Vinicius Junior wasn't even there - but fans still found a way to insult Real Madrid star

Vinícius Júnior war nicht einmal vor Ort, doch die Fans fanden trotzdem einen Weg, den Real-Madrid-Star zu beleidigen

Der Brasilianer stand am Sonntag weder auf dem Rasen des Anoeta noch im Kader der Gegner, doch acht Sekunden eines Sprechchors der Hardcore-Fans von Real Sociedad gegen Ende der ersten…

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Real Madrid war weit weg von San Sebastián. Vinícius Júnior stand nicht auf dem Spielfeld, und er gehörte auch nicht zum Kader der Gegner. Real Sociedad spielte am 8. Spieltag der La Liga gegen Deportivo de la Coruña, und der Name des brasilianischen Angreifers hatte in dieser Partie eigentlich nichts zu suchen.

Gegen Ende der ersten Halbzeit sang ein Teil der Tribüne Fondo Sur Bajo, der als Aitor-Zabaleta-Zone bekannte Hardcore-Fanbereich des Heimstadions, rund acht Sekunden lang im Gleichklang: „¡Es un imbécil, Vinícius es un imbécil!“

Die La Liga nahm diesen Sprechchor in ihre wöchentliche Beschwerde auf, die am Donnerstag beim Disziplinarausschuss und der Anti-Gewalt-Kommission des Königlich Spanischen Fußballverbands eingereicht wurde, wie die spanische Nachrichtenagentur EFE berichtete. Der Weg führt über die Plattform LALIGAVS, mit der die Liga Stadionvorfälle Woche für Woche dokumentiert.

Drei Vorfälle in einer Beschwerde

Der Vinícius-Sprechchor war nicht der einzige Punkt in dem Dokument. Die La Liga dokumentierte außerdem drei separate Sprechchöre gegen Spanien, gegen die spanische Nationalmannschaft und gegen die Spanier im Allgemeinen aus dem Fanblock von Alavés während deren Heimspiel gegen Atlético Madrid.

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Ein dritter Vorfall wurde in La Rosaleda festgehalten, wo die Málaga-Anhänger zweimal einen Sprechchor sangen, der dem Espanyol-Angreifer Bryan Zaragoza, der beim 1:1-Unentschieden das erste Tor erzielt hatte, Schaden wünschte.

Nicht als Rassismus eingestuft

Die Unterlagen leiten alle drei Sprechchöre über den Anti-Gewalt-Weg weiter, nicht über den Anti-Rassismus-Weg. „Imbécil“ ist beleidigend, aber keine rassistische Herabwürdigung, und das Schreiben der La Liga ging an den Disziplinarausschuss und die Anti-Gewalt-Kommission, nicht an die staatliche spanische Stelle für Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz im Sport.

Diese Unterscheidung hat Gewicht. Der Sprechchor vom 8. Spieltag wird nach seinem Wortlaut und nach dem von der La Liga gewählten Weg als Anti-Gewalt-Angelegenheit behandelt, nicht als Hassverbrechen.

Ein Name, gesungen in einem Stadion, in dem er gar nicht war

Der Brasilianer ist in Spanien inzwischen so polarisierend geworden, dass sein Name sogar in Stadien gesungen wird, in denen Real Madrid gar nicht spielt. Die Sprechchöre von Alavés gegen die Nationalmannschaft kamen aus dem Heimblock eines Derbys, das ebenfalls nichts mit ihm zu tun hatte.

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Der Disziplinarausschuss der RFEF ist nun der nächste Schritt. Mögliche Sanktionen, von Geldstrafen bis zu Teilsperrungen des Stadions, würden von diesem Gremium verhängt, sobald es den wöchentlichen Bericht der La Liga über die drei Vorfälle geprüft hat.

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