Saudi Pro League plant „größten Transfer seit Cristiano Ronaldo“
Saudi-arabische Fußballfunktionäre prüfen die Möglichkeit, einen weiteren europäischen Topstar in die Pro League zu holen, wobei PSG-Flügelspieler Ousmane Dembélé als langfristiges Ziel gilt.
Wie Sky Sports berichtet, haben führende Persönlichkeiten im saudi-arabischen Fußball erste Gespräche über einen möglichen Wechsel des französischen Nationalspielers im Jahr 2026 geführt. Zwar liegt noch kein offizielles Angebot vor, doch der Sender berichtet, dass die Verantwortlichen bereit wären, ein „umfangreiches Paket“ zu schnüren, sollte sich die Gelegenheit ergeben.
Dembélé, 27, konzentriert sich weiterhin voll auf seine aktuelle Rolle bei Paris Saint-Germain, wo er eine zentrale Rolle spielen soll, während der Klub versucht, sowohl die Ligue 1 als auch die Champions League zu verteidigen. Ein Wechsel aus Paris wäre daher eher eine Perspektive für die Zukunft als ein kurzfristiges Ziel.
Breiter angelegte Rekrutierungsstrategie im Gange
Das Interesse an Dembélé ist Teil einer umfassenderen Rekrutierungsstrategie Saudi-Arabiens. Anfang des Monats berichtete talkSPORT, dass Klubs aus der Saudi Pro League bis zu 50 ausländische Spieler ins Visier genommen haben, die sich auf oder nahe an ihrem Leistungszenit befinden.
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Auf dieser Liste sollen prominente Namen wie Mohamed Salah und Bruno Fernandes stehen, ebenso wie etablierte europäische Stars wie Casemiro, Vinícius Júnior und Robert Lewandowski. Auch mehrere Premier-League-Spieler wie Amadou Onana, Youri Tielemans und der Arsenal-Flügelspieler Gabriel Martinelli wurden mit einem Wechsel in Verbindung gebracht.
Um Platz für neue Spieler zu schaffen, könnten saudi-arabische Klubs einigen ihrer aktuellen Topverdiener den Abgang ermöglichen. Medienberichten zufolge zählen unter anderem auslaufende Verträge oder erfahrene Spieler wie N’Golo Kanté, Rúben Neves und Karim Benzema zu jenen, die im Zuge einer Kaderumstrukturierung gehen könnten.
PSG denkt über Vertragsgespräche nach
Berichten zufolge möchte PSG Dembélés langfristige Zukunft sichern und plant, in naher Zukunft Vertragsgespräche mit dem Spieler aufzunehmen, dessen aktueller Vertrag noch zweieinhalb Jahre läuft.
Allerdings müsste eine Vertragsverlängerung mit der internen Gehaltsstruktur des Vereins in Einklang stehen. PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi bekräftigte diese Woche erneut diese Linie.
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„Die Politik des Klubs ist bekannt: Wir haben eine Gehaltsobergrenze für Spieler,“ sagte Al-Khelaifi. „Alle müssen sich daran halten. Die Mannschaft und der Klub sind wichtiger als jeder Einzelne.“
Ein sich wandelndes saudi-arabisches Umfeld
Sky-Sports-Reporter Kaveh Solhekol bezeichnete ein mögliches Werben um Dembélé als ehrgeizig, betonte jedoch, dass ein Wechsel keineswegs sicher sei.
„Die Klubs der Saudi Pro League bereiten sich auf ein großes Transferfenster im Sommer vor, und einer der Spieler, den sie verpflichten möchten, ist Ousmane Dembélé“, so Solhekol. „Es ist gut möglich, dass sie versuchen, ihn zu holen aber ob er tatsächlich nach Saudi-Arabien wechseln möchte, während er sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere befindet, bleibt abzuwarten.“
Solhekol fügte hinzu, dass sich das Finanzmodell der saudi-arabischen Klubs im Wandel befinde. Eine zunehmende private Investition verringere die Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung und ermögliche den Klubs mehr Flexibilität auf dem Transfermarkt.
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Ob dieser Wandel ausreicht, um einen Spieler zu überzeugen, der noch immer auf höchstem europäischem Niveau spielt, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
Quellen: Sky Sports, talkSPORT
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