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Dembélé nimmt die Vereinigten Staaten ins Visier

Frankreich kommt zur nächsten Weltmeisterschaft mit viel Erfahrung und Druck. Als Sieger von 2018 und Finalist vier Jahre später bleiben die Erwartungen konstant, auch wenn sich der Kader weiterentwickelt. Im Zentrum dieser Ambitionen steht Ousmane Dembélé, der gerade ein karrierebestimmendes Jahr auf Vereinsebene hinter sich hat und nun eine weitere Chance auf internationalen Ruhm sucht.

Nach Angaben von CNN Sports sprach Dembélé nach seiner Auszeichnung als bester Spieler der Männer bei den Globe Soccer Awards in Dubai über das, was Frankreich im nächsten Sommer in den Vereinigten Staaten erwartet.

Ein klares Ziel vor Augen

Die jüngste Geschichte Frankreichs bei der Fußballweltmeisterschaft war von knappen Ergebnissen geprägt. Auf den Triumph in Russland folgte eine dramatische Niederlage gegen Argentinien im Finale in Katar. Für Dembélé ist diese Enttäuschung nach wie vor prägend für die Mentalität der Mannschaft.

"Wir wissen, was nötig ist, um es ganz nach oben zu schaffen, und wir werden alles tun, um die Trophäe nach Hause zu holen", sagte Dembélé gegenüber CNN Sports. "Wir wissen, dass wir eine Mission in den Vereinigten Staaten haben. Wir sprechen schon lange über diese Weltmeisterschaft und ich denke, wir werden bereit sein.

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Das Turnier in Nordamerika bietet Frankreich nicht nur die Chance, sich zu rehabilitieren, sondern auch seinen Platz in der Weltspitze des Fußballs zu bekräftigen.

Ein umgestalteter Kader für Frankreich

Die Gruppe, die sich auf 2026 vorbereitet, unterscheidet sich deutlich von derjenigen, die 2022 das Finale erreichte. Langjährige Akteure wie Hugo Lloris, Raphaël Varane, Antoine Griezmann und Olivier Giroud gehören nicht mehr zum Aufgebot.

Dembélé sagte, der Übergang sei schnell und weitgehend positiv verlaufen.

"Es gab eine große Anzahl von Veränderungen", sagte er. "Wir haben talentierte Spieler, die sich sehr gut an den Stil und die Mannschaft angepasst haben.

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Trotz des Wechsels haben sich die Erwartungen nicht geändert. "Die französische Mannschaft wird bei dieser Art von Turnier immer eine führende Rolle spielen, man muss also mit uns rechnen", fügte er hinzu.

Ein Spiel mit persönlicher Bedeutung

Das Eröffnungsspiel Frankreichs gegen Senegal ist für Dembélé, dessen familiäre Wurzeln in Westafrika liegen, von besonderer Bedeutung. Seine Mutter ist Mauretanierin aus dem Senegal, sein Vater stammt aus Mali - ein Hintergrund, den mehrere Spieler in beiden Mannschaften teilen.

"Ich habe danach eine Menge Nachrichten erhalten", erinnert er sich an das Unentschieden. "Die Leute sagten mir, ich solle ein Eigentor schießen, buchstäblich.

Er fügte hinzu: "In dieser Mannschaft gibt es mehrere Senegalesen und Franzosen, die zu uns gehören. Es wird ein sehr schönes Spiel werden".

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Eine Saison, die alles veränderte

Auf Vereinsebene markierte das Jahr 2025 einen Wendepunkt. Laut CNN Sports spielte Dembélé eine zentrale Rolle, als Paris Saint Germain in der Heimat dominierte und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Champions-League-Trophäe holte.

Dembélé wurde mit dem Ballon d'Or, dem FIFA Best Award und dem Globe Soccer Award ausgezeichnet. Diese Auszeichnungen standen im krassen Gegensatz zu früheren Saisons, die von Verletzungen und intensiven Prüfungen geprägt waren.

"Ich erinnere mich an Momente in meiner Karriere, in denen es schwierig war, in denen ich nicht aufgeben konnte", sagte er. "Es war hauptsächlich mental. Man muss einfach weiterspielen."

Den Schwung in die Zukunft tragen

Seit seinem Wechsel zu PSG im Jahr 2023 blüht Dembélé unter Luis Enrique auf, der mehr Wert auf kollektive Verantwortung als auf individuellen Ruhm legt. Dieser Ansatz ist seiner Meinung nach der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg.

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"Jeder Fußballer möchte eine Mannschaft haben, die kollektiv sehr stark ist", sagte er. "Wir wollen eine geschlossene Mannschaft sein und vor allem ein tolles Team.

Mit dem Erfolg seines Klubs im Rücken und der bevorstehenden Weltmeisterschaft befindet sich Dembélé nun an einem entscheidenden Punkt. Die Herausforderung, die vor ihm liegt, ist klar: ein goldenes Jahr in ein dauerhaftes internationales Vermächtnis zu verwandeln.

Quellen: CNN Sport

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