Schweinsteiger erklärt seine anhaltende Liebe zu Manchester United
Bastian Schweinsteigers Zeit bei Manchester United war kurz, doch die Verbundenheit, die er mit dem Verein und seinen Anhängern empfindet, besteht bis heute fort – lange über das Ende seiner aktiven Karriere hinaus.
Der frühere Mittelfeldspieler von Deutschland und Bayern München erklärt, dass diese besondere Beziehung nicht aus seiner eigenen Zeit im roten Trikot entstanden sei, sondern auf eine Champions-League-Nacht im Old Trafford Jahre zuvor zurückgehe ein Moment, der seine Sicht auf den Klub und seine Fans nachhaltig geprägt habe.
Eine in München geprägte Karriere
Schweinsteiger verbrachte den Großteil seiner Karriere beim FC Bayern München, wo er die Jugendabteilung durchlief und sich zu einem der einflussreichsten Spieler seiner Generation entwickelte.
Er absolvierte mehr als 500 Pflichtspiele für den FC Bayern, gewann acht deutsche Meisterschaften und stemmte 2013 schließlich die Champions League, nachdem er in den Finals 2010 und 2012 unterlegen gewesen war. Ein Jahr später krönte er seine Laufbahn mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft mit Deutschland in Brasilien.
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Erst nach dem Erreichen dieser Ziele zog er einen Wechsel ins Ausland in Betracht.
Warum die Premier League erst später kam
Im Jahr 2015 wechselte Schweinsteiger für eine Ablösesumme von 6,5 Millionen Pfund vom FC Bayern zu Manchester United und traf dort erneut auf Trainer Louis van Gaal. Laut SPORTbible bestritt er in zwei Spielzeiten 35 Einsätze, bevor er seine Spielerkarriere mit einem kurzen Engagement bei Chicago Fire in der Major League Soccer ausklingen ließ.
Rückblickend sagt Schweinsteiger, dass der Zeitpunkt für diesen Wechsel genau richtig gewesen sei.
Der Old-Trafford-Moment, der alles veränderte
Trotz seiner vergleichsweise kurzen Zeit in Manchester sei seine Zuneigung zu United bereits viele Jahre zuvor entstanden, so Schweinsteiger. Bei einer von Heineken organisierten Champions-League-Veranstaltung in New York erinnerte er sich an das Viertelfinalrückspiel 2010 im Old Trafford, als der FC Bayern zwar mit 2:3 verlor, sich aber aufgrund der Auswärtstorregel für das Halbfinale qualifizierte.
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„Denn als ich dort war, waren die Menschen unglaublich freundlich, und die Fans waren für mich etwas ganz Besonderes“, sagte Schweinsteiger.
Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm, wie die Bayern-Spieler nach dem Abpfiff vom Stretford End mit Applaus verabschiedet wurden – eine Geste, die bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe.
„Ich erinnere mich, dass wir den Platz verließen und das gesamte Stretford End aufstand und Fair Play zeigte das ist etwas Besonderes“, erklärte er. „Die Loyalität der United-Fans ist enorm, und ich bin sehr dankbar, die Möglichkeit gehabt zu haben, für United zu spielen.“
Keine Reue über das Warten
Schweinsteiger betonte, dass er es nicht bereue, nicht früher nach England gewechselt zu sein. Seine Priorität sei stets gewesen, mit dem FC Bayern die Champions League zu gewinnen und anschließend unter Pep Guardiola zu spielen, der 2013 das Traineramt übernahm.
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„Und dann war 2015 der richtige Moment, die Premier League zu erleben“, sagte er und fügte hinzu, dass ihm sowohl der Fußball als auch die Kultur während seiner Zeit in England sehr gefallen hätten.
Eine Freundschaft, die Bestand hatte
Während seiner Zeit bei United entwickelte Schweinsteiger zudem eine enge Freundschaft mit Wayne Rooney. Den ehemaligen Stürmer beschrieb er als jemanden, dessen bloße Anwesenheit sofort für eine bessere Stimmung in der Kabine gesorgt habe.
„Wenn er hereinkam, hatte man sofort ein Lächeln im Gesicht“, so Schweinsteiger, der hinzufügte, dass beide bis heute in Kontakt stehen.
Fußball, Freundschaften und gemeinsame Momente
Schweinsteiger äußerte sich im Rahmen eines von Heineken unterstützten Champions-League-Public-Viewing-Events in New York, das Teil der Kampagne „Fans Have More Friends“ ist. Die Initiative soll Fans zusammenbringen und wird laut Heineken bis 2026 bei großen Fußball-, Formel-1- und Musikveranstaltungen fortgeführt.
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Für Schweinsteiger spiegelte der Abend etwas wider, das er bereits vor mehr als zehn Jahren im Old Trafford gespürt hatte: Die stärksten Verbindungen im Fußball entstehen oft nicht nur durch Titel und Trophäen, sondern durch gemeinsam erlebte Momente zwischen Spielern und Fans.
Quellen: SPORTbible, Heineken
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