Ehemaliger Premier-League-Schiedsrichter wegen Kinderpornografie verurteilt
David Coote, einst ein regelmäßiger Schiedsrichter in der höchsten Spielklasse des englischen Fußballs, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, nachdem er eine schwere Straftat gestanden hatte.
Laut Gerichtsverfahren am Crown Court in Nottingham erhielt der 43-jährige ehemalige Schiedsrichter eine neunstufige Haftstrafe, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde, nachdem er sich schuldig bekannt hatte, ein kinderpornografisches Bild angefertigt zu haben.
Das Gericht verhängte zudem eine zehnjährige Anordnung zur Verhinderung sexueller Übergriffe und verpflichtete Coote zu 150 Stunden gemeinnütziger, unbezahlter Arbeit.
Polizeiliche Ermittlungen und Beweise
Die Staatsanwaltschaft teilte dem Gericht mit, dass die Polizei ein Video der Kategorie A — die schwerste Einstufung für derartiges Material — auf einem Laptop sichergestellt hatte, der bei einer Durchsuchung von Cootes Wohnung im Februar 2025 beschlagnahmt worden war. Das Video zeigte einen 15-jährigen Jungen.
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Die Ermittler beschlagnahmten außerdem eine externe Festplatte der Marke Toshiba, die zuvor mit dem Laptop verbunden gewesen war.
Bei der Urteilsverkündung wandte sich Richterin Nirmal Shant direkt an Coote:
„David Coote, Sie sind tief gefallen“, sagte die Richterin.
Das Gericht erfuhr, dass die Polizei ursprünglich im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Cootes Verhalten während seiner Tätigkeit als Profischiedsrichter auf seine Adresse aufmerksam geworden war. Richterin Shant betonte, dass diese früheren Angelegenheiten nichts mit der jetzigen Straftat zu tun hätten, aber letztlich dazu führten, dass die Beamten auf die Geräte mit dem illegalen Material stießen.
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Die Richterin merkte zudem an, dass Coote der Polizei mitgeteilt habe, in seiner Wohnung befände sich Kokain zum Eigengebrauch, wofür er später verwarnt wurde.
„Wenn Sie gegen diese Anordnung in irgendeiner Weise verstoßen oder weitere Straftaten begehen — insbesondere sexualstrafrechtlicher Natur —, werden Sie erneut vor Gericht gestellt“, warnte Richterin Shant.
Karrierefolgen
Coote war zwischen 2018 und 2024 in der Premier League als Schiedsrichter tätig, bevor seine Karriere infolge mehrerer disziplinarischer Maßnahmen beendet wurde.
Der englische Fußballverband (FA) sperrte ihn für acht Wochen, nachdem er gegen Regel E3.2 in verschärfter Form verstoßen hatte. Dabei ging es um Aussagen über die Nationalität des ehemaligen Liverpool-Trainers Jürgen Klopp in einem Video, das in den sozialen Medien kursierte.
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Die Premier League entließ Coote im Dezember 2024 wegen eines „schweren Verstoßes gegen seinen Arbeitsvertrag“.
Im November 2024 berichtete „The Sun“, dass Fotos aufgetaucht seien, die Coote beim Konsum von weißem Pulver während der EM 2024 zeigten, als er für die UEFA tätig war. Die UEFA schloss ihn daraufhin von allen Wettbewerben aus und erklärte, er habe „die grundlegenden Regeln anständigen Verhaltens verletzt“ und dem Sport schweren Schaden zugefügt.
Quellen: Gerichtsunterlagen; Erklärungen des englischen Fußballverbands; Erklärungen der Premier League; Erklärungen der UEFA; The Sun.
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