Ghanas tiefer Abwehrblock bremst England aus
Englands WM-Schwung geriet in Boston ins Stocken, als die Mannschaft von Thomas Tuchel von einem disziplinierten ghanaischen Team zu einem 0:0-Unentschieden gezwungen wurde.
Nach dem Optimismus, der durch den 4:2-Sieg gegen Kroatien im Eröffnungsspiel entstanden war, war dies eine deutlich blassere Leistung. England hatte lange Ballbesitzphasen und verbrachte einen Großteil des Abends damit, um Ghanas Strafraum herum zu sondieren, doch selten verwandelten sie die Kontrolle in echte Gefahr.
Laut dem Spielbericht von England Football traf Nico O’Reilly spät die Unterkante der Latte, bevor Harry Kane den Abpraller über das Tor schoss, wodurch sich England mit einem Punkt begnügen musste.
Das Ergebnis lässt England mit vier Punkten aus zwei Spielen punktgleich mit Ghana und weiterhin gut positioniert für die K.o.-Phase. Doch die Leistung reichte aus, um einen Teil der Euphorie zu dämpfen, die auf den Kroatien-Sieg gefolgt war.
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Richards fordert mehr Mut
Englands mangelnde Durchschlagskraft erntete schnell Kritik von ehemaligen Spielern und Experten.
Laut Michael Jones von The Independent sagte Micah Richards auf BBC One: „Das Frustrierende für mich war, dass England nicht mutig genug war. Wir sprachen über Kroatien, als sie in ihrer Formation waren und genau wussten, was sie tun wollten, sie waren energisch.
„Ja, wir wussten, dass sie auf ein Team treffen würden, das einen tiefen Abwehrblock bildet, kann man diesen knacken? Ich habe einfach das Gefühl, dass zu viele sichere Pässe gespielt wurden. Man muss mutiger sein, wenn man gegen ein Team mit einem solchen tiefen Abwehrblock spielt.“
Die Kritik spiegelte eine breitere Besorgnis wider. England bewegte den Ball oft genug, aber nicht immer mit der Geschwindigkeit oder dem Risiko, das nötig gewesen wäre, um Ghana aus der Position zu locken.
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Ghana erntet Lob für Disziplin
Ghanas Plan war nicht abenteuerlich, aber effektiv. Sie schlossen die zentralen Räume, schützten ihren Strafraum und zwangen England, Antworten über die Flügel und Standardsituationen zu suchen.
Wie Ron Walker von Sky Sports berichtete, frustrierte Ghana England in ihrem zweiten Gruppenspiel und hinterließ Tuchels Team noch Arbeit, um den ersten Platz in Gruppe L zu sichern.
Wayne Rooney wies ebenfalls auf Englands Schwierigkeiten auf den Flügeln hin und sagte: „Für mich war der Schlüssel, Flanken in den Strafraum zu bringen, von dort kamen alle Flanken, und wir haben nicht genug Flanken geschlagen. Das war eine typische Mannschaftsleistung von Carlos Queiroz. Ghana war exzellent, die Disziplin, die Konzentration in ihrer Verteidigung.“
Das Unentschieden war keine Katastrophe für England, aber es war eine Erinnerung daran, dass Ballbesitz allein nicht ausreichen wird gegen Teams, die bereit sind, tief zu stehen und massiert zu verteidigen.
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Bendtner zeigte sich unbeeindruckt
Das Spiel tat auch wenig, um neutrale Beobachter zu überzeugen.
Laut TV 2 Sport gehörte Nicklas Bendtner zu denen, die vom Spektakel enttäuscht waren, wobei Ghanas defensiver Ansatz erfolgreich war, England aber kaum offensive Unterhaltung bot.
Das war die zentrale Frustration für England. Sie wurden nicht ausgespielt, aber sie wurden eingedämmt. Ghana akzeptierte lange Phasen ohne Ballbesitz und vertraute auf seine defensive Struktur. England konnte trotz seiner technischen Qualität nicht genug Variation finden, um den Durchbruch zu erzielen.
Tuchels Mannschaft hat weiterhin den Vorteil
Tuchel hat wenig Grund zur Panik, doch Englands letztes Gruppenspiel hat nun zusätzliche Bedeutung.
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Laut der Spielvorschau der FIFA beendet England seine Gruppe-L-Kampagne gegen Panama am Samstag, den 27. Juni, im New York New Jersey Stadium.
Ein Sieg würde England in eine starke Position bringen, um die Gruppe zu gewinnen. Doch nach dem Unentschieden gegen Ghana ist die Botschaft klar genug: Wenn England in diesem Turnier weit kommen will, werden sie mehr Tempo, mehr Kreativität und mehr Mut brauchen, wenn Gegner beschließen, das Spiel abzuwürgen.
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