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Fünf WM Nationen könnten vor dem Turnier 2026 mit hohen US Visa Kautionen konfrontiert werden

Laut The Athletic könnte eine neue Visa Regelung der Vereinigten Staaten für einige WM Fans zu einer erheblichen finanziellen Hürde werden. Dem Bericht zufolge könnten Anhänger aus Algerien, Kap Verde, Senegal, der Elfenbeinküste und Tunesien, also aus fünf Nationen, die sich bereits für das Turnier qualifiziert haben, dazu verpflichtet werden, Kautionen in Höhe von 5.000, 10.000 oder 15.000 US Dollar zu zahlen, bevor sie mit bestimmten Besuchervisa in das Land einreisen dürfen.

Mediaite griff diesen Punkt in einem Beitrag von Ahmad Austin Jr. ebenfalls auf und betonte, dass die Regelung nicht nur Fans, sondern womöglich auch Spieler und Teamdelegationen betreffen könnte, falls vor Turnierbeginn keine umfassenderen Ausnahmen beschlossen werden. Zusammengenommen deuten die Berichte darauf hin, dass eine Maßnahme der US Einwanderungspolitik in den Monaten vor dem Turnier zu einem ernsthaften organisatorischen Problem für die Weltmeisterschaft werden könnte.

Wie die Visa Kautionsregel funktioniert

Laut The Athletic gilt das Visa Bond Pilot Program der Regierung Trump für bestimmte Antragsteller, die ein B1 oder B2 Besuchervisum beantragen und aus einer größeren Gruppe von 50 Ländern kommen. Zu den fünf in der Berichterstattung genannten WM Nationen gehören Algerien, Kap Verde, Senegal, die Elfenbeinküste und Tunesien. Fans aus diesen Ländern könnten daher mit ungewöhnlich hohen Einreisekosten konfrontiert werden, wenn sie unter diese Visakategorien fallen.

The Athletic berichtete, dass die Kaution pro Person und nicht pro Reisegruppe erhoben wird. Das bedeutet, dass etwa ein Elternteil und ein Kind jeweils getrennte Beträge hinterlegen müssten. Dem Bericht zufolge gehen mit dem Verfahren vertraute Quellen davon aus, dass bei Kindern eher niedrigere Kautionssummen verlangt werden, während Erwachsene mit 10.000 oder 15.000 US Dollar rechnen müssten. Selbst wenn das Geld später zurückerstattet wird, könnte die sofortige finanzielle Belastung für viele Fans zu hoch sein, um überhaupt eine Reise zu Spielen in den Vereinigten Staaten zu planen.

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Laut The Athletic erklärte ein Sprecher des US Außenministeriums, dass Reisende ihr Geld zurückerhalten würden, wenn sie das Land rechtzeitig vor Ablauf ihres Visums verlassen. Derselbe Sprecher sagte außerdem, dass für alle Antragsteller, unabhängig vom Alter, dieselben rechtlichen Maßstäbe gelten und sie nachweisen müssen, dass sie die Voraussetzungen für das Visum erfüllen und dessen Bedingungen einhalten wollen. Der Bericht ergänzt, dass die Regelung nicht rückwirkend gilt, sodass Personen mit bereits gültigem Visum von der neuen Kautionspflicht nicht betroffen wären.

Warum Fans und Spieler gleichermaßen betroffen sein könnten

Einer der wichtigsten Punkte in der Berichterstattung von The Athletic ist, dass die Regel offenbar keine automatische Ausnahme für Sportler vorsieht, die zu großen internationalen Veranstaltungen wie der Weltmeisterschaft reisen. Damit könnte das Problem nicht nur die Fans auf den Tribünen betreffen, sondern auch unmittelbar das Turnier selbst, falls Spieler oder Betreuer aus den betroffenen Ländern ebenfalls über denselben Visaweg einreisen müssen.

Laut The Athletic erklärten die zuständigen Stellen, dass Visa Anträge einzeln geprüft würden. Dem Bericht zufolge gibt es kein formales Verfahren, mit dem Antragsteller eine Ausnahme beantragen können, auch wenn Konsularbeamte in Fällen von besonderem nationalem oder humanitärem Interesse dennoch eine Befreiung gewähren könnten. Das lässt zwar einen gewissen Spielraum, schafft aber nicht die Klarheit, die Nationalverbände und Teams für ihre Reiseplanung lange im Voraus benötigen.

Mediaite hob ebenfalls hervor, dass die Haltung des Außenministeriums offenbar auch für Sportler gilt. Dadurch wächst die Unsicherheit darüber, ob Spieler aus den fünf betroffenen Ländern möglicherweise dieselben Kautionsanforderungen erfüllen müssten. Sollte sich diese Auslegung bestätigen, wäre das Thema nicht mehr nur ein Zugangsproblem für Fans, sondern eine umfassendere Herausforderung für den Ablauf des Turniers, die Mannschaften, Betreuerstäbe und Verbandsvertreter gleichermaßen betreffen würde.

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FIFA drängt auf Ausnahmen für offizielle Delegationen

Laut The Athletic versucht FIFA derzeit, die US Behörden davon zu überzeugen, die Kautionspflicht für offizielle Delegationsmitglieder aufzuheben. Dazu würden voraussichtlich Spieler, Trainer, Betreuer und bestimmte Verbandsvertreter gehören. Der Bericht sagt außerdem, dass FIFA im Hintergrund bereits an Ausweichlösungen arbeitet, was darauf hindeutet, dass die Organisatoren die Angelegenheit ernst nehmen und nicht davon ausgehen, dass sie sich von selbst klären wird.

Mit dem Näherrücken des Turniers dürfte der Druck in dieser Frage weiter steigen. Eine Weltmeisterschaft, die teilweise in den Vereinigten Staaten ausgetragen wird, ist auf reibungslose Einreiseverfahren angewiesen, nicht nur für Teams und Funktionäre, sondern auch für die Fans, die für Atmosphäre und internationale Präsenz sorgen. Falls die aktuelle Kautionsregelung für die betroffenen Länder bestehen bleibt, könnten Unterstützer bereits vor der Buchung von Flügen, Unterkünften und Eintrittskarten mit einer erheblichen finanziellen Hürde konfrontiert sein. Gleichzeitig müssten Verbände womöglich weiter auf Klarheit warten, ob ihre offiziellen Delegationen am Ende doch noch von der Regel ausgenommen werden.

Quellen: The Athletic, Ahmad Austin Jr. bei Mediaite

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