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Joshua rücktrittsgerücht explodiert nach tödlichem crash

Ruhestandsbehauptungen sorgen für verwirrung

Die Diskussion um Anthony Joshuas Zukunft nahm Fahrt auf, nachdem die nigerianische Zeitung PUNCH Aussagen eines Mannes veröffentlichte, der sich als Onkel des Boxers ausgab. Laut PUNCH erklärte Adedamola Joshua, Anthony Joshua habe sich bereits aus dem Boxsport zurückgezogen.

Er wurde von PUNCH mit den Worten zitiert: „The major thing there is that he has retired from boxing“, und fügte hinzu, dass die Familie die Kämpfe emotional nur schwer habe ertragen können.

Diese Aussagen verbreiteten sich rasch und führten international zu Spekulationen über ein mögliches Karriereende des zweifachen ehemaligen Schwergewichtsweltmeisters.

Umfeld von joshua widerspricht deutlich

Berichte aus Großbritannien stellen diese Darstellung jedoch infrage. Laut Daily Mail Sport betonen Personen aus Joshuas Umfeld, dass er keinerlei Absicht habe, zurückzutreten. Zudem spreche Adedamola Joshua weder offiziell noch inoffiziell für den Boxer.

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Daily Mail Sport berichtete weiter, dass Joshuas Management eine Stellungnahme ablehnte, die Ruhestandsgerüchte intern jedoch als unzutreffend bezeichnete.

Unfall rückt karriere plötzlich in den fokus

Auslöser der Spekulationen war ein schwerer Verkehrsunfall in Nigeria. Nach Angaben von Daily Mail Sport ereignete sich der Crash vergangene Woche auf der Lagos Ibadan Expressway nahe Makun.

Joshua überlebte den Unfall, zwei enge Freunde von ihm, Sina Ghami und Latif Ayodele, kamen jedoch ums Leben. Laut Daily Mail Sport entging Joshua nur knapp dem Tod, nachdem er kurz vor dem Aufprall im SUV den Sitzplatz gewechselt hatte.

Das Fahrzeug prallte anschließend auf einen stehenden Lastwagen, der Sojabohnen transportierte.

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Strafverfahren nach tödlichem unfall

Der SUV wurde von Adeniyi Kayode, 47, gesteuert. Wie Daily Mail Sport berichtet, erschien Kayode inzwischen vor einem Magistratsgericht in Sagamu. Ihm werden unter anderem gefährliches Fahren mit Todesfolge, fahrlässiges Fahren sowie das Fahren ohne gültigen Führerschein vorgeworfen.

Im Falle einer Verurteilung droht ihm nach nigerianischem Recht eine lebenslange Haftstrafe.

Joshua selbst und Kayode erlitten keine schweren Verletzungen.

Trauer, erinnerung und rückzug

In den Tagen nach dem Unfall nahm Joshua an den Beerdigungen von Ghami und Ayodele in Nigeria teil. Später veröffentlichte er auf Instagram ein Familienfoto, auf dem Angehörige gemeinsam zu sehen sind, eine Person hält ein gerahmtes Bild von Ghami.

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Er versah den Beitrag mit der Bildunterschrift „My Brothers Keeper“, eine Wendung, die häufig für Loyalität und Verantwortung gegenüber nahestehenden Menschen steht.

Laut Daily Mail Sport kehrte Joshua am vergangenen Freitag nach Großbritannien zurück und landete am Flughafen London Stansted. Seitdem erhole er sich in seinem Zuhause.

Boxzukunft vorerst auf pause

Vor dem Unfall war erwartet worden, dass Joshua noch in diesem Jahr einen lange geplanten Schwergewichtskampf gegen Tyson Fury bestreiten würde. Auch wenn die körperlichen und emotionalen Folgen des Unglücks seinen Zeitplan beeinflussen könnten, gibt es nach aktuellem Stand keine Hinweise auf ein endgültiges Karriereende.

Der Fokus liegt derzeit auf Verarbeitung, Trauer und Genesung.

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Quellen: Daily Mail Sport, PUNCH

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