President Donald J. Trump is shown in attendance on the scoreboard before the college football game between the Texas Longhorns and Tennessee Volunteers

Trumps Football-Besuch sorgte für Funk-Sorgen, dann streikte der Ton bei ABC

Texas und Tennessee bereiteten sich wegen Trumps Besuch auf mögliche Funkausfälle vor. Beim Spiel zeigte sich ein anderes Tonproblem.

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Texas-Trainer Steve Sarkisian musste vor dem Auswärtsspiel in Tennessee ein ungewöhnliches Risiko einplanen: Präsident Donald Trump würde im Stadion sein, und dessen Bewegungen könnten nach Einschätzung des Trainers die Funkverbindungen der Teams ohne Vorwarnung unterbrechen. Am 26. September gewannen die damals landesweit erstplatzierten Longhorns mit 20:17, ohne dass auf dem Spielfeld ein solcher Ausfall erkennbar gewesen wäre. Im Fernsehen war dagegen eine andere Tonstörung zu hören.

Die Warnung vor dem Anpfiff

Sarkisian erklärte am 24. September, beim Betreten oder Verlassen des Stadions sowie bei Ortswechseln des Präsidenten könnten die Verbindungen zwischen den Trainern und die Funkverbindung zu Spielern über deren Helm ausfallen. Weil dies ohne Ankündigung geschehen könne, brauchten die Teams einen Ersatzplan. Raw Story berichtete ebenfalls über Trumps Football-Besuch vor dem Spiel.

Der Trainer verwies außerdem auf das nationale Endspiel im Januar zwischen Indiana und Miami, das Trump besucht hatte. Miamis Trainer Mario Cristobal habe ihm erzählt, der Funk sei beim letzten Angriff der Hurricanes ausgefallen. CBS Sports befragte mehrere Quellen aus Miamis Team: Sie bestätigten eine kurze Störung, waren sich über den Zeitpunkt aber uneinig. Zwei sagten, der letzte Angriff sei nicht betroffen gewesen. Die Störung habe nur wenige Spielzüge gedauert und das Ergebnis nicht entschieden. Indianas Trainer Curt Cignetti berichtete ebenfalls von einem kurzen Ausfall zu einem früheren Zeitpunkt im Schlussviertel. Das Weiße Haus bestritt, dass Trumps Abreise die Störung im Januar verursacht habe.

Was in Knoxville tatsächlich geschah

Vor dem Spiel stimmten beide Hochschulen ihre Funkfrequenzen mit dem Secret Service ab, berichtete ABC-Reporterin Laura Rutledge während der Übertragung am 26. September. Laut einem Spielbericht der Associated Press beeinträchtigte Trumps Besuch die Kommunikation zwischen Trainern und Spielern offenbar nicht. Trump traf kurz vor dem Anpfiff um 12 Uhr Ortszeit ein. Seine Wagenkolonne verließ das Stadion um 14:07 Uhr, als die zweite Halbzeit bereits lief.

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Kurz nachdem Rutledge die Vorkehrungen erläutert hatte, war der Kommentar von ABC von starkem Rauschen überlagert. Sprecher Chris Fowler entschuldigte sich während der Sendung. Das Problem trat in der ersten Halbzeit wiederholt auf und war zur Pause behoben, wie Awful Announcing dokumentierte. Die Tonübertragung des Senders und der Teamfunk sind unterschiedliche Systeme; ein Zusammenhang zwischen Trumps Anwesenheit und der ABC-Störung ist nicht belegt.

Texas hielt Tennessees Aufholjagd stand

Laut dem offiziellen Bericht der University of Tennessee waren 101.915 Zuschauer, darunter Trump, im Neyland Stadium. Die Volunteers verkürzten 1:22 Minuten vor Schluss auf 17:20 und eroberten anschließend den kurzen Anstoß. Texas wehrte jedoch beim letzten Spielzug einen Pass in die Endzone ab und steht nun bei vier Siegen ohne Niederlage. Die Funk-Sorge prägte die Vorgeschichte, entschieden wurde das Spiel auf dem Feld.

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