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Weltmeisterschaft 2026: Zeitplan für Iran

afc besteht darauf, dass iran trotz wachsender unsicherheit spielen wird

Laut Associated Press sagte der Generalsekretär der Asiatischen Fußballkonföderation (AFC), Windsor John, dass der Iran weiterhin an der Weltmeisterschaft 2026 teilnehmen wird.

In einer Rede in Malaysia erklärte John: "Sie sind unser Mitglied. Wir wollen, dass sie spielen. Soweit wir wissen, spielt der Iran mit".

Er fügte hinzu, dass die endgültige Entscheidung letztlich beim iranischen Verband liege: "Es ist ein sehr emotionaler Moment, jeder sagt eine Menge Dinge. Letzten Endes sollte der iranische Fußballverband entscheiden, ob sie spielen, und heute hat uns der Verband mitgeteilt, dass sie zur Weltmeisterschaft fahren werden.

Während die AFC die Situation klären wollte, zeigte die Erklärung stattdessen, wie unklar das Gesamtbild bleibt.

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Die Spannungen begannen vor langer Zeit

Nach einem Bericht von Grey Whitebloom in Sports Illustrated hat sich der Iran nach einem 2:2-Unentschieden gegen Usbekistan für das Turnier im März 2025 qualifiziert und damit seine kontinuierliche Teilnahme an den letzten Weltmeisterschaften fortgesetzt.

Auf die Qualifikation folgten jedoch schnell politische Bedenken. Die ersten Diskussionen konzentrierten sich auf die Frage, ob iranische Spieler, Mitarbeiter und Fans mit Einreisebeschränkungen in die Vereinigten Staaten, einen der Gastgeber des Turniers, rechnen müssten.

Im Juni 2025 verhinderte die US-Politik, dass iranische Fans und möglicherweise auch Medienvertreter ein Visum für das Turnier beantragen konnten. Iranische Kommentatoren kritisierten diesen Schritt mit dem Argument, dass er ungerechterweise auf normale Bürger und nicht auf Regierungsbeamte abziele.

Visastreit und Auslosung der Fußballweltmeisterschaft

Die Visumfrage eskalierte im November 2025, als iranische Offizielle mit einem Boykott der WM-Auslosung drohten und die Situation als "unsportlich" bezeichneten.

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Trotz dieser Drohungen nahmen iranische Vertreter schließlich an der Veranstaltung im Dezember teil, nachdem ihnen Visa erteilt worden waren.

Der Iran wurde zusammen mit Belgien, Ägypten und Neuseeland in die Gruppe G gelost, um ein politisch heikles Aufeinandertreffen mit den Vereinigten Staaten zu vermeiden.

Alle Spiele der iranischen Mannschaft in der Gruppenphase finden in den Vereinigten Staaten statt, darunter auch Spiele in Kalifornien und Seattle, was die Situation noch komplizierter macht.

Konflikt eskaliert nach Militärschlägen

Ende Februar 2026 änderte sich die Lage nach den US-Luftangriffen auf den Iran dramatisch.

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Der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Taj, antwortete laut Sports Illustrated: "Man kann nicht erwarten, dass wir der Weltmeisterschaft mit Hoffnung entgegensehen."

Kurz darauf spielte US-Präsident Donald Trump die Angelegenheit herunter und erklärte: "Es ist mir wirklich egal. Ich denke, der Iran ist ein sehr schwer geschlagenes Land. Sie laufen auf Sparflamme."

FIFA-Präsident Gianni Infantino versuchte, die Spannungen zu entschärfen, indem er andeutete, dass der Iran dennoch bei dem Turnier willkommen sei. Der iranische Sportminister wies dies jedoch zurück und erklärte, die Mannschaft könne nach dem Tod des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei "unter keinen Umständen" teilnehmen.

Ausgetauschte öffentliche Erklärungen

Nach Angaben von Sports Illustrated eskalierten die Spannungen am 12. März weiter, als beide Seiten öffentliche Erklärungen abgaben.

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Trump schrieb: "Die iranische Fußballnationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft willkommen, aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist, dass sie dort ist, für ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit."

Die iranische Nationalmannschaft reagierte via Instagram mit den Worten: "Niemand kann die iranische Nationalmannschaft von der Weltmeisterschaft ausschließen."

In der Erklärung heißt es weiter: "Das einzige Land, das ausgeschlossen werden könnte, ist ein Land, das lediglich den Titel 'Gastgeber' trägt, aber nicht in der Lage ist, für die Sicherheit der an diesem globalen Ereignis teilnehmenden Teams zu sorgen."

Daraufhin versprach Trump erneut: "Es wird das größte und sicherste Sportereignis in der Geschichte Amerikas sein. Alle Spieler, Offiziellen und Fans werden wie die 'STARS' behandelt werden, die sie sind!"

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Politik, nicht Sport

Trotz des Vertrauens der Öffentlichkeit in die AFC bleibt die Teilnahme Irans ungewiss und hängt zunehmend von politischen Entwicklungen und nicht von sportlichen Entscheidungen ab.

Nach Angaben von Associated Press und Sports Illustrated scheint die endgültige Entscheidung beim iranischen Fußballverband zu liegen, obwohl der Druck von außen durch internationale Beziehungen, Sicherheitsbedenken und die Position der FIFA das Ergebnis letztlich beeinflussen könnte.

Mit dem Näherrücken der Fußballweltmeisterschaft 2026 ist die Situation des Irans zu einer der unberechenbarsten und politisch brisantesten Geschichten rund um das Turnier geworden.

Quellen: Sports Illustrated, Associated Press