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FIFA weitet Prestianni-Sperre weltweit aus, beeinflusst Argentiniens WM-Hoffnungen

Die FIFA hat die Sechs-Spiele-Sperre gegen Gianluca Prestianni weltweit ausgeweitet, was Argentiniens WM-Hoffnungen beeinträchtigen könnte.

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Die FIFA hat eine weltweite Ausweitung der Sechs-Spiele-Sperre bestätigt, die ursprünglich von der UEFA gegen Benfica-Flügelspieler Gianluca Prestianni verhängt wurde. Diese Entscheidung könnte die Spielberechtigung des 20-Jährigen für Argentinien im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2026 erheblich beeinträchtigen.

Die Disziplinarmaßnahme rührt daher, dass Prestianni Real Madrids Vinicius Junior während eines Spiels verbal beleidigt hat – ein Vorfall, bei dem der Argentinier beim Sprechen seinen Mund bedeckte. Während eine erste Untersuchung Vorwürfe rassistischer Äußerungen prüfte, konnte die UEFA letztlich keinen Rassismus nachweisen und bestätigte stattdessen, dass die Sperre wegen homophober Beleidigung verhängt wurde.

Die weltweite Ausweitung wurde am Mittwoch bekannt gegeben, wie ESPN (UK) berichtete, wobei eine FIFA-Erklärung die Entscheidung präzisierte: „Die FIFA-Disziplinarkommission hat beschlossen, die von der UEFA gegen den Benfica-Spieler Gianluca Prestianni verhängte Sechs-Spiele-Sperre weltweit wirksam werden zu lassen.“ Die Sperre umfasst drei Spiele, wobei weitere drei auf Bewährung ausgesetzt wurden.

Globale Reichweite der Sperre und verpasste Spiele

Prestianni hat bereits ein Spiel seiner Sperre abgesessen, indem er das Rückspiel von Benficas Duell gegen Real Madrid verpasste. Das bedeutet, dass er noch zwei weitere von UEFA oder FIFA sanktionierte Spiele aussetzen muss. Entscheidend ist, dass die Sperre nicht für portugiesische Ligaspiele oder Freundschaftsspiele von Vereinen gilt, sondern sich stattdessen auf Pflichtspiele auf internationaler oder kontinentaler Vereinsebene konzentriert.

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Die globale Reichweite der Sperre bedeutet, dass Prestianni, falls er von Lionel Scaloni für die argentinische Nationalmannschaft berufen würde, für bevorstehende Länderspiele nicht zur Verfügung stünde. Dazu gehören:

  • Algerien
  • Österreich

Prestianni, der im vergangenen November nur einen einzigen A-Länderspieleinsatz für Argentinien in einem Freundschaftsspiel hatte, steht vor einer kritischen Phase für seine internationalen Ambitionen. Das Verpassen dieser Gelegenheiten könnte seine Chancen beeinträchtigen, sich einen Platz im Kader zu sichern, während die Weltmeisterschaft 2026 näher rückt.

Dementi des Spielers und WM-Auswirkungen

Die Art des Vorwurfs und die anschließende Feststellung der homophoben Beleidigung waren für Prestianni ein Streitpunkt. Als er über seine Strafe sprach, beteuerte der junge Flügelspieler seine Unschuld bezüglich der ursprünglichen Vorwürfe. „Ich war nie rassistisch und werde es auch nie sein. Was mich am meisten verletzt hat, war, etwas vorgeworfen zu bekommen, das ich nie getan habe“, erklärte Prestianni laut GiveMeSport.

Da die Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen wird und eine Rekordzahl von 48 Nationen teilnimmt, wird der Kampf um Plätze in den Nationalkadern hart sein. Für Prestianni könnte eine weltweite Sperre wegen homophober Beleidigung in einer so entscheidenden Phase seiner Karriere dauerhafte Auswirkungen auf seinen Ruf und seinen Weg haben, Argentinien auf der größten Fußballbühne zu vertreten.

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Quellen: www.givemesport.com

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