Fußball

Weltmeisterschaft: Deutscher Star äußert sich zu Trumps Verhalten vor 2026

Der deutsche Mittelfeldspieler Leon Goretzka räumt ein, dass die politischen Spannungen rund um die Vereinigten Staaten nur schwer von den Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft 2026 zu trennen sind auch wenn er betont, dass das Turnier dennoch als ein Moment der Einheit für den Fußball dienen kann.

In einem Interview mit der deutschen Zeitung Die Zeit äußerte sich der Bayern-München-Profi als einer der ersten aktiven Spieler einer qualifizierten Nation öffentlich zur politischen Lage, mit der Spieler und Fans bei ihrer Reise nach Nordamerika konfrontiert sein könnten.

Fußball trifft Politik in Nordamerika

Die auf 48 Teams erweiterte Weltmeisterschaft wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Die Organisatoren bewerben sie als ein historisches Ereignis für den Fußball. Abseits des Spielfelds jedoch prägen politische Entwicklungen in den USA zunehmend die Diskussionen rund um das Turnier.

Zu den Bedenken zählen Einreisebeschränkungen für bestimmte Länder sowie Sicherheitsbedenken unter den Fans. Mehrere europäische und amerikanische Medien berichteten über Vorfälle mit der US-Einwanderungsbehörde ICE, die bei einigen reisenden Anhängern Unbehagen ausgelöst haben.

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Gleichzeitig hat Präsident Donald Trump die diplomatischen Spannungen mit Europa wieder aufgeheizt. Ende 2025 drohte er öffentlich damit, die amerikanische Unterstützung für die Ukraine im Krieg gegen Russland zurückzuziehen, und bekräftigte seine Absicht, Grönland ein autonomes Gebiet Dänemarks unter US-Kontrolle zu bringen. Diese Äußerungen riefen Kritik mehrerer europäischer Regierungen hervor, darunter auch Dänemark und Norwegen.

Goretzka: „Wir fühlen uns europäisch“

Vor diesem Hintergrund erklärte Goretzka, dass sich die Spieler der politischen Debatte durchaus bewusst seien, der Fokus jedoch auf dem Fußball liege.

„Natürlich nehme ich die politischen Debatten wahr“, sagte er gegenüber Die Zeit. „Ich erwarte trotzdem ein großartiges Turnier es wird den Fußball dort fördern und zeigen, dass viele Menschen ein unglaublich spannendes Spiel sehen wollen.“

„Donald Trump lässt uns nicht nur deutsch, sondern auch europäisch fühlen.“

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Goretzka hat sich bereits in der Vergangenheit öffentlich zu gesellschaftlichen und politischen Themen wie Rassismus und Klimawandel geäußert, was seine aktuellen Aussagen im Vorfeld der Weltmeisterschaft besonders bemerkenswert macht.

Deutschland erteilt Boykott-Forderung eine Absage

Auch im deutschen Fußball wird über Politik diskutiert. Oke Göttlich, Präsident des Zweitligisten FC St. Pauli, brachte kürzlich einen möglichen Boykott der WM ins Gespräch mit Verweis auf den US-geführten Boykott der Olympischen Spiele 1980 in Moskau. Mehrere deutsche Medien berichteten über seine Äußerungen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wies diese Forderung zurück und bezeichnete sie als fehlgeleitet. Goretzka schloss sich dieser Haltung an und zeigte sich zuversichtlich in Bezug auf Europas Stärke auf dem Spielfeld.

„Im wichtigsten Spiel der Welt liegen wir [Europa] immer noch vor allen anderen Kontinenten“, sagte er. „Von wegen abgehängt Europa wird auf dem Platz allen zeigen, was in ihm steckt.“

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Der Fokus richtet sich wieder auf das Turnier

Deutschland hat sich bereits für die WM qualifiziert und wurde in Gruppe E zusammen mit Curaçao, der Elfenbeinküste und Ecuador gelost. Der Einzug in die K.-o.-Phase gilt als wahrscheinlich; das Auftaktspiel ist gegen Curaçao angesetzt.

Für Spieler wie Fans dürfte die größte Herausforderung bei der WM 2026 darin bestehen, sich in einem angespannten politischen Umfeld zurechtzufinden und gleichzeitig, sobald das Turnier beginnt, den Fokus auf den Fußball zu richten.

Quelle: Die Zeit

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.