Zweitligist Albacete schlägt Real Madrid in der Copa del Rey
Alvaro Arbeloas erste Woche als Trainer von Real Madrid nahm am Mittwochabend eine weitere dramatische Wendung, als der Klub überraschend im Achtelfinale der Copa del Rey vom Zweitligisten Albacete aus dem Wettbewerb geworfen wurde ein Ergebnis, das die Kritik an seiner Ernennung sofort verstärkte.
Die Niederlage erfolgte nur wenige Tage nach dem Supercup-Verlust gegen den FC Barcelona und kurz nachdem Arbeloa offiziell als Cheftrainer bestätigt worden war, nachdem Xabi Alonso den Verein einvernehmlich verlassen hatte. Was als Neuanfang gedacht war, machte vielmehr deutlich, wie brüchig dieser Übergang bislang verlaufen ist.
Laut BBC Sport nahm Arbeloa für das Pokalspiel eine umfassende Rotation vor und verzichtete dabei auf mehrere Stammspieler, darunter Kylian Mbappé, Jude Bellingham, Thibaut Courtois und Rodrygo, um sie für die kommenden Ligaspiele zu schonen. Nachwuchsspieler wie Jorge Cestero und David Jiménez erhielten die Chance, sich zu beweisen.
Trotz des Ergebnisses verteidigte Arbeloa seine Entscheidungen und betonte, dass die aufgestellte Mannschaft durchaus das Potenzial hatte, weiterzukommen. Nach dem Spiel übernahm er die volle Verantwortung für die Niederlage.
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„Wenn jemand für dieses Ergebnis verantwortlich ist, dann ganz klar ich. Ich habe die Entscheidungen über die Startelf, unsere Spielweise und die Einwechslungen getroffen“, sagte Arbeloa.
„Ich habe keine Angst vor dem Scheitern. Ich verstehe jeden, der dieses Ergebnis als Misserfolg bezeichnet. Scheitern gehört zum Weg zum Erfolg.“
Albacete, derzeit im unteren Tabellendrittel der Segunda División, ging kurz vor der Halbzeitpause in Führung, als Verteidiger Javi Villar nach einer Ecke per Kopf traf. Real Madrid reagierte umgehend durch den 18-jährigen Franco Mastantuono, der einen Torwartfehler ausnutzte und ausglich.
Die zweite Hälfte gestaltete sich ausgeglichener, und Arbeloa brachte frische Kräfte von der Bank, um die Kontrolle über das Spiel zurückzugewinnen. Doch es war Albacete, das am Ende den Unterschied machte: Der eingewechselte Jefte Betancor erzielte in der Schlussphase zwei Tore jeweils vor und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Gonzalo García und besiegelte damit einen der größten Erfolge in der jüngeren Vereinsgeschichte.
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BBC Sport berichtete, dass Madrid zwar den Ballbesitz dominierte und Chancen kreierte, letztlich aber an eigenen Abwehrfehlern und den effektiveren Einwechslungen von Albacete unter der Leitung von Trainer Alberto González scheiterte.
Die spanische Fußballjournalistin Elizabeth Conway schrieb für die BBC, das Ergebnis sei „ein absoluter Albtraum für Real Madrid“ und werde die ohnehin bestehenden Zweifel an Arbeloas rasantem Aufstieg und seiner begrenzten Erfahrung als Cheftrainer weiter verstärken.
Da am Bernabéu der Maßstab Titel sind und nicht Übergangsphasen, steht Arbeloa nun unter großem Druck, eine Mannschaft zu stabilisieren, deren Umbruch bislang mehr Unsicherheit als Zuversicht gebracht hat.
Quellen: BBC Sport
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