Experte warnt vor möglicher Absage der Grand-Prix-Rennen am Golf
Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten könnte Teile des kommenden Formel-1-Kalenders durcheinanderbringen. Experten warnen, dass Rennen in der Region abgesagt werden könnten, wenn sich die Sicherheitslage nicht verbessert.
Zwei Veranstaltungen stehen derzeit besonders im Fokus: der Große Preis von Bahrain am 12. April und der Große Preis von Saudi-Arabien am 19. April. Beide sind wichtige Stationen in der frühen Phase der Formel-1-Saison 2026.
Konflikt sorgt für Sicherheitsbedenken
Die Spannungen verschärften sich am 28. Februar, als die Vereinigten Staaten und Israel Berichten zufolge einen gemeinsamen Angriff auf den Iran durchführten. Laut Berichten, auf die sich SPORTbible beruft, wurde bei dem Angriff der oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, zusammen mit mehreren Mitgliedern seiner Familie getötet.
Der Iran reagierte später mit Drohnen- und Raketenangriffen auf mehrere Ziele in der Region, darunter Oman, Katar, Zypern, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
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Gleichzeitig haben sich auch die Feindseligkeiten zwischen Israel und der Hisbollah – der vom Iran unterstützten militanten Gruppe mit Sitz im Libanon – verschärft. Israelische Behörden haben Bewohner im Süden des Libanon aufgefordert, das Gebiet zu verlassen, da weitere Militäroperationen erwartet werden.
Berichten zufolge hat die Gewalt bereits tausende zivile Todesopfer gefordert und zu einer weitreichenden Vertreibung der Bevölkerung geführt.
Reisen und Sport bereits betroffen
Die Instabilität beginnt bereits, internationale Reiserouten zu stören, die durch den Nahen Osten verlaufen – eine Region, die als wichtige Luftverkehrsdrehscheibe zwischen Europa, Asien und Australien dient.
Mehrere europäische Regierungen, darunter das Vereinigte Königreich, haben Rückholflüge organisiert, um ihre Bürger nach Hause zu bringen, während sich die Sicherheitslage weiter verschlechtert.
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Auch die Sportwelt hat die Auswirkungen zu spüren bekommen. Die geplanten Cricket-Touren der England Lions und der englischen Frauen-Nationalmannschaft in die Vereinigten Arabischen Emirate wurden abgesagt, während Katar Sportveranstaltungen bis auf Weiteres ausgesetzt hat.
Auch die Formel-1-Teams mussten ihre Reisepläne vor dem Saisonauftakt anpassen. SPORTbible berichtete, dass etwa 1.000 am Championship beteiligte Personen ihre Reisen neu organisiert haben, wobei rund 500 Mitarbeiter mit Charterflügen aus Europa transportiert wurden.
Die Formel-1-Saison 2026 soll am 8. März mit dem Großen Preis von Australien beginnen.
Golf-Rennen werden überprüft
Nun richtet sich die Aufmerksamkeit darauf, ob die geplanten Formel-1-Rennen in der Golfregion sicher durchgeführt werden können.
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SPORTbible berichtete, dass eine Entscheidung über die Veranstaltungen in Bahrain und Saudi-Arabien möglicherweise bis zum 29. März getroffen wird, nachdem die ersten Rennen der Saison in Australien, China und Japan stattgefunden haben.
Professor Simon Chadwick, ein Geopolitik-Experte, der internationale Sportorganisationen beraten hat und zuvor mit den Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zusammenarbeitete, erklärte, dass die Sicherheitslage die Durchführung der Rennen äußerst schwierig machen könnte.
Er sagte gegenüber SPORTbible:
„Bei einem bewaffneten Konflikt in der Region ist es schwer vorstellbar, dass die Rennen stattfinden werden, es sei denn, ein Waffenstillstand steht unmittelbar bevor. Wir haben bereits zuvor Raketenangriffe erlebt, insbesondere beim Rennen in Dschidda im Jahr 2022, als vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen eine Ölanlage neben der Rennstrecke bombardierten. Die Fahrer wollten das Rennen absagen, wurden jedoch letztlich überzeugt, es dennoch stattfinden zu lassen.
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Dieses Mal jedoch kann man sich vorstellen, dass Fahrer, Teams, Personal, kommerzielle Partner, Fans und so weiter gar nicht erst anreisen werden. Sobald das zweite Rennen der Saison in China vorbei ist, werden wir wahrscheinlich eine Entscheidung sehen. Nach dem dritten Rennen in Japan wird jeder Klarheit darüber haben wollen, ob man einfach nach Europa zurückkehrt oder ob eine Reise in die Golfregion notwendig ist.“
Die Formel 1 und die FIA wurden um eine Stellungnahme gebeten. Derzeit ist jedoch noch unklar, ob die Großen Preise von Bahrain und Saudi-Arabien wie geplant stattfinden werden.
Quellen: SPORTbible
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