Ex-Premier-League-Schiedsrichter erwartet Urteil wegen Missbrauchsabbildung
Gerichtsauftritt und Anklage
David Coote erschien am Donnerstag kurz nach 9 Uhr am Nottingham Crown Court, wo das Strafmaß nach seinem früheren Schuldbekenntnis verkündet werden soll.
Der 43-Jährige aus Newark räumte ein, am 2. Januar 2020 eine kinderpornografische Abbildung der Kategorie A erstellt zu haben. Kategorie A stellt nach britischem Recht die schwerste Einstufung dar und umfasst die Herstellung, den Besitz oder die Verbreitung besonders schweren Materials. Dafür kann eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren verhängt werden.
Die Urteilsverkündung war ursprünglich für den 11. Dezember 2025 angesetzt, wurde jedoch verschoben, nachdem Cootes Verteidiger an diesem Termin nicht persönlich erscheinen konnte.
Rechtliche Lage vor der Urteilsverkündung
Seit seinem Schuldbekenntnis im Oktober unterliegt Coote den Meldeauflagen des britischen Sexualstraftäterregisters. Die Dauer dieser Verpflichtung hängt vom endgültigen Strafmaß ab.
Lesen Sie auch: Die 10 Fußballwettbewerbe mit dem höchsten Preisgeld
Bis zur Entscheidung des Gerichts befand er sich auf Kaution. Diese untersagte ihm jeglichen Kontakt zu Personen unter 18 Jahren sowie das Wohnen an einer Adresse, an der Kinder leben. Zusätzlich wurde gegen ihn eine Anordnung zur Verhinderung sexueller Schäden erlassen, die sein Verhalten und seine Aktivitäten einschränkt.
Warnung des Richters vor Haftstrafe
Nach dem Schuldbekenntnis machte Richter Nirmal Shant KC deutlich, dass auch eine Haftstrafe möglich sei.
„Sie haben sich eines schwerwiegenden Delikts schuldig bekannt“, sagte der Richter.
„Ob eine Freiheitsstrafe verhängt wird oder nicht, entscheidet sich erst, wenn dem Gericht alle Informationen vorliegen.
Sie dürfen nicht davon ausgehen, dass dies automatisch eine Strafe ohne Haft bedeutet, das ist nicht der Fall.“
Wie der Fall bekannt wurde
Nach Angaben der Crown Prosecution Service begann das Verfahren nach einer Untersuchung durch den englischen Fußballverband.
Lesen Sie auch: Die Könige Europas: Champions-League-Giganten nach Siegen gereiht
Im Zuge dieser Prüfung wurden Mobiltelefone durch einen externen Dienstleister ausgewertet. Dabei seien zwei Unterhaltungen entdeckt worden, die laut Staatsanwaltschaft „darauf hindeuteten, dass Herr Coote ein sexuelles Interesse an Kindern hatte“.
Daraufhin leitete die Polizei ein Strafverfahren ein und nahm Coote in seinem Wohnhaus fest. Beamte stellten einen bei der PGMOL registrierten Dell-Laptop sicher. Auf diesem wurde später ein Video der Kategorie A gefunden, das ein 15-jähriges Kind zeigt und am im Tatvorwurf genannten Datum abgerufen worden sein soll.
Vom Spitzenschiedsrichter zur Entlassung
Coote galt jahrelang als fester Bestandteil der Premier League und leitete auch internationale Spiele. Seine Karriere brach im Dezember 2024 zusammen, nachdem ein Video veröffentlicht wurde, in dem er abfällige Bemerkungen über den früheren Liverpool-Trainer Jürgen Klopp machte.
Der Fußballverband erhob daraufhin Anklage wegen der Aussagen, in denen Coote Klopp unter anderem als „German ****“ bezeichnete. Im Februar 2025 verhängte die UEFA ein weiteres Verbot, nachdem Aufnahmen aufgetaucht waren, die ihn beim Konsum eines weißen Pulvers in einem Hotelzimmer während der Europameisterschaft 2024 in Deutschland zeigen sollen.
Lesen Sie auch: Julio Rodríguez kehrt zurück und verändert alles
Ein Urteil als Abschluss eines öffentlichen Absturzes
Die Gerichtsentscheidung markiert einen weiteren Wendepunkt im rasanten und öffentlichen Absturz eines ehemaligen Spitzenschiedsrichters. Das Strafmaß wird nicht nur über seine unmittelbare Zukunft entscheiden, sondern auch darüber, wie lange er unter strengen behördlichen Auflagen stehen wird.
Quellen, Berichterstattung der Daily Mail, Crown Prosecution Service
Lesen Sie auch: Michael Owen gibt zu, dass er über Zidane angesichts der Gerüchte um Manchester United überrascht ist
Lesen Sie auch: Kevin keegans krebsdiagnose erschüttert den fußball
