel gewonnen, eine 100-Punkte-Saison 2017/18 erreicht und 2022/23 das Triple geholt. Zudem wurde City als erstes Männerteam englischer Meister in vier aufeinanderfolgenden Spielzeiten.

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Eine aufschlussreiche Episode

Sofern die Darstellung zutrifft, verdeutlicht die Entscheidung, Ronaldo nicht zu verpflichten, Guardiolas grundsätzliche Führungsphilosophie. Anstatt sein System zugunsten einer Ikone anzupassen, hielt City an seiner taktischen Linie fest eine Entscheidung, die eng mit der langanhaltenden Dominanz des Clubs verknüpft ist.

Quellen: Daily Mail

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.