Die Forderungen nach einem Ausschluss der USA als Co-Gastgeber der Weltmeisterschaft 2026 werden immer lauter
Während die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2026 weiter voranschreiten, haben politische Entwicklungen in den Vereinigten Staaten Unsicherheit darüber ausgelöst, wie das Turnier von Fans aus aller Welt erlebt werden kann.
Das Turnier soll gemeinsam von den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgerichtet werden, wobei die USA 78 Spiele veranstalten sollen einschließlich des Finales im MetLife Stadium in New Jersey. Obwohl die Organisatoren betonen, dass die Planungen im Zeitplan liegen, haben jüngste Änderungen in der US-Außenpolitik Diskussionen darüber entfacht, ob alle Fans uneingeschränkt anreisen können.
Die Gastgeberrolle der USA unter Beobachtung
Laut einem Bericht von SPORTbible hat die Regierung von Präsident Donald Trump Reisebeschränkungen für Bürger mehrerer Länder verhängt, die sich bereits für die Weltmeisterschaft qualifiziert haben. Diese Maßnahmen haben Kritiker auf den Plan gerufen, die fordern, dass die FIFA die Rolle der USA als Gastgeberland überdenken sollte.
Die Elfenbeinküste gehört zu den betroffenen Ländern. Nationaltrainer Emerse Faé äußerte sich öffentlich zu dem Thema und sagte: „Es wäre wirklich schade, wenn unsere Fans dieses Fest nicht miterleben dürften.“ Seine Aussage unterstreicht die Sorge, dass Reisebeschränkungen den globalen und inklusiven Charakter des Turniers gefährden könnten.
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Ein Eingreifen der FIFA ist unwahrscheinlich
Trotz der Kritik gibt es kaum Anzeichen dafür, dass die FIFA erwägt, den Vereinigten Staaten die Rolle als Co-Gastgeber zu entziehen. Die Höhe der Investitionen, die langfristige Planung und die bereits vorhandene Infrastruktur machen eine Änderung zu diesem späten Zeitpunkt äußerst unwahrscheinlich.
SPORTbible weist zudem auf das enge Verhältnis zwischen Präsident Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino hin ein weiterer Faktor, der ein Eingreifen der FIFA unwahrscheinlich macht. Bislang hat die FIFA keine öffentliche Erklärung abgegeben, die auf eine Neubewertung der Gastgeberrolle hindeutet.
Ein seltenes historisches Beispiel
Auch wenn es ungewöhnlich ist, hat die FIFA in der Vergangenheit unter außergewöhnlichen Umständen bereits Gastgeberländer ausgetauscht.
1974 wurde Kolumbien das Austragungsrecht für die Weltmeisterschaft 1986 zugesprochen. Doch zunehmende finanzielle Belastungen und umfangreiche Infrastrukturanforderungen erwiesen sich schließlich als untragbar. Der damalige Präsident Belisario Betancur kritisierte die Forderungen der FIFA als „überzogen“ und erklärte später: „Die goldene Regel, dass die Weltmeisterschaft Kolumbien dienen sollte und nicht Kolumbien der multinationalen Weltmeisterschaft, wurde nicht eingehalten.“
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Kolumbien zog sich 1982 offiziell von der Gastgeberrolle zurück und ist damit bis heute das einzige Land, das als Austragungsort vorgesehen war, das Turnier aber nie ausgerichtet hat.
Mexiko springt ein
Nach Kolumbiens Rückzug eröffnete die FIFA das Bewerbungsverfahren für ein Ersatz-Gastgeberland. Laut SPORTbible wurden mehrere Länder in Betracht gezogen, darunter Brasilien, die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko.
Mexiko erhielt schließlich einstimmig den Zuschlag und wurde damit das erste Land, das die Männer-Weltmeisterschaft zum zweiten Mal austragen durfte nach dem Turnier von 1970.
Die Weltmeisterschaft 1986 gilt bis heute als eine der legendärsten Ausgaben, vor allem dank der Leistungen von Diego Maradona, der Argentinien im Aztekenstadion zum Titel führte.
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Die Unsicherheit bleibt bestehen
Auch wenn der Gastgeberstatus der USA aktuell nicht direkt bedroht ist, zeigt die Debatte um die Reisebeschränkungen deutlich, wie stark politische Entscheidungen selbst die größten Sportereignisse der Welt beeinflussen können. Im Moment liegt der Fokus darauf, ob es der FIFA gelingt, weltweite Teilhabe mit den Realitäten der internationalen Diplomatie in Einklang zu bringen.
Quelle: SPORTbible
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