Adidas, Sebastian Sawe

Adidas-Umsatzschub nach Sabastian Sawes Marathon-Weltrekord und Verkäufen von WM-Fußballtrikots

Adidas verzeichnete einen Umsatzanstieg im ersten Quartal, angetrieben durch Sabastian Sawes Marathon-Weltrekord und den Verkauf von WM-Fußballtrikots.

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Laut Independent.co.uk hat Adidas im ersten Quartal einen stärker als erwarteten Betriebsgewinn und Umsatz gemeldet, was eine deutliche Trendwende signalisiert, die durch wichtige sportliche Erfolge und die Erwartung zukünftiger Sportveranstaltungen angetrieben wird. Die Aktien des deutschen Sportartikelriesen stiegen nach der positiven Ankündigung bei Markteröffnung um 7 %.

Das Unternehmen verzeichnete im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von 705 Millionen Euro, eine deutliche Steigerung gegenüber 610 Millionen Euro im Vorjahr und übertraf damit die Analystenprognosen von 647 Millionen Euro deutlich. Die währungsbereinigten Umsätze stiegen robust um 14 % und erreichten 6,6 Milliarden Euro. Trotz dieser Zuwächse wirkte sich ein stärkerer Euro im Quartal negativ auf den Gesamtumsatz aus, und zwar um rund 350 Millionen Euro.

Ein Schub von der Laufbahn und dem Spielfeld

Ein wesentlicher Katalysator für die starke Performance war der Anstieg der Laufverkäufe, die um über 10 % zulegten. Dieser Schub wird teilweise dem hochkarätigen Erfolg des kenianischen Athleten Sabastian Sawe zugeschrieben, der beim London-Marathon Geschichte schrieb. Sawe, der den ultraleichten Renn-„Superschuh“ von Adidas trug, war am Sonntag der erste Mensch, der einen offiziellen Marathon in unter zwei Stunden absolvierte, was der innovativen Schuhmode der Marke erhebliche Aufmerksamkeit verschaffte.

Über die Laufbahn hinaus trug auch die gestiegene Nachfrage nach Fußballtrikots im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2026 erheblich zum Umsatzanstieg bei. CEO Bjorn Gulden räumte jedoch „viele Liefer- und Transportprobleme“ ein, die die Verfügbarkeit von WM-Produkten beeinträchtigten, was auf ein Potenzial für noch höhere Umsätze hindeutet, wären diese Herausforderungen gemildert worden.

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Navigation in einem herausfordernden Markt

Während das Schuhwachstum währungsbereinigt bescheidene 4 % betrug, stiegen die Bekleidungsverkäufe um beeindruckende 31 %, beflügelt durch lokale Designs wie chinesische Neujahrs-Trainingsjacken. Die Direktvertriebskanäle des Unternehmens zeigten ebenfalls Stärke: Die Verkäufe über die eigene Website stiegen um 25 % und die Filialen verzeichneten ein Wachstum von 19 %, womit sie das Großhandelswachstum von 8 % übertrafen.

Trotz der positiven Ergebnisse agiert Adidas in einem, wie CEO Bjorn Gulden es beschrieb, „sehr volatilen und stark preisreduzierten“ Einzelhandelsumfeld, insbesondere im Sneaker-Markt. Dies steht im Gegensatz zum US-Konkurrenten Nike, der „aggressiv“ seine Werbeaktionen einsetzte, um unverkauften Lagerbestand abzubauen. Adidas hingegen betont „Disziplin“ in seiner Verkaufsstrategie gegenüber Einzelhändlern, um Preisnachlässe zu verhindern. Das Unternehmen sah sich auch regionalen Herausforderungen gegenüber, wobei mehrere Länder des Nahen Ostens Umsatzrückgänge meldeten, die dem Iran-Krieg zugeschrieben wurden.

Mit Blick auf die Zukunft bestätigte Adidas seinen Ausblick für 2026 und prognostiziert ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich sowie einen Betriebsgewinn von 2,3 Milliarden Euro. Analysten von Jefferies merkten an, dass „das heutige Update dazu beitragen könnte, die Investorendebatte etwas konstruktiver zu gestalten“, was auf einen möglichen Wendepunkt nach einer Periode hindeutet, in der die Adidas-Aktien aufgrund von US-Zöllen und vorsichtigen Verbrauchern gefallen waren.

Quellen: www.independent.co.uk

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