Phil Fodens Platzverweis in der 23. Minute des Manchester-Derbys hat eine neue Debatte über die VAR-Protokolle entfacht, insbesondere nachdem Bruno Fernandes von Manchester United für seine Rolle in der Auseinandersetzung ungestraft davongekommen war. Schiedsrichter Michael Oliver zeigte dem Mittelfeldspieler von Manchester City die Rote Karte, eine Entscheidung, die später vom VAR bestätigt wurde, doch die wahrgenommene Inkonsistenz in der Handhabung des Vorfalls hat Kritik hervorgerufen.
Der Zündfunke entstand, als Fernandes Foden offenbar mit einem kleinen Tritt provozierte, während der City-Spieler am Boden lag. Foden reagierte, indem er nach Fernandes trat. Das Spielzentrum der Premier League bestätigte, dass der VAR Fodens Aktion als „Tritt mit beiden Füßen in den Magen“ beschrieb, was zur Bestätigung von Olivers Entscheidung auf dem Feld wegen gewalttätigen Verhaltens führte.
Fernandes jedoch, der den Kontakt initiierte, wurde weder auf dem Feld verwarnt noch vom VAR für seine Aktionen überprüft. Dieses Versäumnis war ein zentraler Streitpunkt, da das VAR-Protokoll besagt, dass es bei einer übersehenen Gelben Karte nicht eingreifen kann. Der ehemalige Manchester United-Spieler und Kommentator Gary Neville äußerte während des Spiels seine Überraschung und erklärte: „Ich bin überrascht, dass Bruno keine Gelbe Karte bekommen hat, ich glaube nicht, dass es eine Rote ist, aber er ist ungeschoren davongekommen. Er hat Foden definitiv eine Reaktion entlockt, die seinen Teamkollegen helfen wird.“
Fodens Sperre und Derby-Historie
Die Rote Karte bedeutet, dass Foden für die nächsten drei Spiele von Manchester City ausfallen wird, ein erheblicher Schlag für Trainer Enzo Maresca. Der Platzverweis ist auch ein seltenes Ereignis in dem hart umkämpften Derby, da Foden der erste Spieler seit fast einem Jahrzehnt ist, der in einem Manchester-Derby vom Platz gestellt wurde. Der letzte Spieler, der in diesem Duell eine Rote Karte erhielt, war Marouane Fellaini für einen Kopfstoß gegen Sergio Agüero im April 2017.
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Für Foden, der nun seit 34 Pflichtspielen ohne Torerfolg ist, kommt die Sperre zu einer ohnehin schon schwierigen Phase hinzu. Neville, der in seiner Karriere selbst in einem Manchester-Derby vom Platz gestellt wurde, zeigte Verständnis für Fodens Reaktion. „Er hat in den Magen getreten. Damit kommt er nicht davon. Man versteht, warum er Foden verärgert hat, er denkt, Bruno hat ihn getreten, als er am Boden lag. Er reagiert dann schlecht. Der VAR beschrieb es als Tritt mit beiden Füßen in den Magen. Ich habe in einem Manchester-Derby reagiert und bin vom Platz gestellt worden, es ist ein schmerzhafter Gang durch den Tunnel.“
Trotz der Kontroverse um Fernandes‘ mangelnde Bestrafung hielt die Premier League an der Entscheidung bezüglich Foden fest. Eine Erklärung bestätigte: „Die Entscheidung des Schiedsrichters, Foden wegen gewalttätigen Verhaltens die Rote Karte zu zeigen, wurde vom VAR überprüft und bestätigt.“ Der Vorfall hat einmal mehr die Komplexität und die Grenzen der VAR-Anwendung aufgezeigt, insbesondere in Situationen, die mehrere Spieler und eskalierende Spannungen betreffen.
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