Ehemaliger Red-Bull-Mechaniker meint, Verstappens „Geheimwaffe“ könnte als Nächstes wegfallen
Neue Zweifel an der internen Stabilität von Red Bull sind aufgekommen, nachdem Berichte darauf hindeuten, dass eine weitere Schlüsselfigur das Formel-1-Team verlassen könnte – inmitten eines bereits erheblichen Umbruchs in der Führungsebene.
Der ehemalige Red-Bull-Mechaniker Kenny Handkammer erklärte im Podcast The Two Mechanics, dass Strategiechefin Hannah Schmitz zu denjenigen gehöre, die Gerüchten zufolge einen Abschied in Erwägung ziehen, und fügte damit einer wachsenden Liste prominenter Abgänge einen weiteren Namen hinzu.
„Der Niedergang von Red Bull ist ziemlich traurig“, sagte Handkammer. „Schauen Sie, wen er verloren hat: Christian Horner, Adrian Newey, Jonathan Wheatley, Gianpiero Lambiase und Will Courtenay. Es sieht so aus, als ob auch Hannah Schmitz … Gerüchten zufolge gehen könnte.“
Seine Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Red Bull einen schwierigen Start in die Saison 2026 erlebt und sich zugleich in einer umfassenderen Phase des Umbruchs hinter den Kulissen befindet.
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Führungswechsel sorgen für Besorgnis
Das Team hat bereits den Abgang von Renningenieur Gianpiero Lambiase bestätigt, der sich damit in die Reihe hochrangiger Persönlichkeiten wie Horner, Newey, Wheatley und Courtenay einreiht, die den in Milton Keynes ansässigen Rennstall verlassen haben.
Obwohl es keine offizielle Bestätigung bezüglich Schmitz gibt, haben Spekulationen über weitere Abgänge die Fragen darüber verstärkt, wie Red Bull seine technische und operative Struktur neu aufbauen wird.
Schmitz hat in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten eine zentrale Rolle für den Erfolg des Teams gespielt. Nach ihrem Einstieg im Jahr 2009 arbeitete sie sich nach oben und übernahm schließlich die Leitung der Strategieabteilung – ein Bereich, der als entscheidend für die Rennumsetzung gilt.
Ihr Einfluss wurde in der Vergangenheit öffentlich anerkannt. Das niederländische Medium HLN bezeichnete sie als „Geheimwaffe“ hinter dem Erfolg von Max Verstappen, was ihren Ruf im Fahrerlager widerspiegelt.
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Probleme auf der Strecke erhöhen den Druck
Gleichzeitig hat die Leistung von Red Bull im Vergleich zu seiner jüngsten Dominanz nachgelassen. Dem Team ist es in den ersten Rennen der neuen Reglementära bislang nicht gelungen, konstant an der Spitze mitzufahren.
Die Ergebnisse von Verstappen unterstreichen diese Entwicklung. Der amtierende Weltmeister hat in dieser Saison bisher keinen besseren Platz als Rang sechs erreicht, hinzu kommen ein Ausfall sowie ein weiteres Ergebnis außerhalb der Spitzenpositionen.
Zudem hat er Bedenken hinsichtlich der Ausrichtung des Sports unter den Regularien für 2026 geäußert, was laut mehreren Medien anhaltende Spekulationen über seine langfristige Zukunft ausgelöst hat.
Strategierolle im Fokus
Die Bedeutung von Schmitz wurde bereits von Verstappen selbst hervorgehoben. Nach seinem Sieg beim Großen Preis von Ungarn 2022, bei dem die Strategie eine entscheidende Rolle spielte, lobte er ihre Ruhe unter Druck.
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„Man kann sich nicht viele Fehler leisten. Es ist natürlich sehr schwierig, immer auf der richtigen Seite zu sein“, sagte Verstappen damals. „Heute war Hannah, unsere Strategin, meiner Meinung nach unglaublich ruhig. Ja, sie ist sehr gut.“
Ein möglicher Abgang würde daher weit mehr als nur eine weitere personelle Veränderung bedeuten und zusätzliche Fragen zur Kontinuität innerhalb eines Teams aufwerfen, das sich sowohl mit sportlichen als auch strukturellen Herausforderungen konfrontiert sieht.
Bislang hat sich Red Bull nicht zu den Spekulationen geäußert, doch die Kombination aus Problemen auf der Strecke und fortlaufenden personellen Veränderungen deutet auf eine Phase der Unsicherheit für eines der erfolgreichsten Teams der Formel 1 hin.
Quellen: Podcast The Two Mechanics, HLN
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