Über Gianni Infantinos berufliche Zukunft wird inzwischen im gesamten Weltfußball diskutiert. Seine Familie hält sich dagegen vollständig aus der öffentlichen Auseinandersetzung heraus.
Die UEFA bereitet in der Schweiz strafrechtliche Schritte gegen den FIFA-Präsidenten und möglicherweise weitere Funktionäre und Berater vor. Im Zentrum steht das aufgegebene Projekt FIFA Forward Enterprise.
Wie The Guardian berichtet, hat der europäische Verband ein US-Gericht um Zugang zu Unterlagen von FIFA-Unternehmen und Thrive Capital gebeten. Das Material könnte für ein späteres Verfahren wegen mutmaßlicher krimineller Misswirtschaft verwendet werden.
Die Vorwürfe wurden bisher nicht gerichtlich geprüft. Infantino wurde weder angeklagt noch verurteilt.
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Keine öffentliche Reaktion seiner Ehefrau
Seit Bekanntwerden der jüngsten UEFA-Schritte ist keine öffentliche Stellungnahme von Infantinos Ehefrau Leena Al Ashqar oder einem anderen engen Familienmitglied bekannt geworden.
Das Schweigen bedeutet nicht automatisch Zustimmung oder Ablehnung. Es entspricht vielmehr der privaten Haltung, die Al Ashqar während der gesamten Amtszeit ihres Mannes bei der FIFA verfolgt hat.
Wie von Town & Country beschrieben, vermeidet die im Libanon geborene Al Ashqar Interviews und besitzt keine öffentlichen Profile in den sozialen Medien.
Sie arbeitete früher in der Verwaltung und Veranstaltungsplanung des libanesischen Fußballverbands. Dort lernte sie Infantino kennen. Das Paar heiratete 2001 und hat vier Töchter.
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Al Ashqar nimmt gelegentlich an wichtigen Fußballveranstaltungen teil, darunter die WM-Auslosung 2026 und das Finale der Klub-WM 2025. Öffentlich äußert sie sich jedoch nur äußerst selten. Kein Familienmitglied besitzt eine formelle Führungsposition innerhalb der FIFA.
Schwere Vorwürfe wegen Milliardenprojekt
Die Kontroverse betrifft Infantinos Plan, privaten Investoren für 4,2 Milliarden Dollar einen dauerhaften Anteil von 20 Prozent am kommerziellen Geschäft der FIFA zu verkaufen.
Die Anwälte der UEFA bezeichnen die daraus resultierende Bewertung von 20 Milliarden Dollar als „absurd niedrig“. Es habe weder eine offene Auktion noch eine unabhängige Bewertung gegeben. Außerdem soll das Projekt von Infantino und einem kleinen Beraterkreis im Geheimen vorbereitet worden sein.
Infantino zog den Vorschlag nach massiven Boykottdrohungen zurück. Die UEFA fordert inzwischen eine unabhängige Untersuchung und will bei der FIFA-Wahl 2027 einen Gegenkandidaten unterstützen.
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Private Familie, öffentliche Krise
Al Ashqar ist nicht verpflichtet, sich zu Vorwürfen über die berufliche Tätigkeit ihres Mannes zu äußern. Ihr Schweigen passt zu einem Familienleben, das bewusst aus den Medien herausgehalten wird.
Der Kontrast bleibt dennoch auffällig. Während Fußballfunktionäre offen über Infantinos Zukunft diskutieren, gibt es von den Menschen, die ihm am nächsten stehen, keinerlei öffentliche Hinweise darauf, wie die Krise seine Familie beeinflusst.
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