FußballSport

Chelsea steht vor richtungsweisender Entscheidung, Boehly spricht offen über Stadiondilemma

Chelseas enge Verbindung zur Stamford Bridge gehört seit Jahrzehnten zur Identität des Klubs. Gleichzeitig wächst der Druck, da moderne Spitzenvereine immer stärker von größeren Stadien und höheren Einnahmen am Spieltag profitieren. Die Debatte über einen möglichen Umzug hat dadurch neue Dynamik erhalten.

Laut Bloomberg Insight hat Boehly betont, dass Stadionprojekte innerhalb Londons deutlich komplexer seien als vergleichbare Vorhaben außerhalb urbaner Zentren, da zahlreiche Interessen berücksichtigt werden müssten.

Stamford bridge und die grenzen des standorts

Chelsea trägt seine Heimspiele seit dem späten 19. Jahrhundert an der Stamford Bridge aus. Mit einer Kapazität von etwas mehr als 40.000 Plätzen gehört das Stadion jedoch zu den kleineren unter den führenden Premier League Klubs.

Die Lage des Stadions erschwert größere Umbauten erheblich. Wohngebiete, Geschäftsflächen und Bahntrassen umschließen das Gelände nahezu vollständig, was umfangreiche Erweiterungen technisch wie wirtschaftlich problematisch macht. Diese Rahmenbedingungen haben frühere Ausbaupläne immer wieder ausgebremst.

Lesen Sie auch: Musiala nähert sich seiner Rückkehr, während Bayern über den Zeitpunkt und die Dringlichkeit nachdenkt

Im Gespräch mit Bloomberg Insight erklärte Boehly, dass bei einem innerstädtischen Projekt deutlich mehr Anspruchsgruppen eingebunden seien als bei einem Neubau außerhalb Londons.

Gescheiterte pläne aus der vergangenheit

Chelsea hat sich bereits mehrfach mit alternativen Standorten befasst. Nach früherer Berichterstattung prüfte der Klub 2012 unter dem damaligen Eigentümer Roman Abramovich einen Umzug zum Battersea Power Station Areal. Das Vorhaben scheiterte, nachdem das Gelände zu Wohnzwecken umgebaut wurde.

Ein späteres Projekt sah einen vollständigen Neubau der Stamford Bridge mit rund 60.000 Plätzen vor. Die Pläne erhielten 2017 die nötigen Genehmigungen, entworfen von den Architekten Herzog und de Meuron. Dennoch legte der Verein das Projekt ein Jahr später auf Eis, wo es bis heute verblieben ist.

Boehly deutete an, dass diese Erfahrungen die aktuelle Strategie prägen und ein kompletter Neubau langfristig die realistischere Lösung sein könnte.

Lesen Sie auch: Salahs Rückkehr zwingt Slot zu wichtigen Entscheidungen, da Liverpools Spielplan immer voller wird

Eigentümerstruktur unter druck durch langfristige entscheidungen

Parallel dazu wird über den Zusammenhalt innerhalb der Eigentümergruppe spekuliert. Laut talkSPORT gab es im vergangenen Jahr unterschiedliche Auffassungen zwischen Boehly und Clearlake Capital Mitgründer Behdad Eghbali hinsichtlich sportlicher und strategischer Entwicklungen.

Boehly wies Berichte über Instabilität zurück und verwies auf gemeinsame Ziele. Zugleich räumte er ein, dass insbesondere die Stadionfrage eine zentrale Weichenstellung darstellt, da sie langfristige Investitionen und vollständige Übereinstimmung erfordert.

Er machte deutlich, dass die Einigung über die infrastrukturelle Zukunft des Klubs maßgeblich dafür sein wird, wie sich die Eigentümerpartnerschaft weiterentwickelt.

Quellen: Bloomberg Insight, talkSPORT

Lesen Sie auch: Roger Federer kehrt mit einem Sieg über einen Australian-Open-Anwärter nach Melbourne zurück

Lesen Sie auch: Real Madrid „prüft 500-Millionen-Euro-Deal im Sommer“, während Klopp mit dem Job im Bernabéu in Verbindung gebracht wird