Bayern München ist der 31-jährige Torhüter Fabian Bredlow vom VfB Stuttgart angeboten worden. Der Vorstoß zielt direkt auf das langfristige Backup-Problem hinter Jonas Urbig. Sky-Reporter Florian Plettenberg machte den Vorstoß am 19. Oktober 2026 als Erster öffentlich; beide Seiten sollen bereits einen ersten Austausch gehabt haben.
Das Angebot setzt eher auf Bayerns Torhüter-Zukunft als auf die Gegenwart. Der 40-jährige Manuel Neuer bleibt die Nummer eins, doch der 23-jährige Urbig wird als sein Nachfolger aufgebaut. Der Klub hat jedem, der es hören will, erklärt, dass er einen erfahrenen Ersatzmann sucht, der diese Hierarchie akzeptiert. Und Bredlow ist bereit, diese Rolle zu übernehmen.
Eine Vertragsklausel erschwert den ablösefreien Wechsel
Bredlows Vertrag in Stuttgart läuft bis zum Ende der Saison 2026/27, womit er im kommenden Sommer ablösefrei wäre. Die Komplikation ist eine Klausel, die seinen Vertrag automatisch verlängern würde, sobald er eine festgelegte Zahl an Einsätzen erreicht, und Cheftrainer Sebastian Hoeneß gibt ihm Spielzeit.
Bredlow stand in den ersten vier Bundesliga-Spielen dieser Saison in der Startelf, während Dennis Seimen verletzt war, und Hoeneß hat seitdem eine Rotation zwischen den beiden eingerichtet. Auch nach Seimens Rückkehr durfte Bredlow zuletzt in der Champions League von Beginn an ran.
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Der Bericht nennt die genaue Einsatzgrenze nicht, aber je mehr Bredlow spielt, desto schwieriger wird ein ablösefreier Wechsel.
Bredlow ist ein Name auf einer langen Liste
München hat auf das Angebot bislang nicht reagiert. FCBinside berichtete, dass Bayern „bislang nicht auf das Angebot reagiert hat und offenbar derzeit andere Kandidaten in Betracht zieht“, wobei eine endgültige Entscheidung von Neuers eigenen Plänen abhängt.
Der Kreis der Alternativen ist groß. Anfang Oktober nannte Sky Kevin Trapp (Paris FC), Nick Pope (Newcastle United), Marvin Schwäbe (1. FC Köln), Frederik Rönnow (Union Berlin), Lukas Hradecky (AS Monaco), Koen Casteels (Al-Qadsiah), Juan Musso (Atlético Madrid) und Rui Silva (Sporting) als Optionen; auch Finn Dahmen (FC Augsburg) und Bernd Leno (Fulham) stehen zur Debatte. Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) und Daniel Heuer Fernandes (Hamburger SV) werden ebenfalls mit einem Wechsel in Verbindung gebracht.
Bredlow passt grundsätzlich ins Anforderungsprofil: Bundesliga-Erfahrung, keine Entwicklungskurve, in die investiert werden muss, kein Anspruch auf den Stammplatz. Doch Sky berichtet, dass mehrere andere Klubs wegen seiner Vertragssituation Kontakt aufgenommen hätten, was Bayerns Verhandlungsposition schwächt, sollten die Münchner es ernst meinen.
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An die Blaupause Ulreich wird man in München denken
Die Vorlage gibt es bereits. Bayern verkündete am 16. Juni 2015 die Verpflichtung von Sven Ulreich aus Stuttgart. Der damals 26-Jährige hatte 176 Bundesliga-Einsätze für den VfB im Rücken und einen Dreijahresvertrag vor sich. Den Großteil des folgenden Jahrzehnts verbrachte er als Neuers Ersatzmann, mit einer Champions-League-Siegermedaille im Regal und dem Vertrauen der Kabine.
Bredlow käme älter, vermutlich ablösefrei und in eine Rolle, in der die nächste Nummer eins noch wartet, statt bereits etabliert zu sein. Bayerns nächster Schritt, bei ihm oder einem der Namen davor, hängt davon ab, was Neuer über seine letzte Saison entscheidet.
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