Ein Rekord, der auf Stille basiert
Spanien hat sich in die Geschichtsbücher der Weltmeisterschaft eingetragen, nachdem es zum sechsten Mal in Folge ohne Gegentor blieb – eine Serie, die zuvor noch keiner Nation in der Turniergeschichte gelungen war.
Die jüngste Zu-Null-Partie gelang beim 1:0-Sieg über Portugal, ein Ergebnis, das Spanien ins Viertelfinale beförderte und Cristiano Ronaldos WM-Karriere beendete.
Laut The Times erzielte Mikel Merino in der Nachspielzeit das entscheidende Tor, womit die Mannschaft von Luis de la Fuente ins Spiel gegen Belgien einzog.
Es war ein weiterer knapper Sieg, aber auch eine weitere Partie, in der Spaniens Gegner keinen Weg durch die Abwehr fanden.
Lesen Sie auch: Rodri bricht sein Schweigen nach Respektlosigkeit gegenüber Bernardo Silva in Ronaldos letztem WM-Spiel
Sechs Spiele ohne Gegentor
Die Serie erstreckt sich über zwei Turniere.
Spaniens Serie begann mit dem 0:0 gegen Marokko bei der Weltmeisterschaft 2022, einem Spiel, das sie schließlich im Elfmeterschießen verloren. Sie setzte sich in fünf Spielen des Turniers 2026 fort.
Laut OptaFranz ist diese Leistung historisch: „6 – Spanien ist die erste Mannschaft in der Geschichte der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft, die in sechs aufeinanderfolgenden Spielen ohne Gegentor blieb (1 Spiel 2022, 5 Spiele 2026). Unschlagbar.“
Der Rekord unterstreicht einen Wandel in Spaniens Turnieridentität. Lange Zeit mit Ballbesitz, Kontrolle und technischer Dominanz assoziiert, wird La Roja nun auch durch ihre defensive Disziplin definiert.
Lesen Sie auch: Bayern zerstreuen Bedenken nach geplantem Musiala-Eingriff
Italiens Bestmarke übertroffen
Die bisherige Bestmarke war eng mit Italiens berühmter WM-Mannschaft von 1990 verbunden.
Laut NDTV Sports stellte Walter Zenga bei der WM 1990 die alte Bestmarke auf, mit fünf aufeinanderfolgenden Spielen ohne Gegentor und einer langen Serie ohne Gegentreffer im Tor.
Spanien hat diese Marke nun als Mannschaft übertroffen, während Torhüter Unai Simón seine eigene WM-Serie ohne Gegentor auf 609 Minuten ausgebaut hat.
Diese Zahl spiegelt nicht nur die Form des Torhüters wider, sondern auch die Struktur vor ihm. Spanien hat Chancen begrenzt, das Tempo kontrolliert und Gegner zu zunehmend verzweifelten Angriffsphasen gezwungen.
Lesen Sie auch: Tour de France: Experten nennen Favoriten für 4. Etappe und erwarten Ausreißer-Meisterleistung
Eine Plattform für einen tieferen Vorstoß
Spaniens Rekord wird für De la Fuente wenig bedeuten, wenn er nicht zu etwas Größerem führt.
Das Viertelfinale gegen Belgien bietet nun einen weiteren Test, ob diese Defensivserie gegen eine der gefährlichsten Offensivmannschaften des Turniers Bestand haben kann.
Dennoch haben die Zahlen bereits Gewicht.
Sechs WM-Spiele ohne Gegentor sind nicht nur eine statistische Kuriosität. Es ist ein Zeichen von Kontrolle, Konzentration und Turniererfahrung einer spanischen Mannschaft, die plötzlich für mehr als nur schönen Fußball gemacht zu sein scheint.
Lesen Sie auch: Trump gibt zu: „Er gab ihm eine Rote Karte, ich wusste nicht, was das bedeutete“
Lesen Sie auch: Jürgen Klopp wettert gegen "verrückte" Berichte über Trump-Infantino-Anruf wegen Balogun-Sperre



