Haaland hinterfragt VAR-Entscheidung nach chaotischem Ende in Anfield
Der knappe Sieg von Manchester City gegen Liverpool am Sonntag wurde von einer VAR-Entscheidung in der Nachspielzeit überschattet, die eine Debatte darüber auslöste, wie die Spielregeln in entscheidenden Momenten angewendet werden.
Ein später Treffer von Manchester City wurde zunächst gegeben, nach einer Überprüfung am Spielfeldrand jedoch aberkannt – eine Entscheidung, die letztlich zur Roten Karte für Liverpools Mittelfeldspieler Dominik Szoboszlai führte und Kritik von City-Stürmer Erling Haaland nach sich zog.
Wie sich die Szene entwickelte
Beim Stand von 2:1 für City tief in der Nachspielzeit schaltete sich Liverpools Torhüter Alisson in den Angriff ein, während die Gastgeber verzweifelt den Ausgleich suchten. City klärte die Situation, und Rayan Cherki spielte den Ball von nahe der Mittellinie in Richtung des verwaisten Liverpooler Tores.
Während der Ball auf das Tor zurollte, sprinteten Haaland und Szoboszlai hinterher. Als der Ball die Torlinie überquerte, jubelten die City-Spieler in der Annahme, die Partie sei entschieden.
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Stattdessen wurde Schiedsrichter Craig Pawson zu einer Überprüfung der Szene gebeten, wobei der Fokus auf dem körperlichen Kontakt zwischen den beiden Spielern während des Laufduells lag.
Warum der VAR eingriff
Nach Sichtung der Videobilder entschied Pawson, dass Haaland ein Foul begangen hatte, indem er Szoboszlai am Trikot zog, nachdem der Liverpooler Mittelfeldspieler zuvor bereits ein Haltevergehen begangen hatte.
Gemäß den von der PGMOL angewandten Richtlinien hob dieses zweite Foul den Vorteil für City auf, sodass der Treffer nicht anerkannt werden konnte. Szoboszlais vorheriges Vergehen wurde als Verhinderung einer klaren Torchance gewertet, was eine Rote Karte und einen Freistoß für City zur Folge hatte.
Die Entscheidung sorgte für ein dramatisches und zugleich verwirrendes Ende der Partie, wobei beide Teams den Ausgang noch lange nach dem Schlusspfiff verarbeiten mussten.
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Haaland stellt Entscheidung infrage
Haaland räumte ein, dass der Schiedsrichter im Rahmen der Regeln gehandelt habe, deutete jedoch an, dass die Strafe unverhältnismäßig gewesen sei.
„Ich denke, natürlich muss der Schiedsrichter den Regeln folgen“, sagte er gegenüber Sky-Sports-Reporter Patrick Davison.
„Aber das bringt ihm drei Spiele Sperre ein. Ich fühle mit ihm, weil er drei Spiele gesperrt ist. Gebt einfach das Tor, gebt keine Roten Karten – so einfach ist das.“
Später fügte er hinzu: „Aber es sind nun mal die Regeln. So ist es eben. Ich weiß nicht. Am Ende hat Cherki mir einfach den Ball zugespielt und ich konnte kein Tor erzielen, aber so ist es nun einmal.“
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Liga unterstützt Schiedsrichterentscheidung
Das Match Centre der Premier League veröffentlichte später eine Stellungnahme auf X, in der die Auslegung der Szene durch Pawson sowie die disziplinarische Entscheidung bestätigt wurden.
Laut Liga hob Haalands Foul jeden Vorteil aus Szoboszlais vorherigem Vergehen auf, das als Verhinderung einer klaren Torchance eingestuft wurde und daher einen Platzverweis rechtfertigte.
City verließ Anfield letztlich mit drei Punkten, doch die Debatte um VAR, Vorteilsregel und die Verhältnismäßigkeit der Strafen dürfte weitergehen.
Quellen: Sky Sports, Premier League Match Centre
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