Sicherheit beim Super Bowl im Rampenlicht, da Bedenken hinsichtlich der Einwanderung aufkommen
Während sich zehntausende Fans auf den Weg nach Nordkalifornien zum Super Bowl machen, gerät die Planung der bundesweiten Sicherheitsmaßnahmen zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit befeuert durch Sorgen über mögliche Maßnahmen zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts im Vorfeld des Spiels.
Das Spiel am 8. Februar zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots im Levi’s Stadium in Santa Clara erfordert eine umfassende Koordination zwischen Bundes-, Landes- und lokalen Behörden ein Standardverfahren bei Veranstaltungen dieser Größenordnung. In diesem Jahr jedoch haben Berichte über die erwartete Präsenz der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) die politischen Spannungen rund um den sonst minutiös organisierten Sicherheitseinsatz verschärft.
Beruhigende Worte von Bundesbehörden
Regierungsvertreter haben versucht, die zunehmenden Sorgen zu zerstreuen, während sich online und unter Interessensgruppen Spekulationen verbreiten. „Wer sich legal im Land aufhält und keine anderen Gesetze bricht, hat nichts zu befürchten“, sagte ein Beamter Anfang der Woche und stellte die Rolle der ICE als im Einklang mit der allgemeinen Einwanderungspolitik stehend dar.
Die Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, betonte das Ausmaß des Bundesengagements rund um das Event mit den Worten: „Wir werden überall präsent sein.“ Zwar unterstützen Bundesbehörden regelmäßig die Sicherheitsmaßnahmen beim Super Bowl, doch die Beteiligung der ICE sorgt diesmal für besonderes Interesse vor allem wegen ihrer Vollzugsbefugnisse.
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Die Behörden haben bisher keine konkreten Details über den Umfang der ICE-Aktivitäten veröffentlicht, außer dass sie allgemeine sicherheitsbezogene Unterstützung leisten soll. Das lässt offen, wie sichtbar die Behörde außerhalb offizieller NFL-Veranstaltungen tatsächlich sein wird.
Was ICE plant und was nicht
TMZ berichtete, dass ICE keine Absicht habe, während des Super Bowl oder bei offiziellen NFL-Veranstaltungen in den Tagen vor dem Spiel Einwanderungskontrollen durchzuführen. Laut dem Bericht bleiben die Sicherheitspläne des Bundes trotz jüngster Unruhen in anderen Teilen des Landes unverändert.
Das Heimatschutzministerium (DHS) bestätigte gegenüber TMZ, dass seine Vorgehensweise mit der bei früheren Großveranstaltungen vergleichbar sei. Staatssekretärin Tricia McLaughlin erklärte: „Das DHS arbeitet mit unseren lokalen und bundesstaatlichen Partnern zusammen, um wie bei jedem großen Sportereignis, einschließlich der Weltmeisterschaft die Sicherheit aller Beteiligten beim Super Bowl zu gewährleisten.“
Sie ergänzte, dass alle Sicherheitsmaßnahmen „im Einklang mit der US-Verfassung“ erfolgen würden. Zuvor hatte sie bereits verteidigt, dass sich die Arbeit der ICE vor allem auf „680 kriminelle illegale Einwanderer“ konzentriere.
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Wachsende Sensibilität rund um Vollzugsmaßnahmen
Die öffentliche Aufmerksamkeit fällt in eine Zeit, in der ICE erneut in der Kritik steht insbesondere nach zwei tödlichen Vorfällen, an denen Renee Nicole Good und Alex Pretti beteiligt waren. Diese Fälle haben die Diskussion über die Methoden und die Rechenschaftspflicht der Behörde neu entfacht und nähren eine breitere Debatte über Einwanderungskontrollen und bürgerliche Freiheiten.
Zwar hat das DHS keinen direkten Zusammenhang zwischen der Sicherheitsplanung des Super Bowl und diesen Vorfällen hergestellt, doch deren zeitliche Nähe trägt zur allgemeinen Verunsicherung über die Präsenz der ICE bei prominenten öffentlichen Veranstaltungen bei.
Politik, Musik und die Bühne des Super Bowl
Präsident Donald Trump hat angekündigt, dem Super Bowl fernzubleiben mit Verweis auf die Entfernung zu Washington, äußerte sich aber weiterhin öffentlich zu dem Ereignis. Er kritisierte die Entscheidung der NFL, den puerto-ricanischen Künstler Bad Bunny als Halbzeit-Act auszuwählen.
Bad Bunny, mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio, hatte in der Vergangenheit erklärt, er habe bei der Planung seiner Tournee bewusst auf Auftritte im US-Festland verzichtet aus Sorge vor der ICE. „Die Leute aus den USA konnten hierherkommen, um das Konzert zu sehen. Latinos und Puerto-Ricaner aus den Vereinigten Staaten konnten ebenfalls hierher oder irgendwo anders auf der Welt reisen“, sagte er dem i-D Magazine, laut Daily Mail.
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„Aber da war dieses Problem, dass… ICE draußen (vor der Konzerthalle) stehen könnte. Und das war etwas, worüber wir viel gesprochen haben und das uns sehr beschäftigte“, fügte er hinzu.
Trumps Vertrauter Corey Lewandowski kritisierte die Wahl Bad Bunnys als „beschämend“ und warf dem Künstler vor, er „scheine Amerika zu hassen“.
Eine vertraute Operation unter verschärfter Beobachtung
Bundesbeamte betonen, dass groß angelegte Sicherheitsoperationen mit mehreren beteiligten Behörden beim Super Bowl Routine seien. In diesem Jahr jedoch hat die Schnittstelle zwischen Einwanderungspolitik, aktuellen Kontroversen und der weltweiten medialen Aufmerksamkeit eine ansonsten standardisierte Planung in einen umfassenderen Test des öffentlichen Vertrauens verwandelt einen Test, der weit über die reine Kontrolle von Menschenmengen hinausgeht und die politische Dimension des Vollzugsrechts berührt.
Quellen: TMZ, Daily Mail
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