Dayana Yastremska

„Bravo, Russland“ und Hass gegen Deutschland: Trainervereinigung greift durch

Der serbische Tennistrainer Vladimir Odobašić feierte Russland unter einem Beitrag über die zerstörte Wohnung einer ukrainischen Spielerin. Kurz darauf wurde seine Mitgliedschaft in einer internationalen Trainervereinigung suspendiert.

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Ein russischer Raketenangriff hatte ein Wohnhaus in der ukrainischen Hafenstadt Odesa schwer getroffen.

Die Tennisspielerin Dayana Yastremska veröffentlichte anschließend Bilder der Wohnung ihrer Familie. Unter dem Beitrag erschien eine kurze Reaktion, die in der Tenniswelt für Entsetzen sorgte.

Zwei Worte unter den Bildern

Yastremska erklärte, dass die Familienwohnung beim russischen Angriff in der Nacht zum 12. September vollständig zerstört worden sei.

Nach ihren Angaben traf ein Kalibr-Marschflugkörper direkt den 22. Stock des Gebäudes.

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„So sieht die ‚russische Welt‘ aus“, schrieb die Ukrainerin laut Suspilne Sport.

Kurz darauf meldete sich Vladimir Odobašić unter dem Beitrag zu Wort.

„Bravo, Russland“, schrieb der serbische Tennistrainer nach Angaben von Digi24.

Der Kommentar wurde später gelöscht. Zu diesem Zeitpunkt kursierten jedoch bereits Screenshots in den sozialen Netzwerken.

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Auch Deutschland im Visier

Bei dem Beitrag blieb es nicht.

In einer weiteren Nachricht forderte Odobašić den Tod Kroatiens und Deutschlands sowie ihrer Verbündeten und der Feinde Großserbiens und Russlands.

Zudem teilte er Bilder eines Feuers auf der kroatischen Insel Brač. Dazu schrieb er, dass für jedes unschuldige serbische Opfer und jede vergossene serbische Träne bezahlt werde.

Für zusätzliche Empörung sorgt, dass Odobašić im Laufe seiner Karriere eng mit jungen Spielern gearbeitet hat. Sein Schwerpunkt lag auf Nachwuchsförderung, Einzeltraining und internationalen Tenniscamps, berichtet Sportske novosti.

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Mitgliedschaft nicht mehr gültig

Die Global Professional Tennis Coach Association, kurz GPTCA, reagierte auf die Äußerungen.

Auf Odobašićs offizieller Profilseite heißt es inzwischen, seine Mitgliedschaft sei suspendiert worden und nicht länger gültig.

Der Serbe verfügte über die höchste A-Level-Qualifikation der Organisation und hatte mehr als 23 Jahre Erfahrung als Trainer.

Die Maßnahme ist kein allgemeines Berufsverbot im Tennis. Odobašić verliert damit jedoch seine gültige Mitgliedschaft und seinen Status innerhalb der internationalen Trainervereinigung.

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Gerade seine Tätigkeit mit Nachwuchsspielern macht den Fall besonders brisant. Von einem Trainer wird nicht nur sportliche Kompetenz erwartet, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit jungen Menschen, der mit öffentlichen Todeswünschen kaum vereinbar ist.

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