„Lewis Hamilton hat Ferraris Rennen ruiniert“, sagt Villeneuve nach der Kollision beim GP von China
Lewis Hamilton hat beim Großen Preis von China sein erstes Formel-1-Podium für Ferrari erzielt, doch das Ergebnis hat eine Debatte über das Rennmanagement des Teams nach einem angespannten Duell mit Charles Leclerc ausgelöst.
Der ehemalige Weltmeister Jacques Villeneuve stellte infrage, ob Ferrari zugelassen hat, dass dieser Zweikampf sie ein stärkeres Gesamtergebnis gekostet hat, obwohl Hamilton Dritter wurde.
Villeneuve stellt Ferraris Vorgehensweise infrage
Im Gespräch mit Sky Sports F1 erklärte Villeneuve, dass Ferrari wertvolle Zeit verloren habe, weil man die Fahrer zu aggressiv gegeneinander habe fahren lassen, während sie an der Spitze lagen.
„Nun, es war fair, denn er wurde Dritter und konnte seinen Teamkollegen schlagen“, sagte Villeneuve.
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„Also ja, am Ende war es in Ordnung, aber es war ein bisschen extrem, und es hat Ferraris Rennen zerstört. Sie lagen auf Platz zwei und drei. Dann haben sie so hart gekämpft, dass sie ihre Reifen zerstört haben. Und in diesen zwei Runden haben sie fünf Sekunden auf Antonelli verloren.“
Er warnte, dass ähnliche Situationen Ferrari über eine gesamte Saison hinweg schaden könnten.
„Irgendwann, wenn sie sich weiterhin auf diese Weise gegenseitig Rundenzeit wegnehmen, wird das Mercedes ermöglichen, davonzuziehen“, fügte er hinzu. „Also sollte sich Mercedes ein wenig Sorgen über Ferraris Aufholjagd machen, denn sie sind in der Gesamtwertung nicht allzu weit entfernt.“
Hamilton sieht Positives trotz Rückstand
Hamilton zeigte sich jedoch optimistischer, nachdem er nach einem schwierigen Start mit dem Team sein erstes Podium in Ferrari-Farben erreicht hatte.
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Rennberichte stellten fest, dass sein Wechsel von Mercedes weithin als lang gehegter Wunsch beschrieben zunächst schwierig war, doch die jüngsten Leistungen deuten auf Fortschritte unter dem aktuellen Reglement hin.
In Shanghai zeigte Hamilton sowohl im Sprint als auch im Hauptrennen eine starke Pace und hielt Leclerc in einem engen, Rad-an-Rad-Duell in Schach, das er als fair bezeichnete.
„Natürlich ziehen diese Jungs [Mercedes] mit verrückten Geschwindigkeiten an uns vorbei, aber dass wir alle so dicht beieinander liegen …“, sagte Hamilton. „Ich hoffe, es war ein spannendes Rennen für euch, denn im Auto war es großartig.“
Mercedes gibt weiterhin das Tempo vor
Trotz Ferraris Fortschritten bleibt Mercedes zu Beginn der Saison der Maßstab. Andrea Kimi Antonelli gewann in China mit über 30 Sekunden Vorsprung und unterstrich damit den aktuellen Leistungsunterschied.
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Auch wenn Ferrari einer konstanten Wettbewerbsfähigkeit näherkommt, zeigte das Rennen sowohl die Fortschritte als auch die kleinen Unterschiede, die den Kampf um die Meisterschaft entscheiden könnten.
Quellen: Sky Sports F1, Formel-1-Rennberichte
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