Celtic prüft emotionale Rückkehr von Andy Robertson, während Tottenham weiter vorne liegt
Celtic mischt sich in den Kampf um Robertson ein
Laut Matt Smiths Bericht bei GiveMeSport, der sich auf Informationen von TEAMtalk stützt, gehört Celtic zu den Klubs, die sich vor dem Sommertransferfenster mit Andy Robertson beschäftigen. Da sich die Vertragssituation des Liverpool Linksverteidigers dem Ende nähert, hat das Thema schnell an Aufmerksamkeit gewonnen, vor allem wegen seines Status als einer der erfolgreichsten schottischen Spieler der modernen Zeit.
Aus Sicht von Celtic liegt der Reiz auf der Hand. Robertson würde enorme Erfahrung, Führungsqualität und sofortige Strahlkraft in den Kader bringen. Ein Wechsel nach Parkhead hätte zusätzlich eine emotionale Komponente, weil er wie die Art von Rückkehr wirken würde, mit der sich Fans sofort identifizieren. Allein das bedeutet allerdings noch nicht, dass ein Transfer leicht umzusetzen wäre.
Tottenham scheint weiterhin die besseren Karten zu haben
Im selben GiveMeSport Bericht von Matt Smith heißt es, dass Tottenham in den Gesprächen bereits deutlich vorangekommen sei, während die zugrunde liegenden Informationen von TEAMtalk darauf hindeuten, dass Spurs bei den persönlichen Bedingungen schon einen Vorsprung haben. Selbst wenn noch nichts endgültig unterschrieben ist, spielt das eine wichtige Rolle. Es bedeutet, dass Celtic keinen freien Weg vor sich hat, sondern sich mit einem Klub messen muss, der möglicherweise bereits wichtige Vorarbeit geleistet hat.
Dadurch verändert sich auch die Geschichte dieses möglichen Transfers. Statt einer einfachen Entscheidung zwischen Heimatgefühl und Verbleib auf bekanntem Niveau sieht es zunehmend nach einer Wahl zwischen zwei sehr unterschiedlichen letzten Karrierestationen aus. Celtic kann Identität, Vertrautheit und die Anziehungskraft einer Rückkehr nach Schottland bieten. Tottenham kann mit der Premier League, größerer finanzieller Stärke und der Möglichkeit punkten, im selben Wettbewerbsumfeld zu bleiben.
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Warum der Wechsel komplizierter ist, als es zunächst klingt
Es gibt außerdem eine praktische Seite, die Celtic sehr genau abwägen müsste. Robertson würde mit ziemlicher Sicherheit ein Gehalt erwarten, das seinem Stellenwert im internationalen Fußball entspricht, und das wäre auch für einen schottischen Spitzenklub eine erhebliche Verpflichtung. Selbst wenn keine Ablösesumme fällig wäre, müsste das Gesamtpaket wirtschaftlich sinnvoll bleiben.
Hinzu kommt die Frage nach seiner sportlichen Einbindung. Celtic verfügt mit Kieran Tierney bereits über eine erfahrene Option auf der linken Seite, wodurch die Verpflichtung von Robertson sofort eine echte taktische und finanzielle Debatte auslösen würde. Falls der Klub nicht plant, einen der beiden Spieler in einer anderen Rolle einzusetzen, ist die Frage berechtigt, ob ein solcher Transfer ein dringendes Problem lösen oder eher ein prominentes Auswahlproblem schaffen würde.
Die Anziehungskraft von Parkhead könnte später noch wichtiger werden
Trotz aller offenen Punkte ergeben sich Chancen wie diese nicht allzu oft. Robertson ist nicht einfach nur ein erfahrener Spieler vor einem möglichen Wechsel, sondern einer der bekanntesten schottischen Fußballer seiner Generation, und genau das verleiht der Geschichte zusätzliches Gewicht. Sollte Tottenhams aktueller Vorsprung kleiner werden oder sollten die Rahmenbedingungen des möglichen Deals an Überzeugungskraft verlieren, könnte Celtic später im Transferfenster durchaus noch die Gelegenheit sehen, selbst entschlossener vorzugehen.
Im Moment spricht allerdings vieles dafür, dass Celtic interessiert ist, Tottenham weiter fortgeschritten wirkt und Robertsons Zukunft offen genug bleibt, um die Geschichte am Leben zu halten. Die Vorstellung einer Rückkehr nach Schottland ist real, doch ob daraus ein echter Transfer und nicht nur eine reizvolle Idee wird, dürfte davon abhängen, wie sich die nächsten Gespräche entwickeln.
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Quellen: GiveMeSport, TEAMtalk
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