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Xavis Knallinterview: Messi-Rückkehr war „bereits vereinbart“, bevor Laporta sie stoppte

Xavi erklärt, warum er jetzt spricht

Nach fast zwei Jahren ohne öffentliche Kommentare zu seinem Abschied vom FC Barcelona hat sich Xavi Hernández ausführlich zu Wort gemeldet.

Laut dem Interview, das von Joan Josep Pallàs und Anaïs Martí Herrero in La Vanguardia veröffentlicht wurde, sagte der ehemalige Mittelfeldspieler, dass er nicht länger über die Ereignisse innerhalb des Vereins schweigen könne.

Xavi erklärte, er habe zunächst aus Respekt vor Barcelona und den Fans geschwiegen. Mit der Zeit sei er jedoch zunehmend frustriert gewesen über das, was er als eine falsche Darstellung der Ereignisse innerhalb des Klubs beschreibt.

Er sagte der Zeitung La Vanguardia, dass er sich entschlossen habe zu sprechen, weil er „die Wahrheit erzählen“ und klarstellen wolle, wie seine letzten Monate als Trainer tatsächlich verlaufen seien.

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Behauptung über den gescheiterten Messi-Transfer

Eine der bemerkenswertesten Aussagen im Interview betrifft eine mögliche Rückkehr von Lionel Messi zu Barcelona im Jahr 2023.

Laut dem Interview mit La Vanguardia sagte Xavi, dass die Gespräche mit dem argentinischen Superstar nach Argentiniens WM-Sieg in Katar bereits weit fortgeschritten gewesen seien. Der Trainer erklärte, er habe mehrere Monate lang mit Messi über eine Rückkehr ins Camp Nou gesprochen.

Xavi sagte der Zeitung, dass der Transfer schließlich scheiterte, obwohl zuvor Fortschritte erzielt worden waren. In dem Interview sagte er: „Messi hatte bereits unterschrieben, Laporta zog den Stecker, weil er keinen Krieg mit ihm wollte.“

Laut La Vanguardia deutete Xavi an, dass Barcelona-Präsident Joan Laporta letztlich entschieden habe, den Transfer nicht weiterzuverfolgen.

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Messi wechselte stattdessen später im Jahr 2023 zu Inter Miami und beendete damit die Spekulationen über eine Rückkehr zum katalanischen Klub.

Enttäuschung über Barcelonas Führung

Xavi nutzte das Interview auch, um seine Enttäuschung über das Ende seiner Beziehung zu Joan Laporta zu schildern.

Laut La Vanguardia sagte der ehemalige Trainer, dass er anfangs ein gutes Verhältnis zum Präsidenten des FC Barcelona gehabt habe, sich jedoch während der Ereignisse rund um seine Entlassung enttäuscht gefühlt habe.

Rückblickend sagte er der Zeitung: „Laporta hat mich verpflichtet, aber am Ende hat er mich enttäuscht.“

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Xavi verwies außerdem auf den Einfluss des Unternehmers Alejandro Echevarría, eines engen Vertrauten von Laporta, als wichtige Figur in den internen Machtstrukturen des Klubs.

Laut dem Interview in La Vanguardia sagte Xavi, Echevarría habe hinter den Kulissen eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung gespielt, ihn als Trainer zu entlassen. „Ich bin raus, weil ich mich Alejandro Echevarría entgegengestellt habe“, sagte er.

Lob für Hansi Flick und Barcelonas junge Generation

Trotz seiner Kritik an der Vereinsführung äußerte sich Xavi auch positiv über die aktuelle Mannschaft von Barcelona.

Laut La Vanguardia lobte er den derzeitigen Trainer Hansi Flick und sagte, dass er weiterhin ein gutes Verhältnis zu ihm habe.

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Xavi erklärte außerdem, dass er besonders stolz auf die junge Generation von Spielern sei, die während seiner Zeit als Trainer den Durchbruch schafften, darunter Lamine Yamal, Pedri, Alejandro Balde und Pau Cubarsí.

Der ehemalige Trainer sagte, dass der Aufbau dieser Grundlage für die Zukunft Barcelonas zu den wichtigsten Leistungen seiner Amtszeit gehöre.

Interview entfacht neue Debatte bei Barcelona

Das Interview hat erneut Diskussionen über Xavis Abschied und die internen Machtkämpfe in der Führung des FC Barcelona ausgelöst.

Laut La Vanguardia betonte Xavi, dass er nicht aus Verbitterung spreche, sondern um den Fans ein klareres Bild davon zu geben, was seiner Ansicht nach innerhalb des Vereins geschehen sei.

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Seine Aussagen werfen außerdem erneut Fragen auf, warum eine Rückkehr von Lionel Messi letztlich nicht zustande kam, obwohl es zuvor Spekulationen gegeben hatte, dass der argentinische Superstar seine Karriere im Camp Nou beenden könnte.

Sources: La Vanguardia