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FIFA verteidigt obligatorische Trinkpausen bei der Weltmeisterschaft inmitten von Fan- und Spielerprotesten

Die FIFA verteidigt die umstrittenen obligatorischen Trinkpausen bei der WM 2026, die trotz Fan- und Spielerprotesten fortgesetzt werden.

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Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 hat ein umstrittenes neues Element eingeführt: obligatorische Trinkpausen in jedem Spiel, unabhängig von den Wetterbedingungen. Dies stellt eine erhebliche Abkehr von früheren Turnieren dar, bei denen solche Unterbrechungen nur bei extremer Hitze eingeführt wurden. Die Entscheidung hat weitreichende Kritik von Fans, Experten und Spielern gleichermaßen hervorgerufen, wobei englische Fans in den Stadien die Pausen ausbuhten und der niederländische Star Virgil van Dijk seine Missbilligung äußerte.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich zu der wachsenden Kontroverse geäußert und die Gründe für die Unterbrechungen in der 22. und 67. Minute erläutert. Infantino betonte das Wohlergehen der Spieler und die Gewährleistung gleicher Bedingungen in allen Spielen als Hauptantrieb für die neue Regel und wies Behauptungen zurück, die Pausen seien auf kommerziellen Gewinn ausgelegt.

FIFA verteidigt Spielerwohl und gleiche Bedingungen

Infantino hob die anspruchsvolle Natur des erweiterten WM-Spielplans als Schlüsselfaktor hervor. „Der Hauptgrund ist die Hitze, aber wir müssen auch verstehen, dass in einem Wettbewerb wie der (FIFA) Weltmeisterschaft, der über 39 Tage gespielt wird, wobei Teams potenziell acht Spiele in diesen 39 Tagen bestreiten, ein Moment der Ruhe extrem wichtig ist“, erklärte er. Dieser Spielplan, der sich über etwas mehr als fünf Wochen erstreckt, stellt eine erhebliche körperliche Belastung für die Athleten dar.

Über die Spielerregeneration hinaus zielt die FIFA auch darauf ab, die Spielbedingungen zu standardisieren. Die Organisation argumentiert, dass die universelle Einführung von Pausen verhindert, dass Trainer aufgrund unterschiedlicher Temperaturen zwischen den Spielen einen unfairen Vorteil erlangen. Historisch wurden Pausen nur dann angeordnet, wenn die Temperaturen bestimmte Schwellenwerte erreichten, was zu Inkonsistenzen führte. Nun wird jedes Team in jedem Spiel die gleichen strukturierten Pausen erleben, unabhängig vom lokalen Klima, selbst wenn einige Spiele „perfekte Wetterbedingungen für den Fußball“ aufwiesen.

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Kommerzielle Interessen dementiert

Ein Großteil der Kritik konzentrierte sich auf den Verdacht, dass diese Pausen hauptsächlich dazu dienen, dass Sender zusätzliche Werbung einblenden und somit mehr Einnahmen für die FIFA generieren. Infantino wies diese Anschuldigungen vehement zurück und beteuerte, dass kommerzielle Überlegungen bei der Entscheidung keine Rolle spielten.

„Es gibt keine zusätzlichen Einnahmen für die FIFA, da alle kommerziellen Vereinbarungen weit im Voraus unterzeichnet wurden. Dies ist also kein finanzielles Thema für uns. Für uns ist es eine rein sportliche Angelegenheit“, stellte Infantino in einer Erklärung klar, die auf inside.fifa.com veröffentlicht wurde. Er betonte, dass die Entscheidung rein aus sportlicher Sicht getroffen wurde, wobei der Fokus auf der Gesundheit der Spieler und der sportlichen Fairness lag.

Trotz der anhaltenden Gegenreaktion hat die FIFA bestätigt, dass die obligatorischen Trinkpausen für den Rest der Weltmeisterschaft, die am 19. Juli endet, fortgesetzt werden. Die Debatte über ihre Notwendigkeit und ihren Einfluss auf den Spielfluss wird jedoch voraussichtlich anhalten.

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