Könnten Arsenals Champions-League-Ambitionen einen brutalen Knockout-Weg vor sich haben?
Seit Jahrzehnten lebt Arsenal mit den Erwartungen der Champions League, zieht oft mit Hoffnung in den Frühling ein und verlässt ihn mit Reue. Diese Saison fühlt sich anders an – nicht, weil Trophäen gewonnen wurden, sondern weil mit ungewöhnlicher Kontrolle ein Fundament gelegt worden ist.
Als die Ligaphase der Champions League 2025/26 am Mittwoch endete, machten die englischen Klubs insgesamt Eindruck. Alle fünf Vertreter der Premier League qualifizierten sich. Arsenal jedoch tat mehr, als sich nur durchzusetzen. Sie gaben das Tempo vor.
Acht Siege, kein Zögern
Arsenal beendete die Ligaphase mit einer makellosen Bilanz und gewann alle acht Spiele. Wettbewerbsdaten, hervorgehoben von GIVEMESPORT, zeigen, dass Arsenal erst das 13. Team in der Geschichte der Champions League ist, das eine Gruppen- oder Ligaphase ohne einen einzigen Punktverlust abschließt.
Der letzte Auftritt, ein 3:2-Heimsieg gegen Kairat Almaty, war enger als einige frühere Leistungen, aber nicht weniger entscheidend. Anderswo waren die Abstände noch knapper. Benficas Torhüter Anatoliy Trubin erzielte in der 98. Minute gegen Real Madrid ein Tor – eine dramatische Szene, die José Mourinhos Mannschaft aufgrund der Tordifferenz in die Playoff-Plätze beförderte.
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Diese Momente erinnerten daran, wie unberechenbar dieses Turnier sein kann. Arsenal hingegen bewegte sich mit einer gewissen Selbstverständlichkeit durch die Phase und wirkte selten gehetzt oder anfällig.
Eine Auslosung, die Chancen bietet, aber keinen Komfort
Der erste Platz brachte einen klaren Vorteil. Die Mannschaft von Mikel Arteta umgeht die Playoff-Runde und zieht direkt ins Achtelfinale ein, was wertvolle Vorbereitungszeit verschafft, während sich der Spielkalender verdichtet.
Der nächste Gegner wird aus Atalanta, Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund oder Olympiakos kommen. Dortmund erscheint allein vom Namen her am abschreckendsten, doch die jüngsten europäischen Spielzeiten legen nahe, dass keiner dieser vier Gegner unterschätzt werden darf.
Ein Vorteil des ersten Platzes ist struktureller Natur. Wie GIVEMESPORT berichtet, kann der FC Bayern München, der hinter Arsenal abschloss, frühestens im Finale auf Arsenal treffen. Die Gefahr wird nicht beseitigt, aber hinausgezögert.
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Jenseits des Achtelfinals verändert sich die Landschaft schnell. In einem möglichen Viertelfinale könnte Manchester City warten – vorausgesetzt, das Team von Pep Guardiola setzt sich gegen Gegner durch, zu denen Real Madrid, Inter Mailand, Benfica oder Bodo/Glimt gehören könnten.
Vertraute Rivalen, immer kleinere Abstände
Ein Weiterkommen würde Arsenal näher an bekannte Gegner heranführen. Ein Halbfinale gegen Chelsea oder Tottenham bleibt ein realistisches Szenario, während auch Liverpool, Barcelona, Paris Saint-Germain oder Newcastle noch ihren Weg kreuzen könnten.
Newcastle beendete die Ligaphase auf Platz zwölf und geht als gesetztes Team in die Playoffs, wo ein Duell mit Qarabag oder Monaco wartet. Chelsea, Liverpool und Tottenham stehen ebenfalls vor anspruchsvollen Auslosungen – ein weiteres Zeichen dafür, wie gnadenlos die K.-o.-Runde sein kann, unabhängig vom nationalen Renommee.
Für Arsenal hat der erste Platz den Weg nach vorne nicht freigeräumt. Er hat lediglich die frühesten Hindernisse beseitigt. Der FC Bayern München, einer der konstantesten Titelanwärter Europas, bleibt bis zum Finale außer Reichweite – der frühestmögliche Zeitpunkt für ein Duell mit dem deutschen Rekordmeister.
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Nach Jahren des Scheiterns hat Artetas Team in diesem Wettbewerb etwas Seltenes gewonnen: Zeit, Vertrauen und Raum zur Entwicklung. Was sie daraus machen, wird entscheiden, ob diese Saison ein weiteres Kapitel der Versprechungen bleibt – oder jenes, das Arsenals europäische Geschichte endgültig verändert.
Quellen: GIVEMESPORT
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