Fußball

Was passiert, wenn Arsenal und Man City punktgleich sind und auch die Tordifferenz und die erzielten Tore identisch sind?

Das Titelrennen in der Premier League könnte einen Ausgang nehmen, wie es ihn in der Geschichte des Wettbewerbs noch nie gegeben hat, da sich Arsenal und Manchester City um die Krone der Saison 2025/26 duellieren.

Mit dem Eintritt der Saison in ihre entscheidende Phase bleiben beide Klubs die führenden Titelanwärter. Arsenal steht derzeit mit 36 Punkten und einer Tordifferenz von +36 an der Tabellenspitze, während Manchester City fünf Punkte dahinter liegt bei einem Spiel weniger.

Sollten beide Mannschaften weiterhin Siege einfahren, könnte ihr bevorstehendes Aufeinandertreffen im Etihad Stadium zum entscheidenden Moment im Titelrennen werden. City wird den Heimvorteil auf seiner Seite haben, doch die Mannschaft von Pep Guardiola könnte dieses Spiel gewinnen müssen, um den Vorsprung Arsenals deutlich zu verkürzen, falls das Team von Mikel Arteta in den verbleibenden Partien seine Form beibehält.

Eine seltene Konstellation von Entscheidungskriterien

Nach den Regeln der Premier League werden punktgleiche Teams zunächst anhand der Tordifferenz getrennt. Angesichts der Offensivstärke, die beide Seiten in dieser Saison gezeigt haben, ist es möglich, dass auch dieses Kriterium keinen Unterschied bringt.

Lesen Sie auch: Die USA entdecken die Fußballbegeisterung der Politik

Als nächstes würde die Anzahl der erzielten Tore herangezogen. Derzeit hat Arsenal 58 Ligatore erzielt und liegt damit knapp vor City mit 57 Treffern.

Sollten die Teams weiterhin gleichauf liegen, würden die Verantwortlichen anschließend die direkten Duelle zwischen den beiden Klubs berücksichtigen. Arsenal und City trennten sich in ihrem ersten Aufeinandertreffen im Emirates Stadium zu Beginn der Saison 1:1.

Ein weiteres Unentschieden im Rückspiel im Etihad würde die Teams auch in diesem Punkt gleichauf halten. Sollten die Ergebnisse unterschiedlich ausfallen, könnte der Titel schließlich von den in diesen direkten Duellen erzielten Auswärtstoren abhängen.

Falls all diese Kriterien keine Entscheidung bringen, sehen die Regularien der Premier League ein einmaliges Entscheidungsspiel auf neutralem Boden vor, um den Meister zu ermitteln etwas, das es seit der Gründung der Liga im Jahr 1992 noch nie gegeben hat.

Lesen Sie auch: Rodrygos Saison beendet nach schwerer Knieverletzung, Neymar reagiert mit emotionaler Botschaft

Knappste Entscheidungen gab es schon zuvor

Auch wenn ein Entscheidungsspiel beispiellos wäre, hat die Premier League in der Vergangenheit bereits dramatische Titelentscheidungen erlebt, die mit minimalem Vorsprung entschieden wurden.

Manchester City setzte sich in den Spielzeiten 2018/19 und 2021/22 jeweils mit nur einem Punkt Vorsprung gegen Liverpool durch und verweigerte der Mannschaft von Jürgen Klopp beide Male den Titel. Meisterschaften mit nur einem Punkt Vorsprung gab es in der Ligageschichte nur wenige Male, darunter auch Arsenals Triumph in der Saison 1997/98.

Das wohl berühmteste Finale ereignete sich 2011/12. City beendete die Saison punktgleich mit Manchester United bei 89 Zählern, sicherte sich jedoch dank der besseren Tordifferenz den ersten Premier-League-Titel der Vereinsgeschichte besiegelt durch Sergio Agüeros Treffer in der Nachspielzeit gegen die Queens Park Rangers am letzten Spieltag.

Da in der laufenden Saison noch mehrere Wochen zu spielen sind, kann sich die Tabelle durchaus noch verändern. Sollten Arsenal und City jedoch weiterhin Schritt für Schritt gleichziehen, könnte die Saison 2025/26 die Tie-Break-Regeln der Premier League bis an ihre äußersten Grenzen führen.

Lesen Sie auch: FC Barcelona Verletzungsstatus: Flick kämpft mit wachsender Ausfallliste

Quellen: Offizielle Regularien der Premier League und historische Saisonstatistiken.

Lesen Sie auch: Dunne erhält Chance bei Alpine Academy nach McLaren-Aus

Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.