Die wachsende Auseinandersetzung zwischen der Regierung von Donald Trump und Kanada ist nun auch in einer NFL-Übertragung angekommen.
Kommentatorenlegende Al Michaels nutzte das Vorbereitungsspiel zwischen den Cleveland Browns und den New England Patriots für einen deutlichen Scherz über Trumps Entscheidung, den Ontariosee in „Lake America“ umzubenennen.
Wie die New York Post berichtet, ereignete sich der Moment, als Amazon Prime Video Luftaufnahmen vom Huntington Bank Field, der Skyline von Cleveland und dem Eriesee zeigte.
Michaels scherzt live über Trump
„Das ist der Eriesee. Wir glauben, dass er immer noch Eriesee heißt. Ganz sicher sind wir uns derzeit nicht“, sagte Michaels, während sein Kollege Kirk Herbstreit lachte.
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Der 81-Jährige erklärte anschließend, dass das Übertragungsteam später in der Saison bei einem Spiel in Buffalo in der Nähe des Ontariosees sein werde. Michaels vermied bewusst einen eindeutigen Namen und fügte hinzu: „Ihr wisst, wovon ich spreche. Lest die Nachrichten.“
Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump per Erlass angeordnet, dass die US-Bundesregierung den Namen Lake America verwenden soll. Kanada muss die Änderung nicht anerkennen. Damit könnten auf den beiden Seiten desselben Sees künftig unterschiedliche Namen verwendet werden.
Cleveland gewann das Spiel am Ende mit 37:13, doch Michaels’ Bemerkung entwickelte sich schnell zu einem der meistdiskutierten Momente der Übertragung.
Vance sorgt mit „Bundesstaat“ für Aufsehen
Trump ist nicht das einzige Regierungsmitglied, das mit seiner Wortwahl über Kanada Aufmerksamkeit erregt.
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Wie von People beschrieben, bezeichnete Vizepräsident JD Vance Kanada kürzlich während einer Rede im Bundesstaat Maine als „Bundesstaat“.
„Entschuldigung, Freud’scher Versprecher“, sagte Vance und versicherte anschließend, die Bemerkung sei tatsächlich versehentlich gefallen. Danach kritisierte er Kanadas Handelspolitik und erklärte, das Land sei stark auf den militärischen Schutz der USA angewiesen.
Die Aussage erhielt zusätzliche Bedeutung, weil Trump wiederholt über Kanada als möglichen 51. US-Bundesstaat gesprochen hat.
Eishockey gerät in den Handelsstreit
Der Sport ist auch unmittelbar von der Auseinandersetzung betroffen. Laut The Guardian gehören kanadische Eishockeyschläger zu den Produkten, die vom eskalierenden Zollstreit erfasst werden.
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Eishockey ist eine der stärksten kulturellen Verbindungen zwischen den Ländern. Die NHL funktioniert zudem als grenzüberschreitende Liga, in der Teams und Spieler regelmäßig zwischen Kanada und den USA reisen.
Michaels’ Scherz zeigte, wie schwer sich die politische Spannung inzwischen vom Sport trennen lässt. Eine gewöhnliche Luftaufnahme eines NFL-Stadions und eines der Großen Seen reichte aus, um den Kanada-Konflikt von Trump und Vance ins amerikanische Hauptabendprogramm zu bringen.
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