Amorims Autorität bei Manchester United nach spannendem Unentschieden gegen Leeds in Frage gestellt
Die sportlichen Frustrationen von Manchester United im Elland Road wurden von zunehmender Unsicherheit über Rúben Amorims Autorität und seine langfristige Position überschattet, nachdem der portugiesische Trainer öffentlich deutliche Worte fand und ein anschließender Bericht seine Stellung im Verein infrage stellte.
Laut talkSPORT wird Amorims Zukunft bei Manchester United intern mittlerweile als unsicher eingeschätzt, nachdem es nach dem 1:1-Unentschieden gegen Leeds United am Sonntag zu Spannungen zwischen dem Cheftrainer und der Vereinsführung gekommen sein soll.
Das Spiel selbst trug wenig zur Klärung der aktuellen Probleme von United bei. Leeds ging in der 62. Minute durch Brenden Aaronson in Führung, ehe Matheus Cunha nur drei Minuten später den Ausgleich erzielte. Das Ergebnis verlängerte Uniteds Serie von Unentschieden und befeuerte die Diskussionen unter den Fans über Amorims Personalentscheidungen und taktischen Ansatz.
Diese Diskussionen intensivierten sich nach der Pressekonferenz nach dem Spiel, die Amorim vorzeitig beendete, nachdem er Aussagen gemacht hatte, die seine Unzufriedenheit mit seiner Rolle im Verein erkennen ließen.
Lesen Sie auch: Chelsea plant überraschenden Trainercoup, Gespräche in London deuten auf entscheidende Woche hin
„Ich bin hierhergekommen, um Manager von Manchester United zu sein, nicht nur Cheftrainer“, sagte Amorim.
„Ich weiß, dass ich nicht [Antonio] Conte, [Thomas] Tuchel oder [José] Mourinho heiße, aber ich bin der Manager von Manchester United.“
Er deutete zudem an, dass diese Konstellation den Rest seiner Amtszeit im Verein prägen könnte, betonte jedoch, dass er nicht zurücktreten werde.
„Es wird für 18 Monate so weitergehen oder bis der Vorstand entscheidet, etwas zu ändern. Ich werde nicht zurücktreten“, sagte er.
Lesen Sie auch: Wie Argentiniens neue Jugendpolitik Messis Weg hätte verändern können
„Ich werde meinen Job machen, bis jemand anderes kommt, um mich zu ersetzen.“
Laut talkSPORT folgten diese Aussagen auf internen Druck seitens der sportlichen Leitung, darunter auch Sportdirektor Jason Wilcox, der mehr taktische Flexibilität forderte. Der Bericht fügt hinzu, dass Geschäftsführer Omar Berrada Wilcox unterstützen dürfte, sollte sich der Konflikt zu einem Machtkampf ausweiten.
Dem Bericht zufolge ist Amorim auch frustriert über vermeintlich gebrochene Zusagen hinsichtlich von Verstärkungen während der aktuellen Transferperiode. United soll nun einen vorsichtigen Kurs auf dem Transfermarkt einschlagen – zögerliches Verhalten auf Vorstandsebene wird mit Zweifeln an der aktuellen sportlichen Führung in Verbindung gebracht.
Zudem wurden laut dem Bericht Fragen zu Amorims Umgang mit Mittelfeldspieler Kobbie Mainoo laut, der in dieser Saison außen vor blieb. talkSPORT berichtet, dass der Vorstand zögert, Transfers mit Mainoo zu genehmigen, was die interne Unsicherheit bei wichtigen sportlichen Entscheidungen weiter unterstreicht.
Lesen Sie auch: Könnte den USA nach der Maduro-Festnahme die Fußball-WM aberkannt werden?
Auch wenn Uniteds kurzfristiger Fokus weiterhin auf sportlicher Verbesserung liegt, verdeutlicht die Situation tiefere Spannungen rund um Kontrolle, Kaderplanung und Machtverhältnisse im Hintergrund – Themen, die für Amorims Zukunft im Verein entscheidend sein könnten.
Quellen: talkSPORT
Lesen Sie auch: Xavi sagt Chelsea ab, während Barcelona seine Transferstrategie heimlich neu ausrichtet
