Liam Rosenior greift die Chelsea-Spieler heftig an, während der Star zurückschlägt
Nach der jüngsten Niederlage hat sich im Lager des FC Chelsea ein Riss aufgetan: Trainer Liam Rosenior übte scharfe Kritik an seinen Spielern, während Verteidiger Trevoh Chalobah betonte, dass der Einsatz der Mannschaft nicht infrage gestellt werden dürfe.
Chelsea unterlag am Dienstag mit 0:3 gegen Brighton und verlängerte damit eine besorgniserregende Serie auf fünf Spiele in Folge ohne Torerfolg. Laut mehreren Spielberichten ist eine solche Durststrecke in der Vereinsgeschichte beispiellos.
Das Ergebnis erhöht den Druck auf Rosenior, dessen Team auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht ist und nun sieben Punkte hinter den Champions-League-Plätzen liegt.
Brighton übernimmt früh die Kontrolle
Brighton übernahm an der Südküste nahezu sofort die Initiative. Ferdi Kadioglu traf bereits innerhalb der ersten drei Minuten und nutzte einen schläfrigen Beginn der Gäste aus.
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In der Folge bestimmte die Mannschaft von Fabian Hürzeler das Tempo und ließ Chelseas Offensive kaum zur Entfaltung kommen. Jack Hinshelwood erhöhte kurz vor der Stundenmarke, und Danny Welbeck machte in der Nachspielzeit alles klar und besiegelte einen ungefährdeten Sieg.
Unter den mitgereisten Chelsea-Fans war die Frustration deutlich spürbar; mehrere Medien berichteten von Gesängen gegen Rosenior während der Partie.
Rosenior: „Inakzeptable“ Leistung
Rosenior äußerte sich nach dem Spiel in Interviews nach dem Schlusspfiff ungewöhnlich deutlich.
„Es war in jeder Hinsicht des Spiels inakzeptabel, inakzeptabel in unserer Einstellung“, sagte er.
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Mit Blick auf die Leistung verwies der Chelsea-Trainer auf wiederholte Defizite in grundlegenden Bereichen wie Zweikämpfen, Intensität und defensiver Organisation. Er deutete an, dass die Probleme über taktische Fragen hinausgingen.
„Ich denke, die Spieler müssen sich selbst kritisch hinterfragen“, so Rosenior, der hinzufügte, dass gewonnene Eins-gegen-eins-Duelle und grundlegende Wettbewerbsfähigkeit jeder taktischen Ausrichtung vorausgehen müssten.
Zudem warnte er vor einem „Mangel an Teamgeist und Selbstvertrauen“ innerhalb der Mannschaft und äußerte damit Bedenken hinsichtlich der Mentalität in dieser schwachen Phase.
Chalobah verteidigt den Einsatz der Mannschaft
Chalobah vertrat hingegen in einem Interview mit Sky Sports eine andere Sichtweise und wies die Vorstellung zurück, den Spielern habe es an Engagement gefehlt.
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„Wir haben alles gegeben. Wir waren einfach nicht die bessere Mannschaft“, sagte er. „Als Spieler müssen wir die Verantwortung für die Leistung übernehmen.“
Trotz der Niederlage widersprach der Verteidiger der Kritik am Einsatz der Mannschaft.
„Es hat nichts mit Einsatz zu tun. Wir haben alles gegeben. Wir wurden heute einfach geschlagen“, ergänzte Chalobah.
Seine Aussagen verdeutlichen den unterschiedlichen Blick innerhalb des Vereins: Während die Spieler den Einsatz hervorheben, stellt der Trainer Umsetzung und Mentalität infrage.
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Fokus richtet sich auf Wembley
Nun richtet sich der Blick auf das FA-Cup-Halbfinale am Sonntag gegen Leeds United im Wembley-Stadion, das Chelsea die Chance bietet, nach einer schwierigen Phase neu anzusetzen.
Chalobah betonte, die Mannschaft müsse trotz der jüngsten Ergebnisse positiv reagieren.
„Wir müssen positiv bleiben und uns wieder aufrichten“, sagte er.
Für Rosenior scheint die unmittelbare Herausforderung jedoch tiefer zu gehen: die von ihm angesprochenen Probleme bei Einstellung und Selbstvertrauen anzugehen, bevor die Saison des Teams weiter aus dem Ruder gerät.
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Quellen: Sky Sports, EG Sport
