Fußball

Barcelona hinterfragt VAR und Schiedsrichterleistung nach Niederlage bei Real Sociedad

Die Diskussion über die Schiedsrichterstandards und die Kommunikation des VAR in LaLiga hat sich nach der 1:2-Niederlage des FC Barcelona bei Real Sociedad verschärft ein Spiel, das mehr durch Kontroversen als durch Fußball geprägt war.

Die Schlüsselszene ereignete sich in der 27. Minute, als Barças Flügelspieler Lamine Yamal scheinbar den Führungstreffer für die Gäste erzielte. Doch das Tor wurde nach einer VAR-Überprüfung wegen einer äußerst knappen Abseitsstellung aberkannt eine Entscheidung, die schnell zum zentralen Gesprächsthema des Abends wurde.

Aberkanntes Tor sorgt für Frust

Barcelonas Kapitän Frenkie de Jong kritisierte sowohl die Entscheidung als auch die Art und Weise, wie sie den Spielern vermittelt wurde. In Fernsehinterviews nach dem Spiel, die von mehreren spanischen Medien zitiert wurden, äußerte er sich deutlich.

„Wenn es Abseits ist, ist es Abseits“, sagte De Jong laut AS. „Ich habe es nicht gesehen, aber man hat uns gesagt, es sei kein Abseits gewesen. Das ist uns letztes Jahr hier auch passiert.“

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De Jong deutete an, dass widersprüchliche Informationen von Seiten der Offiziellen das Gefühl der Ungerechtigkeit bei den Spielern verstärkt hätten zumal es um Millimeterentscheidungen ging.

Kapitän kritisiert Verhalten des Schiedsrichters

Der niederländische Mittelfeldspieler wurde noch deutlicher, als er über Schiedsrichter Jesús Gil Manzano sprach. Ihm warf er vor, sich während des Spiels nicht mit den Spielern verständigt zu haben.

„Was ich sagen will, ist, dass man nicht einmal mit dem Schiedsrichter sprechen darf das verstehe ich nicht, vor allem nicht als Kapitän“, erklärte De Jong laut Cadena SER. „Er schaut mich an, als wäre er etwas Besseres. Das ist sehr frustrierend. So kann man sich nicht verhalten.“

Laut den Richtlinien von LaLiga ist es Kapitänen erlaubt, während des Spiels mit dem Schiedsrichter zu sprechen ein Punkt, auf den De Jong mehrfach verwies.

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Streit um Nachspielzeit

De Jong kritisierte auch das Zeitmanagement in der Nachspielzeit. Er warf der Real Sociedad vor, in der Schlussphase Zeit geschunden zu haben.

„Während der gesamten Nachspielzeit habe ich ihm gesagt, er solle auf die Uhr schauen“, so De Jong laut Barca Blaugranes. „Sie brauchen eine Minute für Einwürfe und Abstöße das ist normal. Und dann gibt er nur zehn Sekunden obendrauf. Das ist verrückt. Ich habe ihm das gesagt dafür habe ich Gelb gesehen.“

Flick stärkt seinem Kapitän den Rücken

Barça-Trainer Hansi Flick äußerte sich zurückhaltender, wies die Kritik seines Kapitäns aber nicht zurück. Nach dem Spiel erklärte er, dass er sich nicht auf die Schiedsrichterentscheidungen konzentrieren wolle, räumte aber ein, dass es sichtbare Probleme auf dem Platz gegeben habe.

„Ich bin nicht enttäuscht vom Schiedsrichter, aber jeder hat gesehen, was passiert ist“, sagte Flick laut Barca Blaugranes. „Wir konzentrieren uns auf uns selbst.“

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Flick fügte hinzu, dass die fehlende Kommunikation ein wiederkehrendes Problem zu sein scheine. „Frenkie hat recht. Er ist der Kapitän, er steht auf dem Platz und will mit dem Schiedsrichter sprechen. Bei Gil Manzano fehlt es definitiv an Kommunikation“, sagte er.

Auswirkungen im Titelrennen

Die Niederlage war für den FC Barcelona im Titelrennen besonders schmerzhaft. Real Madrid nutzte die Gelegenheit und besiegte UD Levante mit 2:0, wodurch der Vorsprung von Tabellenführer Barcelona der bei 49 Punkten bleibt auf nur noch einen Punkt schrumpfte.

Abgesehen von der Tabelle hat das Spiel die Debatte in Spanien über Transparenz beim VAR, Zeitmanagement und das Verhältnis zwischen Schiedsrichtern und Spielern neu entfacht Themen, die die öffentliche Diskussion über LaLiga weiterhin prägen.

Quellen: AS, Cadena SER, Barca Blaugranes, Offizielle Website von LaLiga

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.