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Ferrari wägt Zukunft ab, während Fragen zu Hamilton zunehmen

Ferrari steht an einem entscheidenden Wendepunkt, während sich die Formel 1 auf einen tiefgreifenden Regelumbruch im Jahr 2026 vorbereitet. Im Zentrum dieser Unsicherheit steht die Frage, ob Lewis Hamilton, eine der erfolgreichsten Persönlichkeiten des Sports, noch in die langfristige Vision des Teams passt.

Hamiltons Wechsel von Mercedes zu Ferrari vor der Saison 2025 wurde als das letzte fehlende Puzzlestück für den Titelgewinn dargestellt. Doch sein erstes Jahr in Rot hat das Team gezwungen, sich früher als erwartet mit unangenehmen Realitäten auseinanderzusetzen.

Eine Saison, die Erwartungen verändert hat

Der siebenfache Weltmeister erlebte eine Saison, die deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, die mit seinem Wechsel verbunden waren. Hamilton belegte den sechsten Platz in der Fahrerwertung ein Ergebnis, das in starkem Kontrast zu dem erwarteten Titelkampf steht.

Bemerkenswerter war jedoch, dass er die Saison ohne ein einziges Podium beendete ein Novum in seiner gesamten Formel-1-Karriere. Im Fahrerlager wurde genau diese Statistik zum Sinnbild dafür, wie schnell die Dynamik verloren ging.

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Unruhe in Maranello

Der italienische Journalist Leo Turrini berichtete in der Quotidiano Nazionale, dass die Zweifel an Hamiltons Zukunft bei Ferrari sich in den vergangenen Monaten „vermehrt“ und sogar „zugespitzt“ hätten. Zwar hat Ferrari keine öffentliche Stellungnahme dazu abgegeben, doch der Abstand zu Teamkollege Charles Leclerc soll die internen Diskussionen verschärft haben.

Die Regelreform 2026 bietet Hamilton theoretisch die Chance auf einen Neustart, doch die Ferrari-Führung scheint zögerlich, ihre Strategie für die Zeit nach dem Reglementumbruch vollständig auf einen Fahrer auszurichten, der sich dem Ende seiner Karriere nähert.

Nachfolgeplanung im Gange

Vor diesem Hintergrund beginnt Ferrari, Alternativen in Betracht zu ziehen, falls ein Wechsel unvermeidlich wird.

Oliver Bearman hat sich dabei als aussichtsreichste interne Option hervorgetan. Der britische Fahrer überzeugte in seiner ersten vollen Formel-1-Saison mit Haas, sammelte 41 Punkte und belegte den 13. Gesamtrang knapp vor seinem erfahrenen Teamkollegen Esteban Ocon. Als Absolvent der Ferrari Driver Academy verkörpert Bearman sowohl Kontinuität als auch langfristiges Potenzial.

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Ein weiterer Name auf Ferraris Radar ist Rafael Camara. Der amtierende Formel-3-Champion wird 2026 in die Formel 2 aufsteigen, und Teamchef Fred Vasseur gilt als großer Bewunderer des brasilianischen Talents. Dennoch gilt ein behutsamerer Aufstieg in die Formel 1 möglicherweise über ein Mittelfeldteam als der wahrscheinlichere Weg.

Externe Optionen und Grenzen

Auch den restlichen Fahrermarkt soll Ferrari aufmerksam beobachten. Die Spannungen bei McLaren sind nicht unbemerkt geblieben Oscar Piastri und der amtierende Weltmeister von 2025, Lando Norris, gelten theoretisch als attraktive Optionen.

Norris jedoch hat sich bereits vor der Saison 2024 langfristig an McLaren gebunden, was einen Wechsel sehr unwahrscheinlich macht. Auch Piastri steht bis 2028 unter Vertrag, doch wie in der Formel 1 üblich, wird spekuliert, dass unter bestimmten Umständen Ausstiegsklauseln greifen könnten.

Eine Entscheidung, die Ferraris nächste Ära prägen wird

Öffentlich hat Ferrari bisher seine Haltung nicht geändert: Hamilton ist ihr Fahrer, und der Fokus liegt auf der Leistungsoptimierung. Hinter den Kulissen jedoch sorgt die Kombination aus enttäuschenden Ergebnissen und dem bevorstehenden Regelumbruch dafür, dass nichts mehr als selbstverständlich gilt.

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Ob es Hamilton gelingt, das Momentum zurückzugewinnen oder ob Ferrari das Kapitel schließt, könnte letztlich darüber entscheiden, wie die Scuderia in das nächste Zeitalter der Formel 1 startet.

Quellen: Quotidiano Nazionale

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Oliver Obel

Ich bin ein leidenschaftlicher Sport-Content-Creator mit klarem Fokus auf Fußball. Für LenteDesportiva verfasse ich hochwertige Inhalte, die informieren, unterhalten und eine starke Verbindung zu Fußballfans auf der ganzen Welt schaffen. Meine Arbeit dreht sich um Spieler-Rankings, Transferanalysen und tiefgehende Reportagen, die den modernen Fußball beleuchten. Ich verbinde ein ausgeprägtes redaktionelles Gespür mit einem tiefen Verständnis für die Entwicklung des Spiels – immer mit dem Anspruch, Inhalte zu liefern, die sowohl Einsicht als auch Emotion vermitteln.