Paolo Di Canio verletzt sich bei einer Live-Fernsehdebatte
Paolo Di Canio musste medizinisch behandelt werden, nachdem er sich während einer hitzigen Live-TV-Debatte in Italien mehrfach heftig den Kopf gegen einen Studiotisch geschlagen hatte.
Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend während einer Nachberichterstattung auf Sky Sport Italia, wo der ehemalige Stürmer von West Ham und Juventus als Experte gemeinsam mit dem früheren englischen Nationaltrainer Fabio Capello im Einsatz war.
Die Spannungen nahmen zu, als die Runde über die Champions League und die wachsende Kluft zwischen der Serie A und den europäischen Topligen diskutierte. Der 4:3-Sieg des FC Bayern München gegen Real Madrid, der ihnen den Einzug ins Halbfinale sicherte, hatte breitere Kritik an den Schwierigkeiten des italienischen Fußballs auf internationaler Ebene ausgelöst.
Laut Football Italia setzte Moderatorin Federica Masolin Di Canio unter Druck und fragte, wann italienische Klubs die Lücke zur Premier League schließen könnten. Seine Antwort ließ Frustration erkennen: „Ich habe mich bisher zurückgehalten, und jetzt willst du mich provozieren. Du willst mich traurig machen!“
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Wenige Augenblicke später eskalierte die Situation. Di Canio schlug mehrmals mit dem Kopf gegen den Tisch, zog sich dabei eine blutige Verletzung zu und sorgte im Studio für Besorgnis.
Der Journalist Tancredi Palmeri schrieb auf X, der Ausbruch habe sich „während der Champions-League-Nachberichterstattung allein wegen einer Fußball-Debatte als Ausdruck von Frustration“ ereignet, und fügte hinzu, dass Capello Di Canio schnell ein Taschentuch reichte, um die Blutung zu stillen.
Capello wirkte von der Reaktion sichtlich überrascht und fragte: „Was hast du getan?“ Di Canio antwortete: „Du hast mich provoziert, ich werde mir den Kopf einschlagen.“
Der Vorfall spiegelt Di Canios langjährigen Ruf für sein hitziges und unberechenbares Verhalten wider, sowohl während seiner aktiven Karriere als auch in seinen Medienauftritten.
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Er folgt zudem kurz nach Schlagzeilen, die er mit Kritik am AC-Milan-Stürmer Rafael Leão gemacht hatte, bei der er dessen Fokus abseits des Fußballs infrage stellte.
„Er hat nachgelassen; er wurde verwöhnt und hat nicht die Entschlossenheit oder den Willen gezeigt, sich weiter zu verbessern“, sagte Di Canio.
„Die Priorität ist fast zu etwas anderem geworden“, fügte er hinzu und verwies auf Leãos Engagement in Mode- und Musikprojekten.
„Das ist nicht so, als würde man eine halbe Stunde PlayStation spielen. Wenn du sechs oder sieben Stunden mit einem Plattenlabel verbringst und zu Modenschauen gehst, wie sollst du dann die mentale Energie wieder aufbauen, um auf diesem Niveau zu spielen?“
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Quellen: Football Italia; Tancredi Palmeri (X).
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