Wolff und Horner vor 600-Millionen-Showdown um Alpine, F1-Machtkampf spitzt sich zu
Zwei der mächtigsten Teamchefs der Formel 1 könnten bald in einem neuen Umfeld zu Rivalen werden, fernab der Rennstrecke. Toto Wolff und Christian Horner werden mit einer möglichen Investition in Alpine in Verbindung gebracht, das Formel-1-Team im Besitz der Renault Group, während Gespräche über den Verkauf einer bedeutenden Minderheitsbeteiligung an Fahrt aufnehmen.
Laut Planet F1 prüfen die Anteilseigner von Alpine derzeit Angebote im Zusammenhang mit den beiden Managern. Im Mittelpunkt steht ein Anteil von 24 Prozent, der derzeit der Investmentgruppe Otro Capital gehört.
Horners langfristige Alpine-pläne
Berichten zufolge beschäftigt sich Christian Horner bereits seit mehreren Monaten mit der Möglichkeit, in Alpine zu investieren. Laut Planet F1 hat der Red-Bull-Teamchef finanzielle Unterstützung über ein Konsortium organisiert, um eine mögliche Übernahme zu ermöglichen.
Im Fokus steht dabei der 24-prozentige Anteil von Otro Capital. Quellen, die von Planet F1 zitiert werden, erklären, dass Horner den Einstieg als möglichen ersten Schritt zu einer größeren Eigentumsposition betrachtet.
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Sollte der Deal zustande kommen, könnte Horner später versuchen, zusätzliche Anteile mit der Renault Group zu verhandeln, die Alpine besitzt und die langfristige Strategie des Teams in der Formel 1 bestimmt.
Wolff steigt in das rennen um den Alpine-anteil ein
Die mögliche Beteiligung von Toto Wolff hat dem Prozess eine überraschende Wendung gegeben. Laut Planet F1 wird auch der Mercedes-Teamchef mit einem möglichen Angebot für denselben Anteil in Verbindung gebracht.
Sein Interesse sorgt im Formel-1-Fahrerlager für große Aufmerksamkeit, da Wolff bereits Mercedes führt und gleichzeitig enge kommerzielle Beziehungen zu Alpine unterhält.
Dass zwei der einflussreichsten Persönlichkeiten des Sports Interesse zeigen, hat den möglichen Verkauf zu einem der meistbeachteten Themen in der Branche gemacht.
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Bewertung von 2,5 Milliarden Pfund zeigt größe des deals
Laut Planet F1 könnten die vorliegenden Angebote Alpine mit rund 2,5 Milliarden Pfund bewerten. Auf dieser Grundlage könnte der 24-prozentige Anteil von Otro Capital etwa 600 Millionen Pfund wert sein.
Sollte der Verkauf zu diesem Preis erfolgen, wäre das für die Investmentgruppe ein erheblicher Gewinn. Otro Capital hatte vor rund drei Jahren etwa 200 Millionen Euro für seinen Anteil gezahlt, als Teil einer größeren Investorengruppe, zu der unter anderem Ryan Reynolds und Rory McIlroy gehörten.
Der mögliche Deal verdeutlicht sowohl den wirtschaftlichen Wert von Alpine als auch die steigende Attraktivität von Formel-1-Teams für Investoren.
Mercedes-partnerschaft könnte entscheidung beeinflussen
Ein weiterer Faktor, den Planet F1 hervorhebt, ist die bestehende technische Partnerschaft zwischen Alpine und Mercedes. Beide Teams haben bereits eine Vereinbarung über die Lieferung von Getrieben und Power Units bis zum Jahr 2030.
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Diese Beziehung könnte Mercedes und Toto Wolff bei Gesprächen über den Anteil einen strategischen Vorteil verschaffen.
Während Vertreter von Alpine öffentliche Kommentare zu der Situation ablehnten, bestätigte Mercedes, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen.
„Mercedes ist ein wichtiger strategischer Partner von Alpine, und wir werden über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten“, sagte ein Mercedes-Sprecher laut Planet F1.
Rivalität zwischen Wolff und Horner bekommt neue dimension
Der mögliche Investitionskampf könnte auch eine der bekanntesten Rivalitäten der Formel 1 in ein neues Umfeld verlagern. Toto Wolff und Christian Horner standen sich in den vergangenen Jahren während intensiver Titelkämpfe mehrfach gegenüber.
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Sollten beide das Alpine-Projekt weiter verfolgen, könnte sich die Konkurrenz zwischen den Chefs von Mercedes und Red Bull künftig nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch im geschäftlichen Umfeld der Formel 1 abspielen.
Derzeit bleibt die Eigentümerstruktur von Alpine unverändert. Doch laut Planet F1 deutet das wachsende Interesse führender Persönlichkeiten im Fahrerlager darauf hin, dass das Team bald im Zentrum eines der spannendsten Investitionskämpfe der Formel 1 stehen könnte.
Sources: Planet F1
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