Laut einem im Februar veröffentlichten Artikel von Dan Roan von BBC Sport erklärte der amtierende Leiter der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE), Todd Lyons, einem Kongressausschuss, dass die ICE „ein wichtiger Bestandteil des gesamten Sicherheitsapparats für die Weltmeisterschaft“ sein werde. Seine Äußerungen erfolgten, nachdem Abgeordnete gefragt hatten, ob die Behörde ihre Operationen rund um Spiele und offizielle FIFA-Veranstaltungen einstellen würde.
Die Abgeordnete Nellie Pou, deren Wahlkreis in New Jersey das MetLife Stadium umfasst, warnte, dass die Angst vor unrechtmäßiger Inhaftierung das Vertrauen der reisenden Fans beeinträchtigen könnte. Das MetLife Stadium soll das Finale der Weltmeisterschaft ausrichten.
Lyons erklärte, die ICE sei bestrebt, eine sichere Veranstaltung für Spieler, Offizielle und Besucher zu gewährleisten. Doch der Austausch spiegelte eine größere Sorge wider: dass eine sichtbare Präsenz der Einwanderungsbehörden einige Fans während des Turniers unerwünscht oder unsicher fühlen lassen könnte.
Das Problem wurde durch die öffentliche Empörung über den Tod von Alex Pretti und Renee Good verschärft, zwei US-Bürgern, die bei ICE-Einsätzen in Minneapolis erschossen wurden. Ihr Tod wurde Teil einer breiteren Debatte über Einwanderungspolitik, Polizeiarbeit und die Atmosphäre, die internationale Fans bei Reisen in die Vereinigten Staaten erwartet.
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Juni-Gewalt wirft neue Sicherheitsfragen auf
Zu diesen früheren Bedenken gesellen sich nun unmittelbarere Ängste um die öffentliche Sicherheit in den US-Gastgeberstädten.
Wie Al Jazeera am 8. Juni berichtete, wurden sechs Personen bei einer Messerattacke in der Penn Station in New York verletzt, während neun weitere bei einer Schießerei in Kansas City, Missouri, nicht lebensbedrohliche Verletzungen erlitten.
Beide Städte sind mit der Weltmeisterschaft verbunden. Die Metropolregion New York wird Spiele im MetLife Stadium in New Jersey ausrichten, während Kansas City ebenfalls zu den US-Gastgeberstädten gehört. Die Schießerei in Kansas City ereignete sich mehrere Kilometer vom Swope Soccer Village entfernt, wo England während des Turniers trainieren soll.
Der Angriff in New York ereignete sich an einem der verkehrsreichsten Verkehrsknotenpunkte der Vereinigten Staaten, gerade als sich die Stadt auf große Sportereignisse, darunter die NBA Finals und die Weltmeisterschaft, vorbereitete. Beamte teilten mit, dass ein Verdächtiger festgenommen und die Opfer ins Krankenhaus gebracht wurden.
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In Kansas City teilte die Polizei mit, dass unmittelbar nach der Schießerei kein Verdächtiger festgenommen worden sei.
Ein Turnier unter Druck vor dem Anpfiff
Die Weltmeisterschaft 2026 wird die bisher größte Ausgabe des Turniers sein, mit 48 Teams und 104 Spielen in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko. Die Vereinigten Staaten werden 78 Spiele in 11 Städten ausrichten.
Dieses Ausmaß stellt eine große Sicherheitsherausforderung dar. Die Behörden müssen Stadien, Fanzonen, Verkehrsknotenpunkte, Trainingslager, Teamhotels und öffentliche Versammlungen schützen und gleichzeitig die Koordination zwischen Bundesbehörden, Staatspolizei, lokalen Dienststellen und privaten Sicherheitsgruppen gewährleisten.
Offizielle haben erklärt, dass das Turnier ein hohes Maß an föderaler Sicherheitskoordination erhalten wird. Zu den erwarteten Maßnahmen gehören Drohnenbeschränkungen, gemeinsame Operationszentren und eine verstärkte Überwachung rund um wichtige Veranstaltungsorte und Fanzonen.
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Doch die zentrale Herausforderung könnte ebenso sehr eine Frage des Vertrauens wie der Logistik sein. Fans müssen darauf vertrauen können, sich sicher durch die Gastgeberstädte zu bewegen, Spiele ohne Einschüchterung zu besuchen und sich ohne Angst an öffentlichen Orten zu versammeln.
Sicherheit und Vertrauen gehen nun Hand in Hand
Für die FIFA und die US-Organisatoren wird die Sicherheitsbotschaft zunehmend komplizierter.
Die Debatte im Februar über die ICE weckte Bedenken hinsichtlich der Einwanderungsdurchsetzung und der bürgerlichen Freiheiten. Die Vorfälle im Juni in New York und Kansas City haben Ängste vor Straßenkriminalität und der Sicherheit belebter öffentlicher Plätze hinzugefügt.
Zusammengenommen haben sie einen schwierigen Hintergrund für das Turnier geschaffen. Der Erfolg der Weltmeisterschaft wird nicht nur von der Fähigkeit der Behörden abhängen, die Veranstaltungsorte zu sichern, sondern auch davon, ob sich die Fans sicher genug fühlen, um zu reisen, sich zu versammeln und zu feiern.
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Quellen: BBC Sport, Al Jazeera
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