Spieler bei der kommenden FIFA Fussball-Weltmeisterschaft in Nordamerika erhalten eine neue, eindeutige Geste, um Schiedsrichter auf rassistische Vorfälle aufmerksam zu machen, wie die FIFA bestätigt und Sportbible berichtet hat. Das Turnier, das in einem überarbeiteten Format mit 48 Teams und 104 Spielen in Mexiko, Kanada und den Vereinigten Staaten ausgetragen wird, beginnt am Donnerstag, den 11. Juni, mit dem Eröffnungsspiel zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika.
Im Mittelpunkt der FIFA-Kampagne ‚No Racism‘ steht ein spezifisches Signal: Spieler werden angewiesen, ihre Unterarme zu kreuzen und eine ‚X‘-Geste zu formen. Dieses Signal soll die Aufmerksamkeit des Schiedsrichters sofort auf jegliche rassistische Beleidigungen lenken, sei es auf oder neben dem Spielfeld.
Drei-Stufen-Protokoll zur Bekämpfung von Beleidigungen
Sobald ein Spieler die ‚X‘-Geste macht, wird ein Drei-Stufen-Verfahren für den Spieloffiziellen ausgelöst. Der Schiedsrichter muss dann:
- Das Spiel unterbrechen
- Das Spiel möglicherweise für 15 Minuten unterbrechen
- Das Spiel komplett abbrechen, wenn die Beleidigungen anhalten
Die Initiative erhielt beim 74. FIFA-Kongress 2024 in Bangkok die einstimmige Unterstützung aller 211 FIFA-Mitgliedsverbände. FIFA-Präsident Gianni Infantino betonte die Bedeutung dieses Schrittes und erklärte: „Die Einführung der ‚No Racism‘-Geste bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft 2024 in Kolumbien ist ein wichtiger erster Schritt, um Spielerinnen und Spieler weltweit zu stärken.“ Er fügte hinzu: „Nun, da sie im Drei-Stufen-Verfahren verankert ist, freuen wir uns darauf, dass sie weltweit mit maximaler Wirkung eingesetzt wird.“
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Der Weg der Geste auf die WM-Bühne
Die Geste wurde erstmals bei der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft eingesetzt und ist seitdem auch im Vereinsfußball zu beobachten. Die Schiedsrichter Ramon Abatti und Francois Letexier nutzten das Signal in zwei Spielen von Real Madrid, nachdem Berichte über mutmaßliche rassistische Beleidigungen der Spieler Antonio Rüdiger und Vinicius Jr. gegen Pachuca bzw. Benfica vorlagen. Allerdings wurde die Geste bisher noch nicht von einem Spieler während eines Spiels eingesetzt, noch war sie bei einem Weltcup-Turnier zu sehen.
Wie Henry Winter enthüllte, wurden Spieler, die an der kommenden Weltmeisterschaft teilnehmen, darunter der schottische und Aston Villa-Star John McGinn, bereits bei Fototerminen bei der Ausführung der Geste gesehen, was ihre Bereitschaft signalisiert, das neue Protokoll auf der globalen Bühne zu übernehmen. Diese geschlossene Front soll ein starkes Zeichen gegen Rassismus im Fußball und in der Gesellschaft insgesamt setzen.
Quellen: www.sportbible.com
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