Mourinho erhöht den Druck auf Benfica nach der Niederlage im Ligapokal
Benficas Ligapokal-Kampagne endete am Mittwochabend abrupt und José Mourinho machte kein Geheimnis aus seinem Unmut.
Die 1:3-Niederlage im Halbfinale gegen Braga in Leiria bedeutete nicht nur das Aus für Benfica vor dem Finale am Samstag, sondern rückte auch die ohnehin unter Druck stehende Mannschaft noch stärker in den Fokus. Bereits mit Rückstand in der Liga und einem anspruchsvollen Spielplan vor sich verließ der Klub Mittelportugal mit mehr Fragen als Antworten.
Laut The Guardian erklärte Mourinho nach dem Spiel gegenüber Journalisten, dass seine Spieler nicht nach Hause zurückkehren würden, sondern die Nacht sowie die darauffolgenden Tage im Trainingszentrum des Klubs in Seixal verbringen sollten. Diese Entscheidung sei, so deutete er an, sowohl zur Reflexion als auch zur Vorbereitung gedacht.
Spät am Mittwochabend äußerte der Trainer, dass die Mannschaft auf dem Gelände bleiben und das Training sofort fortsetzen werde. Er fügte hinzu, er hoffe, dass es den Spielern schwerfallen werde zu schlafen lieber sollten sie die Nacht damit verbringen, über eine Leistung nachzudenken, die er ganz offensichtlich für inakzeptabel hielt.
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Diese Aussagen sorgten in Portugal schnell für Aufsehen und veranlassten Benficas Präsident Rui Costa zu einer Stellungnahme. Er spielte mögliche Disziplinarmaßnahmen herunter und erklärte gegenüber portugiesischen Medien, der Aufenthalt über Nacht sei im Voraus als Teil der Planung für die kommenden Spiele vereinbart worden.
Da Benfica nun nicht mehr am Ligapokalfinale teilnimmt einem Wettbewerb, den portugiesische Vereine oft nutzen, um während der Saison im Rhythmus zu bleiben richtet sich der Fokus nun auf das Viertelfinale des portugiesischen Pokals am kommenden Mittwoch auswärts beim FC Porto. Mourinho bestätigte, dass die Vorbereitungen für dieses Spiel sofort beginnen würden.
Auf dem Platz zeigten sich Benficas Probleme früh. Obwohl sie nach dem Ausscheiden von Sporting als Favorit galten, waren sie in der ersten Halbzeit über weite Strecken unterlegen. Braga nutzte das aus und erzielte vor der Pause zwei Treffer durch Pau Víctor und Rodrigo Zalazar.
Ein Elfmeter von Vangelis Pavlidis brachte nach dem Wiederanpfiff kurzzeitig Hoffnung, doch Braga reagierte prompt: Gustaf Lagerbielke stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Die letzte Hoffnung auf ein Comeback schwand endgültig, als Verteidiger Nicolás Otamendi in der Nachspielzeit vom Platz gestellt wurde.
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Mourinho zeigte sich in seiner Analyse nach dem Spiel unerbittlich. Er bezeichnete die erste Halbzeit als unerklärlich und machte deutlich, dass er die Niederlage als selbstverschuldet ansah. Zudem stellte er infrage, ob sich ein Spieler von Benfica durch den Rahmen eines nationalen Pokalhalbfinales überhaupt eingeschüchtert fühlen dürfe.
Die Botschaft, öffentlich und ohne Umschweife formuliert, war unmissverständlich: Die Standards sind gesunken und Mourinho erwartet eine sofortige Reaktion.
Quellen: The Guardian
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