Nigeria und die Demokratische Republik Kongo werden sanktioniert, während sich das Drama um den Protest bei der FIFA zuspitzt
Die Disziplinarmaßnahmen der FIFA gegen Nigeria und die DR Kongo haben einem bereits ungelösten Streit um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft eine neue Spannungsdimension hinzugefügt, während ein separater Einspruch Nigerias weiterhin geprüft wird.
Der Weltverband belegte beide nationalen Verbände nach Vorfällen während des afrikanischen Play-off-Finales im November mit Geldstrafen, auch wenn die Sanktionen selbst vergleichsweise gering ausfielen.
Laut dem Disziplinarbericht der FIFA wurde der nigerianische Fußballverband mit einer Geldstrafe von 1.000 Schweizer Franken belegt, nachdem festgestellt worden war, dass er das Verhalten der Zuschauer während des Spiels nicht ausreichend kontrolliert hatte. Dabei wurden unter anderem Vorfälle genannt, bei denen Gegenstände geworfen wurden.
Der Fußballverband der DR Kongo erhielt eine höhere Geldstrafe in Höhe von 5.000 Schweizer Franken, nachdem festgestellt worden war, dass Anhänger Laserpointer oder ähnliche Geräte verwendet hatten, was die FIFA als gesonderten Verstoß gegen ihren Disziplinarkodex einstuft.
Lesen Sie auch: Enriques taktisches Glücksspiel: PSGs wechselnder Plan, um Chelsea zu überlisten
Während sich diese Sanktionen auf das Verhalten der Fans beziehen, reicht die größere Bedeutung des Spiels über disziplinarische Fragen hinaus.
Die DR Kongo sicherte sich den Sieg im Play-off-Finale in Rabat am 16. November 2025, indem sie nach einem 1:1 nach Verlängerung im Elfmeterschießen mit 4:3 gewann. Das Ergebnis beendete Nigerias Hoffnungen, sich erstmals seit 2018 wieder für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren, während die DR Kongo einen weiteren Schritt in Richtung ihrer ersten Turnierteilnahme seit 1974 machte, als sie noch unter dem Namen Zaire antrat.
Die Nachwirkungen dieses Spiels setzten sich jedoch auch abseits des Platzes fort.
BBC Sport berichtete, dass der nigerianische Fußballverband eine formelle Beschwerde bei der FIFA eingereicht habe, in der die Spielberechtigung mehrerer Spieler der DR Kongo infrage gestellt wird, die ihre sportliche Staatszugehörigkeit gewechselt hatten.
Lesen Sie auch: WM 2026: Iran drängt die FIFA nach Trumps Sicherheitsbedenken auf einen Austragungsortwechsel
Im Mittelpunkt der Beschwerde stehen Berichte, wonach die DR Kongo nach nationalem Recht keine doppelte Staatsbürgerschaft für Erwachsene anerkennt, was mögliche Zweifel an der Spielberechtigung von Spielern wie Aaron Wan-Bissaka und Axel Tuanzebe aufwirft, die beide im Spiel eingesetzt wurden.
Trotz des laufenden Streits hat die FIFA die DR Kongo in den Spielplan für das interkontinentale Play-off-Turnier aufgenommen, das später in diesem Monat in Mexiko stattfinden wird. Die Mannschaft wird am 31. März auf den Sieger der Partie zwischen Neukaledonien und Jamaika treffen.
Cheftrainer Sébastien Desabre hat bereits einen 26-köpfigen Kader für die anstehenden Spiele nominiert, darunter auch die Rückkehr des Stürmers Yoane Wissa, der den Afrika-Cup 2025 verletzungsbedingt verpasst hatte.
Da sich bis zu zehn afrikanische Teams für die erweiterte Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika qualifizieren können, bleibt die Bedeutung hoch — und die noch ausstehende Entscheidung der FIFA über Nigerias Einspruch könnte sich als entscheidend erweisen.
Lesen Sie auch: Bayern München beruft 5. Ersatztorwart für Champions-League-Rückspiel
Quellen: FIFA-Disziplinarbericht, BBC Sport
Lesen Sie auch: Chelsea wurde von der Premier League mit einer Rekordstrafe und einem Transferverbot belegt
