Chelseas turbulente Trainersuche geht nach der schnellen Entlassung von Liam Rosenior weiter, wobei der ehemalige Blues-Mittelfeldspieler Cesc Fabregas zu den prominenten Namen gehört, die mit dem vakanten Trainerstuhl an der Stamford Bridge in Verbindung gebracht werden. Fabregas, der derzeit als Cheftrainer des Serie-A-Klubs Como erfolgreich ist, möchte jedoch seine aktuellen Verpflichtungen betonen, während er gleichzeitig den zukünftigen Wunsch anerkennt, in die Premier League zurückzukehren.
Chelseas turbulente Trainersuche
Roseniors Amtszeit bei Chelsea dauerte lediglich drei Monate und gipfelte in seiner Entlassung, nachdem der Verein eine miserable Serie von fünf aufeinanderfolgenden Premier-League-Niederlagen ohne ein einziges Tor hinnehmen musste. Dies war das erste Mal seit 1912, dass Chelsea eine solche Torflaute in der Liga erlebte. Obwohl sein Vertrag noch über sechs Jahre lief, ermöglichte eine spezielle Klausel dem Verein, sein Arbeitsverhältnis ohne Auszahlung der restlichen vereinbarten Bezüge zu beenden.
Assistenztrainer Calum McFarlane hat bis zum Saisonende als Interimstrainer übernommen, wobei Chelsea-Verantwortliche bestätigten, dass im Sommer ein neuer permanenter Trainer ernannt wird. Der Verein prüft Berichten zufolge mehrere Optionen, darunter:
- Xabi Alonso
- Andoni Iraola
- Marco Silva
Fabregas‘ steigender Stern in der Serie A
Während Chelsea ein weites Netz auswirft, macht Fabregas in Italien bedeutende Fortschritte. Als Cheftrainer von Como hat er den Klub auf den fünften Platz in der Serie A geführt und sie damit in eine starke Position gebracht, um sich für die Champions League in der nächsten Saison zu qualifizieren. Seine beeindruckende Arbeit ist nicht unbemerkt geblieben: Fabregas ist der erste Nicht-Italiener, der den prestigeträchtigen Bearzot Award als Italiens Trainer des Jahres gewonnen hat. Angesehene Persönlichkeiten wie Fabio Capello und Juventus-Trainer Luciano Spalletti haben seine Trainerfähigkeiten öffentlich gelobt, wobei Capello sogar andeutete, Fabregas sei „bereit“ für den AC-Mailand-Job.
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Fabregas‘ tiefes Engagement für Como ist offensichtlich. Er kam 2022 als Spieler zum Verein, als dieser noch in der Serie B war, und hält nun eine Minderheitsbeteiligung. Er erledigt alle offiziellen Medienaufgaben in fließendem Italienisch und ist bekannt für seine unermüdliche Arbeitsmoral, oft kommt er um 7 Uhr morgens auf dem Trainingsgelände von Como an und geht erst nach Mitternacht. Sein Einfluss erstreckt sich auf alle fußballerischen Entscheidungen, wie er The Telegraph erzählte: „Ich treffe alle fußballerischen Entscheidungen… Ich bin so glücklich und glücklich, dass wir einen Präsidenten haben, der mir sehr vertraut und mir das Vertrauen gegeben hat, alle fußballerischen Entscheidungen zu treffen. Das ist für mich wirklich wichtig.“
Zu den Spekulationen äußerte sich Fabregas gegenüber Telegraph Sport und räumte die Anziehungskraft der englischen Top-Liga ein, betonte aber seinen aktuellen Fokus. „Die Premier League ist die beste Liga der Welt. Das habe ich immer sehr, sehr deutlich gesagt. Ich habe es als Spieler gespürt, ich spüre es als Trainer, als Fan“, erklärte er. „Aber [José] Mourinho sagte mir eines Tages, als ich bei Chelsea war: ‚Ich habe noch 30 Jahre zu arbeiten.‘ Also könnte ich hypothetisch 10 Jahre hier [Como] sein, und man kann immer noch in 12, 15 Jahren in die Premier League gehen. Fußball ist so unberechenbar, er ändert sich in einer Sekunde. Eines Tages bist du der Beste. Am Tag danach bist du der Schlechteste. Also lasst uns den Moment genießen. Ich genieße gerne den Moment. Es ist wunderschön, was wir hier erleben. Mal sehen, was die Zukunft bringt.“
Trotz seines derzeitigen Engagements für Como bestätigte Fabregas gegenüber Telegraph Sport, dass er „natürlich“ eines Tages als Trainer in die Premier League zurückkehren wird, was die Tür für eine mögliche zukünftige Wiedervereinigung mit seinem ehemaligen Verein offen lässt.
Quellen: www.telegraph.co.uk
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