Fußball

Europas größte Ligen wollen den Einsatz des VAR gemeinsam mit der UEFA überprüfen

Die UEFA wird in diesem Sommer mit Vertretern der führenden nationalen Ligen Europas zusammentreffen, da die Sorge darüber wächst, wie Entscheidungen des Videoassistenten (VAR) in den verschiedenen Wettbewerben angewendet werden.

Laut BBC Sport werden bei den Gesprächen Schiedsrichterverantwortliche aus der Premier League, La Liga, der Serie A, der Bundesliga und der Ligue 1 zusammenkommen, um zu überprüfen, ob der VAR im Sinne seines ursprünglichen Zwecks eingesetzt wird nämlich zur Korrektur klarer und offensichtlicher Fehler.

Das Treffen folgt auf Äußerungen des UEFA-Schiedsrichterchefs Roberto Rosetti, der kürzlich vor dem warnte, was er als übermäßig detaillierte Eingriffe der Technologie bezeichnete.

In Aussagen im vergangenen Monat betonte Rosetti, dass der Fußball nicht „in diese Richtung mikroskopischer VAR-Eingriffe gehen“ dürfe, und äußerte damit Bedenken, dass das System in subjektiven Situationen zu aggressiv angewendet werde.

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Im Mittelpunkt der Gespräche wird die unterschiedliche Auslegung zwischen den Ligen stehen. Obwohl der VAR eingeführt wurde, um gravierende Fehler zu korrigieren, hat seine Anwendung variiert, wobei einige Wettbewerbe häufiger eingreifen als andere.

Rosetti hob hervor, dass das ursprüngliche Prinzip des VAR zu verwässern droht, wenn subjektive Entscheidungen zu häufig überprüft werden.

„Ich glaube, dass wir den Grund vergessen haben, warum der VAR eingeführt wurde“, sagte er. „Bei objektiven Entscheidungen ist er hervorragend. Bei Auslegungen ist die subjektive Bewertung schwieriger. Deshalb haben wir begonnen, von klaren und offensichtlichen Fehlern zu sprechen von eindeutigen Beweisen.“

Die von BBC Sport angeführten Daten verdeutlichen diese Unterschiede. Die Premier League weist in dieser Saison mit 0,275 pro Spiel die niedrigste VAR-Eingriffsrate auf, während die Bundesliga und La Liga im Schnitt bei 0,38 liegen. Die Serie A kommt auf 0,44 und die Ligue 1 auf 0,47. In der Champions League liegt die Eingriffsrate bei 0,45 pro Spiel.

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Trotz der geringeren Zahl an Eingriffen steht die Premier League weiterhin wegen umstrittener Entscheidungen in der Kritik, was unterstreicht, dass die Konsistenz und nicht das Volumen das zentrale Problem bleibt.

Die UEFA drängt zudem auf eine stärkere Angleichung bei der Auslegung der Spielregeln, insbesondere bei Handspielsituationen, bei denen die Entscheidungen zwischen den Wettbewerben stark variieren.

Rosetti erklärte, dass die Schiedsrichter in ganz Europa danach streben sollten, „nur eine einheitliche technische Sprache“ zu sprechen, was einen umfassenderen Versuch widerspiegelt, die Entscheidungsfindung zu standardisieren.

Der Dachverband hofft, dass das Treffen im Sommer zu einem einheitlicheren Umgang mit dem VAR sowie zu einer klareren und konsistenteren Anwendung der Fußballregeln in allen großen Ligen führen wird.

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Quellen: BBC Sport, UEFA

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.