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Guardiola spricht bei Solidaritätskonzert in Barcelona

Ein Auftritt fernab des Fußballalltags

Pep Guardiola verbrachte einen freien Abend abseits seiner Arbeit als Trainer von Manchester City mit einem öffentlichen Auftritt in seiner Heimatstadt Barcelona. Laut der Daily Mail nahm Guardiola an einem Benefizkonzert zur Unterstützung palästinensischer Kulturprojekte in der Arena Palau Sant Jordi teil.

Die Veranstaltung fand nur einen Tag nach einem Sieg von Manchester City in der Champions League statt. Im Mittelpunkt des Abends standen jedoch nicht sportliche Erfolge, sondern humanitäre Fragen. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 12.000 Besucher.

Worte ohne Manuskript vor stillem Publikum

Guardiola betrat die Bühne mit einem schwarz weißen palästinensischen Keffiyeh. Wie die Daily Mail berichtet, sprach er frei ohne vorbereitete Notizen und eröffnete seine Rede mit einem arabischen Gruß.

„Good evening, salam alaikum, how wonderful“, sagte Guardiola zu Beginn.

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Kinder im Zentrum der Rede

Ein zentraler Teil seiner Ansprache beschäftigte sich mit Bildern von Kindern aus Kriegsgebieten, die in sozialen Netzwerken und im Fernsehen verbreitet wurden. Laut der Daily Mail schilderte Guardiola Szenen von Kindern, die zwischen Trümmern nach ihren Eltern suchen.

„I think what we think when I see a child in these past two years with these images on social media, on television, recording himself, pleading, ‘where is my mother?’“, sagte er.

Er machte deutlich, dass diese Bilder für ihn ein Symbol für das Versagen der internationalen Gemeinschaft seien.

Kritik an politischer Verantwortung

Guardiola äußerte sich auch kritisch über politische Entscheidungsträger. Nach Angaben der Daily Mail warf er führenden Politikern vor, aus sicherer Distanz über Konflikte zu entscheiden, während die Zivilbevölkerung die Folgen trage.

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Er warnte davor, dass Gewalt darauf abziele, Gleichgültigkeit zu erzeugen, und forderte dazu auf, nicht wegzusehen. Solidarität mit den Schwächeren sei für ihn eine Frage der Menschlichkeit.

Kulturförderung statt direkter Hilfe

Bei dem Konzert traten mehrere spanische Künstler auf, darunter Rosalia. Die Einnahmen sollen palästinensischen Kulturinitiativen wie dem Palestinian Performing Arts Network zugutekommen und nicht der unmittelbaren Nothilfe dienen.

Nach Angaben der Daily Mail liegt der Fokus des Projekts auf dem Erhalt kultureller Ausdrucksformen in Zeiten anhaltender Konflikte.

Ein bekanntes Engagement

Guardiola hatte sich bereits zuvor öffentlich zur politischen Lage geäußert. Im November unterstützte er ein Benefizspiel zwischen Palästina und Katalonien. Laut dem katalanischen Radiosender RAC1 bezeichnete er das Spiel als „einen Ruf nach Solidarität“.

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Im selben Interview sagte er, „Die Welt hat Palästina verlassen.“

Der größere Zusammenhang

In dieser Woche bestätigte das israelische Militär Berichten zufolge, dass die Zahl der Todesopfer im Gazastreifen die Marke von 70.000 überschritten habe. Diese Zahl war zuvor vom Hamas geführten Gesundheitsministerium genannt worden. Laut der Daily Mail bildete diese Entwicklung den Hintergrund für Guardiolas Aussagen.

Guardiola hat sich in der Vergangenheit auch für die katalanische Unabhängigkeitsbewegung ausgesprochen und nutzt öffentliche Auftritte regelmäßig, um gesellschaftliche und politische Themen anzusprechen.

Sources: Daily Mail, RAC1

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