Das Rennen um die Auszeichnung „PFA-Spieler des Jahres“ spitzt sich zu, während sich die Premier-League-Saison dem Ende nähert
Mit nur noch wenigen Wochen bis zum Ende der Premier-League-Saison 2025/26 nimmt das Rennen um die Auszeichnung zum PFA-Spieler des Jahres allmählich Gestalt an – und der Wettbewerb wirkt in diesem Jahr deutlich weniger vorhersehbar als gewöhnlich.
In den vergangenen Spielzeiten wurde die Diskussion häufig von einer kleinen Gruppe globaler Superstars dominiert, doch diese Saison hat sich anders entwickelt. Mehrere der führenden Teams der Liga haben sich stärker auf taktische Struktur, disziplinierte Verteidigung und kollektive Organisation verlassen als auf individuelle Brillanz.
Auch Standardsituationen haben zunehmend an Bedeutung gewonnen. Arsenal hat sich beispielsweise den Ruf erarbeitet, bei Ecken und anderen ruhenden Bällen zu den gefährlichsten Teams der Liga zu gehören. Das zeigt, dass sorgfältig einstudierte Abläufe ebenso entscheidend sein können wie Momente individueller Klasse.
Aufgrund dieser taktischen Ausrichtung umfasst die Liste möglicher Kandidaten für die Auszeichnung zum Spieler des Jahres weit mehr als nur torgefährliche Stürmer. Mittelfeldorganisatoren, Verteidiger und sogar Torhüter haben sich als Schlüsselspieler im Titelrennen und in der Gesamtwertung der Liga herauskristallisiert.
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Laut den neuesten Wettquoten von Bet365 gilt Arsenals Mittelfeldspieler Declan Rice derzeit als früher Favorit auf die Auszeichnung. Rice spielt eine zentrale Rolle im Titelkampf der Londoner und verbindet defensives Gespür mit Führungsqualitäten und progressivem Passspiel im Mittelfeld. Sein Einfluss sowohl in der Defensive als auch im Spielaufbau macht ihn in dieser Saison zu einem der komplettesten Mittelfeldspieler der Liga.
Ein weiterer ernsthafter Kandidat ist Bruno Fernandes, der erneut der einflussreichste Spieler von Manchester United ist. Der portugiesische Mittelfeldspieler ist für einen großen Teil der Kreativität seines Teams verantwortlich, führt die Liga bei den herausgespielten Großchancen an und hat zahlreiche Vorlagen geliefert. Seine Fähigkeit, das Spiel zu lenken und in schwierigen Partien Verantwortung zu übernehmen, war entscheidend dafür, dass United konkurrenzfähig geblieben ist.
Auch Manchester-City-Stürmer Erling Haaland gehört weiterhin zum engeren Favoritenkreis. Der Norweger setzt in der Premier League weiterhin Maßstäbe im Toreschießen und zählt erneut zu den Favoriten im Rennen um die Torjägerkanone. Obwohl sein Ruf vor allem auf seiner Abschlussstärke beruht, hat Haaland in dieser Saison auch mehr Vorlagen beigesteuert und damit seinen Beitrag zum Offensivspiel von City erweitert.
Arsenals defensive Stabilität hat zudem mehrere ihrer Spieler in die Diskussion um individuelle Auszeichnungen gebracht. Innenverteidiger Gabriel Magalhães stellt bei Standards eine große Torgefahr dar und ist zugleich eine konstante Präsenz in der Abwehr, während William Saliba dazu beigetragen hat, eine der zuverlässigsten Defensivreihen der Liga zu organisieren. Auch Torhüter David Raya hat Anerkennung für seine Leistungen erhalten und in entscheidenden Momenten der Saison wichtige Paraden gezeigt.
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Der Einfluss der Tiefe im Arsenal-Kader endet jedoch nicht dort. Mittelfeldspieler Martin Zubimendi hat seit seiner Ankunft Ruhe und Kontrolle auf der zentralen Sechserposition gebracht und ermöglicht es Spielern um ihn herum – darunter auch Rice –, mit größerer Freiheit zu agieren.
Auch im Kader von Manchester City finden sich mehrere potenzielle Kandidaten. Der erfahrene Mittelfeldspieler Bernardo Silva hat in dieser Saison zusätzliche Führungsaufgaben übernommen, während der Sommerneuzugang Rayan Cherki immer wieder die Kreativität gezeigt hat, die City dazu bewog, ihn nach England zu holen.
Auch Liverpool ist unter den Kandidaten vertreten. Dominik Szoboszlai hat mit einer Reihe einflussreicher Leistungen im Mittelfeld überzeugt, Tore erzielt und Qualität bei Standards eingebracht, während Stürmer Hugo Ekitike trotz Liverpools wechselhafter Titelverteidigung still und leise eine solide Bilanz an Toren und Vorlagen vorweisen kann.
Einige Außenseiter haben sich ebenfalls mit starken Leistungen in die Diskussion gespielt. Newcastle-Flügelspieler Anthony Gordon sorgte im Laufe der Saison für mehrere entscheidende Momente, während Bournemouth- und Manchester-City-Flügelspieler Antoine Semenyo mit seinem direkten Offensivspiel und seinen Torbeteiligungen beeindruckte.
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Auch Arsenal-Flügelspieler Bukayo Saka bleibt ein prominenter Name in der Debatte. Obwohl seine Zahlen bei Toren und Vorlagen leicht unter denen der vergangenen Spielzeiten liegen, bleibt sein Einfluss auf Arsenals Offensivspiel erheblich.
Da das Titelrennen in der Premier League weiterhin offen ist, könnte die Entscheidung über den PFA-Spieler des Jahres letztlich davon abhängen, welches Team die Saison am stärksten beendet. Historisch gesehen geht die Auszeichnung häufig an einen Spieler, dessen Leistungen eng mit dem Erfolg seines Vereins verbunden sind.
Während sich die Saison ihren letzten Wochen nähert, spiegelt das Feld der Kandidaten die größere Geschichte dieser Spielzeit wider: eine Premier League, die nicht nur von individuellen Stars geprägt ist, sondern auch von kollektiver Organisation und taktischer Umsetzung.
Quellen: Premier-League-Statistiken, Bet365-Quoten, Spielberichte der Vereine.
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