Ecuador zieht nach umstrittenem Deutschland-Auftakt weiter
Ecuadors 2:1-Sieg über Deutschland war eines der Gesprächsthemen der WM-Nacht, nicht nur, weil er die Südamerikaner in die K.o.-Phase beförderte, sondern auch wegen der Kontroverse um Deutschlands frühes Tor.
Laut dem Live-Bericht des Guardian zum Spiel Deutschland gegen Ecuador brachte Leroy Sané Deutschland innerhalb von zwei Minuten in Führung, doch Ecuador war wütend, dass das Spiel weitergelaufen war, nachdem Aleksandar Pavlović‘ hoher Fuß Pedro Vite kurz vor dem Tor im Kopfbereich getroffen hatte.
Der VAR griff nicht ein, und das Tor zählte. Ecuador erholte sich schnell, glich in der neunten Minute durch Nilson Angulo aus, bevor Gonzalo Plata in der 77. Minute den Siegtreffer erzielte.
Die Entscheidung erntete dennoch heftige Kritik. Laut TV 2s WM-Zusammenfassung der Nacht bezeichnete der dänische Fußballexperte Bo Henriksen das Ausbleiben einer VAR-Überprüfung als „Skandal“.
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„Dass der VAR sich das nicht einmal ansieht, ist ein Skandal. Ich kann vollkommen verstehen, dass sie wütend, zornig, frustriert und erzürnt sind, denn es gibt überhaupt keinen Zweifel. Er tritt ihn direkt an den Kopf. Es ist ein riesiger, riesiger, riesiger Fehler des VAR“, sagte Henriksen.
Deutschland hatte sich bereits den ersten Platz in Gruppe E gesichert, doch die Niederlage beendete eine Serie von elf Siegen. Ecuador zog derweil als eines der besten drittplatzierten Teams weiter.
Schweden zittert sich nach Elanga-Ausgleich weiter
Auch Schweden sicherte sich einen Platz im Achtelfinale, wenngleich der Weg dorthin alles andere als komfortabel war.
Laut dem FIFA-Spielbericht zu Japan gegen Schweden brachte Daizen Maeda Japan in Führung, bevor Anthony Elanga mit einem wuchtigen Abschluss ausglich. Das 1:1-Unentschieden reichte beiden Nationen, um hinter den Niederlanden in Gruppe F weiterzukommen.
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Schweden beendete die Gruppe als Dritter, aber ihre vier Punkte reichten aus, um sie als eines der besten drittplatzierten Teams weiterzubringen.
Das Ergebnis war willkommen. Die Verletzungsnachrichten nicht.
Hien-Verletzung überschattet schwedische Erleichterung
Schwedens Qualifikation wurde durch den Anblick von Isak Hien getrübt, der das Spiel in der ersten Halbzeit verletzt verlassen musste.
Laut Aftonbladets Bericht über Hiens Verletzung musste der Verteidiger in der 37. Minute vom Feld und wurde später auf Krücken gesehen. Schwedens Betreuer sagten, er werde weiter untersucht, aber die ersten Anzeichen seien nicht ermutigend.
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Graham Potter tat nach dem Spiel wenig, um die Ängste zu zerstreuen.
„Ich denke schon. Es sieht schlecht aus. Es ist verheerend für ihn“, sagte der schwedische Trainer, als er gefragt wurde, ob Hiens Turnier beendet sein könnte.
Auch Victor Nilsson Lindelöf musste vom Feld, doch seine Situation scheint weniger ernst. Der schwedische Verteidiger litt Berichten zufolge unter Krämpfen und wird voraussichtlich wieder einsatzbereit sein.
Tore und Zuschauerzahlen erreichen neue Höchststände
Die erweiterte WM mit 48 Teams schrieb auch weiterhin die Geschichtsbücher neu.
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Auston Trustys frühes Tor für die Vereinigten Staaten gegen die Türkei war das 173. Tor des Turniers und übertraf damit die 172 Tore, die bei der gesamten WM 2022 in Katar erzielt wurden. Laut dem FIFA-Bericht über den 3:2-Sieg der Türkei gegen die Vereinigten Staaten hinderte das Ergebnis die USA nicht am Weiterkommen, beendete aber ihre Gruppenphase mit der Erinnerung daran, dass die K.o.-Runde einen anderen Druck mit sich bringen wird.
Auch der Zuschauerrekord fiel. Laut dem Bericht von Yahoo Sports unter Berufung auf FIFA-Zuschauerzahlen erreichte das Turnier während des Spiels Deutschland gegen Ecuador im MetLife Stadium 3.605.357 Zuschauer und übertraf damit den bisherigen WM-Rekord von 3.587.538, der 1994 in den Vereinigten Staaten aufgestellt wurde.
Da die K.o.-Runden noch bevorstehen, werden beide Rekorde weiter steigen.
Weitere Ergebnisse halten das Turnier in Bewegung
Andernorts besiegten die Niederlande Tunesien mit 3:1 und beendeten ihre Gruppe stilvoll, während die Elfenbeinküste Curaçao mit 2:0 besiegte, um aus Gruppe E in die K.o.-Phase einzuziehen.
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Paraguay und Australien trennten sich in San Francisco in einem spannenden Spiel 0:0. Laut der Live-Berichterstattung des Guardian zu Paraguay gegen Australien zog Australien als Zweiter in Gruppe D weiter, während Paraguay sich ebenfalls in eine gute Ausgangsposition brachte, um als eines der besten drittplatzierten Teams fortzufahren.
Die Nacht machte das K.o.-Bild deutlich klarer, aber nicht ohne Komplikationen. Der VAR sorgte erneut für eine große Debatte. Schweden zog mit defensiven Sorgen weiter. Norwegen hat nun eigene.
Norwegen verliert Ryerson vor Frankreich-Test
Julian Ryerson wird Norwegens letztes Gruppenspiel gegen Frankreich verpassen, nachdem er sich früh im 3:2-Sieg über Senegal verletzt hatte.
Laut VGs Bericht über Ryersons Abwesenheit bestätigte Norwegens Trainer Ståle Solbakken, dass der Verteidiger von Borussia Dortmund nicht im Kader stehen wird.
„Ja, er fällt für morgen aus. Er ist nicht nach Hause gefahren, wir behalten ihn hier und hoffen, dass er Fortschritte macht. Es geht ihm heute besser als gestern. Aber morgen ist er nicht einsatzbereit“, sagte Solbakken.
Das lässt Norwegen auf der Rechtsverteidigerposition vor einem Spiel, das über den Gruppensieg entscheidet, unterbesetzt. Frankreich führt nach Tordifferenz, was bedeutet, dass Norwegen einen Sieg braucht, um Erster zu werden.
Für ein Turnier, das bereits Rekorde, Kontroversen und späte Dramen geliefert hat, beginnt die nächste Phase nun mit mehreren großen Nationen, die sowohl Schwung als auch neue Sorgen mit sich bringen.



