Keely Hodgkinson

Olympiasiegerin enthüllt Rennanzug, der bei Olympia 2028 in Los Angeles verboten ist

Keely Hodgkinson gewann im eigens entworfenen Nike-Anzug. Der Ausrüstervertrag von Team GB steht einem Olympia-Einsatz im Weg.

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Der schwarze Laufanzug mit Kapuze von Keely Hodgkinson sollte auffallen und den Luftwiderstand verringern. Die Olympiasiegerin über 800 Meter trug das Einzelstück von Nike bei ihrem Sieg beim Athlos-Meeting in London am 18. September. Mit Blick auf die Spiele 2028 in Los Angeles stellt sich nun die Frage, ob sie darin auch für Großbritannien antreten kann.

Nach der derzeitigen Ausrüsterlage kann der Nike-Anzug nicht einfach zu ihrem Olympia-Trikot werden. UNILAD berichtete über den Konflikt zwischen persönlichem Sponsor und Team-Ausrüster. Laut der Vereinbarung von Team GB und Adidas stellt Adidas die Wettkampfkleidung für Los Angeles 2028 und Brisbane 2032. Es geht damit um Teamkleidung, nicht um eine persönliche Sanktion oder ein technisches Verbot des Anzugs.

Warum Hodgkinson dieses Modell wollte

Der offene Rücken diente dem Komfort und entsprach zugleich ihrem Stil. Hodgkinson wollte sich bequem und „ein bisschen sexy“ fühlen; die Öffnung sorgte beim Laufen für Kühlung, berichtete UNILAD in einem zweiten Artikel. Die Entwicklung habe mit Anproben und Anpassungen ungefähr ein Jahr gedauert. Das Frauen-Leichtathletikmeeting Athlos erschien ihr als passende Bühne für die Premiere.

Bei einem Detail blieb sie kompromisslos: Ihr Pferdeschwanz sollte sichtbar sein. Die Kapuze soll den Luftwiderstand im Bereich der Haare verringern, doch für den Pferdeschwanz wurde eine eigene Öffnung eingearbeitet. Nike beschreibt außerdem den freien Rücken und kleine, auf den Stoff gedruckte aerodynamische Elemente. Der Hersteller verspricht sich davon einen Leistungsvorteil; aus einem Rennen lässt sich dessen Größe nicht bestimmen.

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Sieg in London, andere Kleidung in Los Angeles

Hodgkinson gewann die 800 Meter in 1:56,40 Minuten, wie die offiziellen Ergebnisse von World Athletics zeigen. Anschließend sprach sie über die Verbindung von Mode, Tempo und Wissenschaft. Der Fall zeigt, wie eine Athletin an einer maßgeschneiderten Ausrüstung mitwirken kann und beim Start für ihr olympisches Team dennoch an einen anderen Ausrüstervertrag gebunden ist.

Die Ideen hinter dem Modell könnten bis 2028 in anderer Form auftauchen. Der in London gezeigte Nike-Anzug und die für Team GB vereinbarte Adidas-Kleidung sind derzeit jedoch zwei verschiedene Produkte. Bleiben die Verträge bestehen, würde Hodgkinson ihren Olympiatitel in britischer Teamkleidung verteidigen und nicht in ihrem schwarzen Spezialanzug.

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